„Review – Snow White and the Huntsman“

Die böse Königin (Charlize Theron) übernimmt mit List und Magie das Königreich, meuchelt den König und kerkert Snow White (Kristen Stewart) im Turm ein. Jahre später kann sie fliehen und versucht durch den dunklen Wald zu den Rebellen zu gelangen. Die böse Königin schickt den Jägersmann(Chris Hemsworth alias Thor/Avengers) los, der sich in der Gegend auskennt, um sie wieder einzufangen. Denn nur Snow White reines Blut liefert genug Blutmagie, um die böse Königin unsterblich werden zu lassen. Natürlich schließt sich der Jägermann den Guten an und zusammen mit den Sieben Zwergen (u.a. Bob Hoskins und Nick Frost) und den Rebellen versucht man die böse Königin zu besiegen.

Wer sich bei Schneewittchen gespoilert fühlt, der wundert sich auch, wenn bei Titanic das Schiff untergeht. Snow White and the Huntsman ist eine dunklere, an die heutige Zeit angepasste Version von Schneewittchen mit 1:1 von Herr der Ringe geklauten Landschaftsbildern und Massenschlachten, guten Spezialeffekten, zwei angesagten Jungstars und einigen etablierten Charakterdarstellern zur Abrundung. Die zahlreichen, storyinhärenten Logikfehler will ich dem Film nicht wirklich vorwerfen, vieles davon liegt am Ausgangsmaterial. Da machts auch nichts, dass Hemsworth den Han Solo und Stewart die Alice gibt, was sogar teilweise überraschend gut funktioniert. Anders sieht es beim Timing des Films aus. Der Anfang ist doch sehr lahm und von Overacting und schlechten Dialogen geprägt. Die zwei größten Überraschung des Films: Kristen Stewart kann nicht nur pissig aus der Wäsche schauen und im Laufe der Spielzeit wird der Film erstaunlich viel besser und macht zum Ende hin sogar richtig Spaß. Es ist immer noch ein auf Young Adult-Blockbuster getrimmter Märchenfilm, wo man etwas Adrenalin rein gejagt hat, aber er funktioniert. Ist jetzt keine große Kunst oder bleibt länger im Gedächtnis, aber unterhaltsam war es dann im Endeffekt schon.

>>> Trailer Snow White and the Huntsman

Nachtrag: The Huntsman & The Ice Queen (Originaltitel: The Huntsman: Winter’s War), was zugleich Prequel und Sequel ist, fährt so richtig frontal gegen die Wand. Budget und Darsteller-Talent ist vorhanden, aber nichts davon hilft, wenn man ein lamgatmiges, zerfasertes Drehbuch mit einer unglaublich dummen Story hat und um den vorangegangenen Filn vorsichtig herumbasteln muss. #meh

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13 Antworten zu „Review – Snow White and the Huntsman“

  1. gedichtblog schreibt:

    Würde ich so unterschreiben. Nur fand ich die erste Hälfte unterhaltsamer als die hintere.

  2. sirdoom schreibt:

    So sind die Geschmäcker verschieden^^ Aber ich fand auch den Pixie-Auftritt gang nett und hab mich die ganze Zeit drauf gefreut, dass die à la Hellboy 2 voll durchdrehen. Und auch der Gastauftritt des Waldgotts Herne aus Shakespeare, bzw. der BBC-Serie Robin of Sherwood war eine schöne Hommage. Und…

  3. Bannockburn schreibt:

    Ich glaube, Du hast nen anderen Film gesehen als ich. Ich habe Kristen Stewart vorher noch nirgendwo performen sehen, aber in dem Film konnte sie nichtmal am Ende überzeugend lächeln.
    Chris Hemsworth, die Zwergenkostüme und Charlize Theron als fiese Hexe (das kann sie gut, siehe Prometheus ^^) waren noch das unterhaltsamste, den Rest hab ich als übelst dahingerotzt empfunden. WTF-Drogenmomente in den Sümpfen der Halluzinogene, sinnfreie Begegnungen mit buntgrünen Fabelwesen … Die Szene _hätte_ toll sein können, leider sind die Pixies dem CGI-Wahn zum Opfer gefallen und der Cernunnos/Herne-Hirsch hatte gefühlt auch nur einen Platz weil man meinte, man müsse ihn mal zeigen.
    Dass der Prinz nicht reden kann, hat auch irgendwie einen seltsamen Eindruck gemacht.
    Alles in allem hatte ich das Gefühl, dass Stewart die Rolle nur hatte, weil der Regisseur so heiss auf sie war (warum auch immer man auf einen Eisblock scharf sein will).

  4. sirdoom schreibt:

    Um ihn zum schmelzen zu bringen. Die Herausforderung und so… 😀

  5. Kell schreibt:

    Was er ja auch erfolgreich getan hat, somit hat sich der Film in den Augen von Rupert Sanders schonmal gelohnt. Braucht es mehr Gründe ihn zu drehen?

    PS: Ich schau mir freiwillig nichts an, wo die Tussi mitspielt 😉

  6. sirdoom schreibt:

    „Freiwillig“ ist ein auslegungsfähiger Begriff. Ich hatte auch nie vor Titanic zu sehen. Oder Dirty Dancing… *schüttel*

  7. Ben Teddy schreibt:

    Der Streifen war so unerträglich langweilig, dass ich nach etwa 20 Minuten abgeschaltet habe.

    Der kommt jetzt in die Schublade mit der Auschrift: “Foltermaterialien!“

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