„Review – Jack Reacher“

Jack Reacher - LogoIn Pittsburgh, der zweitgrößten Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania, werden fünf Menschen erschossen. Die Indizien sprechen dafür, dass der ehemalige Militärscharfschütze James Barr für die Tat verantwortlich ist. Das einzige, was dieser während des Verhörs sagt, ist jedoch: „Holt Jack Reacher„. Jack Reacher (Tom Cruise) ist ein ehemaliger Militärpolizist, der seit Jahren versucht, Barr hinter Gitter zu bringen. Von seiner Schuld im Hinblick auf die fünf Morde ist er jedoch nicht überzeugt. Reacher stößt auf eine Verschwörung als er zusammen mit der Anwältin Helen Rodin (Rosamund Pike) nach der Wahrheit sucht.

JACK REACHERTom Cruise – Filme haben meist ein grundlegendes Problem: Auch wenn sie durchaus gut sind, spielt Tom Cruise mit. Und wenn man Tom Cruise nicht ausstehen kann, dann wird das auch bei Jack Reacher nicht anders. Das zweite Problem besteht im Marketing des Films. Die Trailer vermitteln das Bild von Nonstop-Action, während der Film eigentlich ein altmodischer Krimi/Thriller ist, der einige gut eingebaute Actionszenen hat. Die ganze Reihe basiert dabei auf den Pulp-Krimis von Lee Child und große Kunst ist das alles nicht.

Jack Reacher02Aber Spaß macht es trotzdem und am besten kann man das ganze als „der Junge Leroy Jethro Gibbs ermittelt ohne NCIS in einem Fall von organisierter Kriminalität und bricht dabei Knochen wenn nötig“ bezeichnen. Werner Herzog als russischer Bösewicht klappt wohl nur für Amis, aber die Nahkampfszenen, einige wohldosierte Humoreinlagen und das feine Sniper-vs-Sniper-Finale entschädigend dafür ziemlich ordentlich. Und Robert Duvall hat auch endlich mal wieder einen coolen Auftritt. Fazit: Durchaus empfehlenswert, wenn man nicht schon bei NCIS oder schon vorher bei Tom Cruise weggerannt ist.

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16 Antworten zu „Review – Jack Reacher“

  1. Heiko schreibt:

    Das Problem ist halt wirklich Tom Cruise. Ich bin in diesem Fall leider einer der grognardischen Buchvorlage-Fanbois. Die Bücher sind keine große Literatur, aber einige sind durchaus solide. Und ich hab sie halt gelesen, und es vergehen in der Regel keine zwei Absätze, bis irgendwie die Tatsache, das Jack Reacher nunmal knapp zwei Meter groß und gebaut wie ein Profiwrestler ist, in irgendeiner Form relevant wird. Und Tom Cruise ist eine Menge, und technisch gesehen sogar engagierter, rampensauiger und – bei gehörig schwammiger Auslegung des Begriffs – „guter“ Schauspieler. Aber er ist nicht knapp zwei Meter groß und gebaut wie ein Profiwrestler. Und deshalb ist er einfach nicht Jack Reacher. Und deshalb kann der Film für mich leider nicht funktionieren.
    Ist für mich ein bißchen so, als hätte Arnold Schwarzenegger Bilbo Baggins gespielt.

  2. sirdoom schreibt:

    *hehe*

    Vollkommen verständlich. Für richtige Fans der Buchvorlage ist das echt hart zu schlucken. Ich hab nur mal eines gelesen, fand es solide-guten Pulp, mehr aber auch nicht. Deswegen hab ich zumindest was den Faktor Cruise ungleich Reacher angeht keine Berührungsängste.

    Wenn Tom Cruise als nächstes Captain Blackjack Geary spielen würde, würd ich aber wahrscheinlich einen echten Anfall bekommen.

  3. Cunningham schreibt:

    Ich habe seinerzeit den ersten Reacher Roman (Größenwahn) gelesen und fand diesen eigentlich sehr gut.

    Als ich das erste mal hörte, dass Tom Cruise Jack Reacher darstellen sollte, dachte ich auch nur man-oh-man aber Lee Child selbst ist wohl der Meinung, dass Cruise dazu ganz ausgezeichnet in der Lage wäre…

  4. The Nightwatcher schreibt:

    Meine Vorteile sind: ich kenne die Vorlage nicht und ich habe schon lange keinen Tom Cruise Film mehr gesehen. Noch dazu mag ich NCIS – wobei ich niemanden verstehen kann, der es nicht mag! 😉
    Eigentlich wollte ich den Streifen schon damals im Kino sehen, aber bin dann warum auch immer davon abgekommen. Ich bin mal gespannt.

    Jetzt kommt aber noch eine Frage: Wie verbreitet sind diese Jack Reacher Bücher? Sollte man die kennen?
    Wenn nein, dann ist auch die Wahl des Hauptdarstellers egal, weil prinzipiell mehr Zuschauer ihn nicht kennen und es ihnen dann auch egal ist, wenn er nicht aussieht, wie die Vorlage.
    Anders wäre es, wenn es Milliarden Fans weltweit geben würde – siehe Harry Potter – und es dann Abweichungen gäbe.

    P.S.: Wer was mit Action und nem blonden Typen sucht, der gebaut ist wie ein Wrestler, der sollte sich den Link in meinem Namen ansehen bzw. den dazugehörigen Film.

  5. Cunningham schreibt:

    Childs weltweite Auflage liegt bei 60 Millionen in 96 Ländern, lt. Wikidingsbums.
    Das ihn hier in Deutschland ggf. wenige Leute kennen, wundert mich gar nicht…

  6. lawgunsandfreedom schreibt:

    Genau den Roman hatte ich jetzt gefühlte Drölfzig mal in den Händen, als ich im Supermarkt die Büchergrabbelkiste durchwühlt habe. Ich glaub‘ die Pulps könnten mir gefallen. Den Film werde ich boykottieren.

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