„PayPal – Money for Nothing“

PayPal [wörtlich Bezahlfreund, angelehnt an pen pal – Brieffreund] ist eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens eBay, die unter ihrem Markennamen ein Online-Bezahlsystem betreibt. Es kann als Micropayment-System und zur Begleichung von Mittel- und Kleinbeträgen zum Beispiel beim Ein- und Verkauf im Online-Handel genutzt werden.

Bekannt ist PayPal allerdings auch für ganz andere Sachen, wie z.B. Abgleich der Kundendaten mit von der US-amerikanischen Heimatschutzbehörde geführten Listen von Terror- oder Drogenhandel-Verdächtigen, wo schon Namensähnlichkeit dafür reicht, dass einem sämtlichen Konten eingefroren werden. Konten von Verwandten sperrt man dann auch gleich gerne mal mit. Die Klärung fälschlicher Schließungen dauert normalerweise ewig. Oder Geschäftsführung ohne Auftrag, wo PayPal Transaktionen im Namen des Kunden ausführt oder verhindert, obwohl dieser gar nichts davon weiß. Oder wenn sie im Auftrag von Pentagon und CIA Wikileaks-Konten sperren, aber weiter die Geschäfte für den Ku-Klux-Clan erledigen[Link]. Oder wenn PayPal im Auftrag des US-Außenministeriums versucht das US-Embargo gegen Kuba durchzusetzen[Link] und dabei wissentlich europäische Gesetze verletzt[Link].

Aber es wurde mal wieder Zeit für einen neuen Ansatz. PayPal hat die allgemeinen Geschäftsbedingungen in den USA geändert. Nach den neuen AGBs darf man als PayPal-Kunde nicht an Class Action Lawsuits gegen Paypal teilnehmen. Diese Massenklagen für Konsumentenschutz sind in den USA meist der einzige Weg zu seinem Recht zu kommen, wenn man kein Millionär ist und sich die Klage alleine leisten kann. Wobei es natürlich schon abstrus ist, das man mit Einwilligung sein Recht auf Prozess verwirkt. Aber versuchen kann PayPal es ja mal. Natürlich ist PayPal auch nicht durch den US-Banken-Einlagensicherungsfond abgesichert. Was übrigens in Europa auch so ist, wobei es sich hierbei um den Luxemburger Einlagensicherungssystem der Association pour la Garantie des Dépôts Luxembourg (AGDL) handelt. Sprich: Lasst kein Guthaben bei PayPal liegen, es könnte einfach weg sein und kein Schwein haftet. Wobei das eigentlich auch nichts mehr macht. PayPal hat eh schon genug Wege um das Geld der Kunden verschwinden zu lassen…

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Eine Antwort zu „PayPal – Money for Nothing“

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