„Bund mit Vergangenheit“

Das Institut für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ) hat mit „Funktionäre mit Vergangenheit“ eine ausführliche Studie zum Bund der Vertriebenen(BdV) durchgeführt und kommt wenig überraschend zu dem Schluss, dass der Bund bis in die 1960er im Führungsbereich fast ausnahmslos aus Nazis bestand(die Studie beleuchtet nur diesen Zeitraum).

Einige Historiker werfen jetzt ein, dass man dies schon vor Jahrzehnten in Publikationen aus der DDR lesen konnte, aber nicht vergessen: War alles Kommie-Propaganda, die sich jetzt nur zufällig als richtig herausstellt. Erika Steinbach, CDU-Bundestagsabgeordnete und seit 1998 Präsidentin des BvD sagte noch Ende 2009 gegenüber der Tagesschau, dass zwar das „eine oder andere“ Mitglied auch bei der NSDAP gewesen, doch „haben wir mehr Widerstandskämpfer bei uns im Verband, als Nationalsozialisten„. Das soll uns aber nicht weiter wundern, Erika Steinbach hält die NSDAP auch für eine linke Partei [Link] und die Deutschen für die zweite große Opfergruppe des Zweiten Weltkriegs, neben den Juden. Es ist also nicht wirklich von einer Änderung der Verhältnisse seit den 1960ern auszugehen, abgesehen davon, dass die Altnazis dem Führer dann doch mittlerweile ins körperlose Exil gefolgt sind.

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