„Falsche Spuren“

Ursprünglich sollten DNA*-Proben nur bei schwersten Straftaten und Sexualdelikten von der Polizei genommen werden. Mittlerweile ist man dazu übergegangen bei jedem Kaufhausdieb es zumindest zu versuchen, an eine DNS-Probe zu gelangen. Im Endeffekt geht es darum jeden Bundesbürger irgendwann erfasst zu haben. Was man natürlich nicht öffentlich sagt, aber es gibt so einige Thesenpapiere dazu und wenn man einigen Sicherheits- und Polizei-„Experten“ genauer zuhört, dann weiß man wohin der Hase, wie läuft. *Eigentlich müsste ich natürlich DNS schreiben, für -säure statt -acid, aber DNA ist mittlerweile auch auf Deutsch ein feststehender Begriff. Und wer die meisten Nachrichten dazu eh auf Englisch liest, der gewöhnt sich halt nur schwer wieder um.

Falsche Spuren - LogoWas uns zu einem Problem führt, was im Zusammenhang mit der als absolut sicher geltenend DNS-Analyse gerne mal verschwiegen wird. Auch der Genetische Fingerabdruck hat eine Fehlerquote. Da wären einmal die Prävalenz-Fehlerquote und dazu kommt noch menschliches Versagen, wie bei dem „Heilbronner Phantom„, wo Verunreinigungen an den zur Spurensicherung verwendeten Wattestäbchen die Ursache waren. Schlampereien in Laboren, die natürlich nach dem Prinzip „günstigster Anbieter“ ausgesucht werden, sind auch nicht unbekannt. Was aber in den Vorstellungen der Strafverfolgungsbehörden bisher gar nicht vorkommt sind aktive Gegenmaßnahmen der Straftäter. Klonierung und Recombineering, damit man so richtig alle aus dem Konzept bringt, sind mittlerweile keine Raketentechnik mehr. Sowas kann man in der Garage zu Hause machen und die Lösungen von der Stange sind eigentlich für jeden bezahlbar, siehe auch z.B. OpenPCR – was satte 59U$D kostet. Damit kann man einen Tatort mit DNA – echter oder rekombinierter – so überschwemmen, dass man da absolut gar nichts daraus ableiten kann. Bei den deutschen Strafverfolgungsbehörden und Gerichten wird das in ungefähr 20-30 Jahren ankommen und man wird sehen, wie viele Unschuldige deshalb in den Knast wandern, denn wenn ein DNA-Treffer vor Gericht festgestellt wird, dann war es das normalerweise.

Zum Schluss noch ein ganz aktuelles Beispiel: NSU-Ermittlungen: BKA vermutet neue Wattestäbchen-Panne. Wobei man sich da langsam fragen muss, welcher Fail in der NSU-Geschichte eigentlich nicht ausgelassen wurde…

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