„Der Sturm ist vorbei“

Nun ist die Show also endlich vorbei und Barack Obama wurde als US-Präsident wiedergewählt. Als die Republikaner ihre Vorwahlen begannen sah es eigentlich nach einem leichten Spiel aus.

Personen wie Michelle Witchcraft Bachmann, Herman Sexual Harassment Cain, Rickein paar Unschuldige müssen sterben, damit wir weiterhin Gerechtigkeit mit der Todesstrafe erteilen könnenPerry oder auch RickHolier than the PopeSantorum oder gar NewtSpace MarinesGingrich waren die Retter der Welt für den rechten Rand der Republikaner, aber eine landesweite Garantie für den Sieg von Barack Obama. Immerhin haben die Republikaner dann doch noch die Notbremse gezogen und MittRobotRomney ins Rennen geschickt. Der sprach immerhin schon eine breitere Basis an und war auch abseits von Ultrarechts wählbar. Nach Gewinn der Vorwahlen rückte Romney dann auch erwartbar weit in die Mitte und wurde zu einem echten Herausforderer. Eine ganze Zeit lang sah es dabei für Obama nicht besonders gut aus. Aber zum Glück für Obama konnte er sich auf das Störfeuer der Teaparty-Gänger verlassen[Link] und große Unwetterkatastrophen begünstigen immer den Amtsinhaber, wie weiland auch GerdPolitburoSchröder wusste. Die Minderheiten haben größtenteils für die Demokraten gestimmt, genauso wie die Frauen, was wenig überrascht, wenn man das Meme „War on Women“ berücksichtigt.

Am Ende muss man feststellen, dass weniger Obama gewonnen, als dass der rechte Flügel der Republikaner Romney die Wahl verhagelt hat. Es bleibt abzuwarten, ob daraus Konsequenzen gezogen werden und welche.

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11 Antworten zu „Der Sturm ist vorbei“

  1. sirdoom schreibt:

    P.S.: Es gibt natürlich auch andere „Gründe“ für Obamas Sieg. U.a. Wahlfälschung, der amerikanische Wähler war zu dumm, die liberale Propaganda der „linken“ US-Medien, die Wall Street hat Obama den Sieg gekauft und den armen Unterschicht-Romney benachteiligt, usw. Ich kommentiere das mal nicht weiter…

  2. 3-6 schreibt:

    Interessant wird vor allem sein, wie sich der Kongress verhält. Wenn es so weitergeht wie bisher: Uh-Oh…

  3. sirdoom schreibt:

    Jupp, wenn das so weitergeht wie bisher – was einige Unverbesserliche heute schon angedeutet haben – dann Gute Nacht Marie. Aber es gibt auch einige positive Zeichen. Mehrere Demokraten und Republikaner haben heute durchsickern lassen, dass es eben nicht so wie bisher weitergehen kann und man sich konstruktiv an einen Tisch setzen muss. Hoffnung ist also noch da.

  4. sirdoom schreibt:

    Slightly OT: Kleine Geschichte aus der Wahlnacht in Ohio. Ohio ist ein Swing State, der bis zuletzt umkämpft war. Ohio ist auch eines der, wenn nicht das Zentrum der Autoproduktion. Obama hat damals den Bailout für die Autoindustrie durchgedrückt und die Sanierung scheint bisher sogar einigermaßen zu klappen. Romney fand das staatliche Eingreifen natürlich supoptimal, aber vielleicht hätte er in Ohio nicht auch noch so drauf rumreiten müssen. Nach Gewerkschaftsvertrag bekommt nämlich die ganze Belegschaft von Chrysler am Wahltag frei. Und die sind alle wählen gegangen und nicht für Romney… [Link]

  5. sirdoom schreibt:

    On-Topic: Wie nicht anders zu erwarten: Schluss der Tea Party aus der Wahlniederlage – Der Kandidat war nicht „konservativ“ genug.

