„Double Feature Contraband – Haywire“

Der ehemalige Schmuggler Chris Farraday (Mark Wahlberg) hat den Ausstieg geschafft und ist mit Kate (Kate Beckinsale) glücklich verheiratet, der er versprochen hat die Finger für immer vom Schmuggelgeschäft zu lassen. Als aber sein Schwager Andy einen Drogenschmuggel versemmelt, gibt es keinen anderen Ausweg, da Andys Auftraggeber Tim Briggs(Giovanni Ribisi) Ersatz will und damit droht nicht nur Andy, sondern auch den Rest der Familie Farraday zu entsorgen. Also sammelt Chirs Farraday seine alte Crew und versucht sich an einem letzten, großen Deal. Leider weiß er nicht, wer Briggs Boss ist, der ihm näher steht, als er denkt.

Abgewandeltes Remake von Óskar Jónassons Reykjavík-Rotterdam. Contraband ist eigentlich eine Blaupause von Heist-Movies mit Actioneinlage. Gute Schauspieler, schicke Drehorte, eine nette HEAT-Gedächtnisballerei, Spannung, Verrat und ein paar Plottwists. Absolut nichts davon ist überraschend oder besonders einfallsreich, aber absolut solide und gutartige Unterhaltung.

Die sehr erfolgreiche Spezialagentin Mallory Kane (Gina Carano) arbeitet für einen privaten Geheimdienst, der gerne auch von der US-Regierung genutzt wird, wenn es um heikle Dinge geht. Nach einer erfolgreichen Rettungsaktion in Barcelona drängt sie ihr Chef und Ex-Freund Kenneth(Ewan McGregor) noch einen einfachen Job in Irland zu übernehmen, bevor sie kündigt. Doch die dortige Operation entwickelt sich zum totalen Desaster und irgendjemand hat sie an die Behörden als Mörderin verkauft. Verzweifelt versucht sie hinter die verschiedenen Vorhänge zu schauen, die überall verbergen sollen, was eigentlich wirklich gespielt wird.

Steven Soderbergh (Ocean’s 11-13, Contagion) hat mit Haywire einen stylischen Agenten-Actionfilm gedreht, der eigentlich nichts anderes als die Ocean’s-Reihe in einem anderen Milieu ist. Dafür holt er sich einen kleinen Allstar-Cast mit Antonio Banderas, Michael Douglas, Ewan McGregor(The Ghostwriter), Michael Fassbender,(Prometheus, Eine dunkle Begierde, X-Men: Erste Entscheidung) , Channing Tatum, Mathieu Kassovitz und Bill Paxton zusammen und die ehemalige Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano darf Tritte, Schläge, Quetschungen und Kopfnüsse verteilen und blamiert sich nicht wirklich als Schauspielerin. Die Story ist eigentlich recht einfach gestrickt, aber da man zuerst immer nur so viel weiß, wie die Protagonistin, sind durchaus ein paar Überraschungsmomente dabei. Die Action ist wirklich schön bodenständig und wesentlich realistischer als in vielen anderen Vertretern des Genres. Kleiner Geheimtipp.

Und dazu gibt es gleich noch den etwas ernsthafteren und weitaus erschreckenderen Reality Check: Background of the Man Who Ran a CIA Assassination Unit

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14 Antworten zu „Double Feature Contraband – Haywire“

  1. Andai schreibt:

    Ich muss zu Haywire sagen, dass man da endlich eine *Dame* hat, der man die Rolle voll und ganz abnimmt. Nicht den sonst üblichen lächerlichen Kram. Carano kann zuschlagen und kommt gleichermaßen tough, wie auch intelligent rüber. Mir hat es gefallen, wo ich sonst in solchen Filmen mit klassichen *Männerrollen* die meisten Frauen nur zum kotzen (schreien/heulen) finde.
    Contraband war ein wenig seicht..hatte mir irgendwie vom Trailer mehr erhofft.

  2. sirdoom schreibt:

    Joa, Contraband sah im Trailer besser aus. Ist trotzdem kein schlechter Film, aber etwas mehr hatte ich auch erwartet.

    Zustimung, dass man es nimmt Carano einfach abnimmt, wenn sie wen verprügelt und nicht andauernd die suspension-of-disbelief-Karte hochhalten muss.

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