„Quotenkram“

Wir alle „wissen“ das die Frauenquote ganz schlimm ist und die Wirtschaft wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen  – wenn überhaupt darf es die freiwillige Flexiquote sein, an die sich eh keiner hält. Ein paar Monate nach der recht fruchtlosen Diskussion kommt dann eine Meldung vom Personalchef der Daimler AG (Mercedes, AEG, Messerschmidt, AMG, … ) die zumindest mich dann doch etwas irritiert.

Quotenkram - LogoPersonalvorstand Wilfried Porth „Bislang ist der Konzern auf Managementebene noch sehr deutsch geprägt. Daimler ist ein global aufgestelltes Unternehmen, das große Wachstum findet derzeit in den USA, China oder anderen Ländern Ostasiens statt. Dafür brauchen wir auch noch mehr Führungskräfte aus diesen Regionen.  [Daher] haben [wir] unser Nachwuchsprogramm CAReer überarbeitet und werden in dessen Rahmen pro Jahr 300 bis 500 junge Einsteiger gezielt auf leitende Führungsaufgaben vorbereiten. Dabei wollen wir weiterhin zu 35 Prozent Frauen rekrutieren und streben zudem einen Anteil von 50 Prozent Teilnehmern an, die nicht aus Deutschland kommen.“ [Quelle]

Kommt es nur mir komisch vor, wenn 50% Quoten mit ausländischen „Führungskräften“ kein Problem darstellen, Frauenquote an sich aber überhaupt nicht geht und wenn dann doch bei 35% liegt? Irgendwie komme ich da logisch nicht mehr hinterher.

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11 Antworten zu „Quotenkram“

  1. 3-6 schreibt:

    Falsches Geschäftsfeld für ne funktionierende Frauenquote. Gleich unmöglich wäre es, eine 35%-Männerquote in der Medizin einzuführen.
    Das ist ja das Problem – was gut gemeint ist (Förderung qualifizierter Bewerberinnen) wird bei schlicht fehlenden Bewerberinnen zu einem Qualitätsverlust. Denn eine Quote wird immer erfüllt, egal ob das Personal dann taugt oder nicht.

  2. sirdoom schreibt:

    ^^Weswegen ich auch eigentlich ein Quotengegner bin. Wenn man sich gezwungen sieht sowas zu tun, müsste man es über einen Zeitraum von 25 Jahren tun. Man startet klein bei wasweissich 15% und hangelt sich langsam höher, während das ganze von Qualifizierungsmaßnahmen begleitet wird. Verteilt über einen so langen Zeitraum/Wandel der Zeit + nächste Generation + … wird es zum Normalzustand und man hat genug Qualifizierte beider Geschlechter. Aber bei der Hauruckmethode kommt natürlich absehbar Quatsch raus.

    Und Flexiquote ist trotzdem scheiße.

  3. 3-6 schreibt:

    Gute Unternehmen brauchen keine Quote, die stellen ganz allein die Besten ein. Und schlechte Unternehmen können gute Angestellte eh nicht lange halten…

  4. sirdoom schreibt:

    Ja und nein 😉

    Ganz so einfach ist es ja leider nicht. Es gibt ja durchaus auch eine gewisse Firmenkultur und eingefahrene Wege: Wenn 100% der Führungskräfte Männer sind, dann spielt neben der Qualifikation auch noch die Gruppenwahrnehmung eine Rolle – was umgekehrt auch für absolute Mehrheiten bei Frauen gilt. Da muss man ab und an also schon mal Tritte verpassen. Allerdings sind „50%-Quote – jetzt !“ Aktionen ziemlich ungeeignet, dass dabei was sinnvolles rauskommt.

  5. 3-6 schreibt:

    Eingefahrene Wege = schlechte Unternehmung

  6. sirdoom schreibt:

    Da werd ich jetzt nicht wiedersprechen 😉

  7. XDragoon schreibt:

    Und was ist mit all denjenigen, die sich selbst weder als Frau noch als Mann betrachten?

    https://i.chzbgr.com/maxW500/7102418176/hF2489635/

  8. sirdoom schreibt:

    Die werden nach ihrem Äußeren wahrgenommen und Ende, die Welt ist schlimm.

  9. DarkISI schreibt:

    „Canadian Applicant“ als Geschlecht 😀
    Ich wusste doch schon immer, dass die Kanadier „speziell“ sind 😀

  10. 3-6 schreibt:

    Solange die keine eigenen Nassbereiche in den Unternehmen haben, dürfen die da eh nicht arbeiten ^^

  11. sirdoom schreibt:

    Ich würde persönlich auch keine Kanadier einstellen. Hippie-Kommunisten mit freier Gesundheitsfürsorge sind der Untergang des Abendlandes!!! 😀

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