„ACTA durch die Vordertür – TAFTA“

TAFTA - LogoAm Rande der Munich Security Conference (Münchner Sicherheitskonferenz) kam sprach US-VP Joe Biden verstärkte Bemühungen um ein Transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Dies sollte bei allen Bürgern die Alarmglocken klingeln lassen. Wenn man sich überlegt wie sich die EU von den USA bei den meisten Verhandlungen rumschubsen lässt, kann dies nur ein Clusterfuck von epischen Ausmaßen werden. Man wird sich also vor allem auf ungekennzeichnetes Frankenfood von Monsanto freuen dürfen, da kann man von ausgehen. Aber dies ist nur ein Aspekt der Probleme, die bei einem solchen Freihandelsabkommen drohen. Erinnert ihr euch noch an ACTA, oder TPP, IPAA, CETA und wie sie alle heißen? Gerade nachdem ACTA vorerst gestorben ist, stehen Millionen von Dollar und eine Horde von Lobbyisten bereit, um bei TAFTA endlich all den ganzen bedenklichen Kram heimlich unterbringen zu können, der vorher schiefgegangen ist. Und natürlich werden die TAFTA-Verhandlungen „geheim“ sein. Es bedroht ja geradezu offensichtlich die Nationale Sicherheit, wenn man schon während der Verhandlungen mit bekommt, was da an konsumentenfeindlichen, rechtlich bedenklichen und freiheitsbeschneidenden Klauseln untergebracht werden wird…

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14 Antworten zu „ACTA durch die Vordertür – TAFTA“

  1. Joachim schreibt:

    Deutschlands Freiheit muss nicht am Hindukusch, sondern am Hudson verteidigt werden.
    O.k., hinkt etwas, aber gefällt mir trotzdem.

  2. pseudo-anonymous schreibt:

    Was mir dabei besonders schwer im Magen liegt ist der Gedanke, mit wessen Geld jene Lobbyisten derlei Aktionen bezahlen. Kann man von einer weiteren, moderneren Dolchstoßlegende sprechen, wenn ehrliche Konsumenten für Ware und Dienstleistungen bezahlen, nur um dafür vom Verkäufer gemaßregelt, überwacht und als Räuber & Piraten behandelt zu werden? Und solche Pauschalkriminalisierung der Kunden vom Geld eben dieser Kunden bezahlt werden, um sie rechtskräftig belangen und beschneiden zu können?

  3. sirdoom schreibt:

    Je perfider das System, desto „besser“ funktioniert es, leider. Ein anderes Beispiel ist die Werbung. Wer Werbeblocker im Netzt benutzt oder Fernsehen auf seinem digitalen Festplattenrekorder aufnimmt und dann die Werbeblöcke vorspult ist nach offizieller Lesart ja ein DIEB, weil die Werbung die leistung ja erst möglich mache und man durch Nichtwahrnehmung dessen quasi Diebstahl begeht. Kein Scherz, dieses Argument wird regelmäßig gebracht. Was hingegen verschwiegen wird: Die Werbung wurde von wem bezahlt? Genau, dem Konsumenten, ist ja alles schon mit eingepreist in die Produkte. Natürlich erwähnt man das nicht so gerne…

  4. pseudo-anonymous schreibt:

    Sir Doom, warum verzichten Sie eigentlich auf Werbebanner? Sind Sie Kommunist oder Terrorist? 😉

  5. pseudo-anonymous schreibt:

    Nachtrag: Schade, daß derlei Argumentation in ihrer Möglichkeit eine Einbahnstraße ist, sonst würde ich ARD & ZDF wegen Diebstahl verklagen können, schließlich verfüge ich über keine Möglichkeit fernzusehen, soll aber dennoch monatlich dafür aufkommen.

  6. sirdoom schreibt:

    Einfache und traurige Wahrheit: Nicht wichtig genug. Das was ich hier an Werbeeinnahmen reinholen könnte ist so wenig, dass es nicht reicht, um meiner Preistabelle für den moralischen Ausverkauf zu genügen. Da lass ich es lieber und propagiere aufrechte Wut und Wahrheit! Bis einer mal nen anständigen Scheck rüberwachsen lässt. 😀

    ^^Wir wollen also „argumentieren„, was eindeutig auf kommunistische Tendenzen hindeutet?*g* Was kommt als nächstes? Das Hinterfragen warum man neben KFZ-Steuern und Benzin-Steuer bald auch noch Maut zahlen soll, während der Straßenbau an privat outgesourced wird und nicht funktioniert? Schämen sie sich, sie widerspenstiger Wutbürger! 🙂

  7. sirdoom schreibt:

    Jetzt mit zusätzlichen Zeitdruck! Und natürlich drängt die Bundesregierung auch drauf. Damit noch vor der Bundestagswahl genug Fakten geschaffen werden, damit man da nicht mehr raus kommt: EU und USA wollen ab Juni verhandeln

  8. sirdoom schreibt:

    Seit dem 13.02.2013 führen Brüssel und Washington Gespräche über das transatlantische Freihandelsabkommen (TAFTA): EU und USA verhandeln über Freihandelsabkommen

  9. sirdoom schreibt:

    Die Lobbyisten haben bereits bei der FAZ angeklopft. Highlights sind „weil es Europäern und Amerikanern neue Chancen auf Wohlstand und Arbeitsplätze eröffnet“, „Das [Ausklammern der Landwirtschaft] wäre ein großer Fehler“ und der Höhepunkt: „Hoffentlich scheitert das Projekt nicht am Lobbyismus.“

    FAZ: Freihandel nutzt immer

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