    Schon in den 1960ern haben die Republikaner sich als Geisel der Fundis nehmen lassen, damals war es Barry Goldwater, der dann HAUSHOCH gegen Lyndon B. Johnson verkackt hat und einen Haufen REPs verbrannte. Und selbst Goldwater mag die Tea Party mit ihrem religiösen Eifer nicht. Sollte doch eigentlich alles sagen. Aber nein, laut Tea Party muss der nächste republikanische Kandidat viel weiter rechts stehen…

    Die Demokraten verleihen der Tea Party irgendwann noch einen Orden für besondere Verdienste an den Demokraten…

  6. Heiko schreibt:

    Ich möchte den Kandidaten sehen, der noch weiter fundireligiös rechts ist, als z.B. Santorum.
    Nicht aus der Nähe, oder besonders lange, aber mich würde schon interessieren, wie so jemand rüberkommt.
    Alternativ wäre da noch der Ranger…
    Angenehmer wäre es natürlich, wenn die ganzen irren Heißgetränkfeierer ihren Realitätsverlust nach „Barry Hussein Soetoros“ Wiederwahl einfach endlich auf den logischen Endpunkt hochschrauben und entweder die Revolution ausrufen und sich in den Midwest-Wäldern beim Bombenbauen selbst abschaffen, oder einfach gleich zum nationalen Kool-Aid Caucus übergehen.

  7. sirdoom schreibt:

    Rechts von Santorum wird es wirklich etwas spärlich, aber Santorum ist ja hauptsächlich Hardcore-Kathole und erst dann Republikaner und Katholen sind den Evanglikalen Rechten der Tea Party – zurecht* – suspekt.

    *Die freundlichen Teddybäraugen, gleich mal ein leckerer Schluck Wein und ehe man sich versieht brennt man auf dem örtlichen Scheiterhaufen. Schon Opa hat immer vor den Katholen gewarnt!

    Was die Revolution angeht: Die hat Donald Trump via Twitter schon ausgerufen, aber bisher ist nichts passiert. Und er selbst konnte sich noch nicht entscheiden mit welcher Limousine er zum Aufstand fährt [Link].

    Trump Revolution

  8. sirdoom schreibt:

    Aber immerhin wird der 2012er Jahrgang ein ganz vorzüglicher! 😉

    Republican Tears

  9. sirdoom schreibt:

    Sorry, aber einer muss noch. Ein Haufen Hardcore-Republikaner spricht – mal wieder, war bei der letzten Wahl auch schon so – davon aus den kommunistischen Vereinigten Staaten vor dem Moslem-Atheisten O(s)bama zu fliehen. Z.B. nach Australien. Die australische Regierung hat deshalb eine Einreisewarnung ausgesprochen, um nicht von unzufriedenen Leuten überschwemmt zu werden.

  10. 3-63-6 schreibt:

    Naja: zu beneiden sind die Leute dort sicher nicht. Bisher war es bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Staates so, dass Sozialausgaben eingeschränkt und die Steuerbelastung mindestens nicht gesteigert wurde. Gespart wurde allerdings immer. Obama wird die Steuern erhöhen (wollen) und gleichzeitig die Transfers steigern. Sparen will er auch, nur gespart wird in den USA eigentlich immer bei den Transfers. Will er aber nicht.

    Bin sehr gespannt, ob das funktionieren wird.

  11. sirdoom schreibt:

    Na ja, ein Blick auf die Steuerentwicklung der USA – unter Demokraten und Republikanern – zeigt recht eindeutig, wo das Problem liegt. Und ich weiß nicht, wie er das lösen will bei der teilweise absolut irrationalen Blockadehaltung, übrigens nicht nur bei den Republikanern. Steuererhöhungen und Transfererhöhungen sind übrigens irreführende Begriffe, wenn man sich anschaut, wie beides vorher so niedergeschlagen wurde, dass das System nicht funktionieren kann.

    Tax Development

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