„Verschwörungstheorien – Oder worauf wir einen Staat aufbauen“

Wir kennen das ja: Unangenehme Dinge sind immer Verschwörungstheorien. Ist ja auch alles total abwegig. Unterstützt wird dieser Glaube ironischerweise gerade durch die richtigen Wirrköpfe, die überall Verschwörungen sehen und wo es so richtig lächerlich wird. Dies verbaut leider zu oft den Blick auf die tatsächlich stattfindenden Schweinereien.

Ich kann mich noch daran erinnern, als die ersten Gerüchte aufkamen, dass der CIA im Kampf gegen den Terror in Europa Staatsbürger seiner Verbündeten entführen lässt, um die im Ausland zu foltern. Natürlich vollkommen abwegig. Bis sogar der Europarat diese „Verschwörungstheorie“ zum Fakt erklären musste, nachdem deren Mitglied Dick Marty nicht locker gelassen hatte. Obwohl man alles getan hat, um die Untersuchung zu behindern. Nur die italienische Justiz hat jemals Anklage erhoben. Die deutsche Justiz hat sich, wie üblich, auf Anweisung bei solchen Themen, heulend in die Ecke gekuschelt. Womit man aber dann doch nicht rechnet: Auch ganze Staaten können auf einer Verschwörungstheorie entstehen. Hört sich merkwürdig an, ist es aber nicht. Die Unabhängigkeitserklärung der USA und ihre Demokratiebestrebungen basieren u.a. darauf, dass  sich die Machthaber zwangsläufig gegen die Interessen des Volkes verschwören werden, und man daher das Volk an der Macht beteiligen muss. Aber schon wesentlich früher gibt es Beispiele für sowas. Die Magna Carta basiert auf der „Verschwörungstheorie„, dass das göttliche Recht des Königs und seiner Mannen eine Lüge ist, um das Volk zu unterdrücken. Weitere, geschichtliche relevante „Verschwörungstheorien“ finden sich hier

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2 Antworten zu „Verschwörungstheorien – Oder worauf wir einen Staat aufbauen“

  1. Carmen N. Small schreibt:

    Leider machten es einige VT ihren Kritikern auch sehr einfach, da sie unbedingt überall geheime Hintermänner sehen wollten und bei Hinweisen auf Irrtümer trotzdem steif und fest bei ihrer Haltung blieben. Es erwies sich auch nicht als besonders förderlich für die Glaubwürdigkeit von Kritikern, dass sich darunter Leute wie Gerhard Wisnewsky befanden. Wisnewsky ist Deutschlands Chef-VT und streitet nebenbei unter anderem auch allen Ernstes immer noch die Mondlandung ab oder erklärt schon einmal, dass am CERN bzw. mit HAARP Erdbeben ausgelöst werden und dass auch sonst bei jedem Kleinkram immer gleich geheimnisvolle allmächtige Organisationen dahinterstecken. Dank ihm brauchen VT-Kritiker nur zu sagen: „Jaja, und auf dem Mond gibt es auch keine Fußabdrücke!“, wenn sie 9/11-Kritik allgemein als absurd abstempeln wollen.

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