„Tempo 120 – Gabriel und Steinbrück am Limit“

Kaum legt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mal eine „fettnäpfchenfreie“ Woche hin, schon muss sich SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel aus der Deckung trauen und sämtliche Ansätze von Aufschwung zunichtemachen, indem er ein allgemeines Tempolimit 120 auf den Bundesautobahnen fordert.

Tempo 120 - LogoVom Verbrauch her und der Unfallgefährdung wäre Tempolimit 120 wohl durchaus sinnvoll, aber wie ziemlich viele Deutsche muss mir das trotzdem nicht gefallen. Sowas wie „auf zweispurigen Autobahnen 120“ oder komplette Digitalisierung der Verkehrsschilder mit an das Verkehrsaufkommen angepassten Geschwindigkeitsbeschränkungen und Tempolimitauflösung bei freier Strecke wären da schon was anderes.

Natürlich hat diese Forderung einen Aufschrei verursacht und Schwarzgelb lacht sich checkig, wo sie doch seit Tagen peinlich berührt überlegen, wie sie aus der aktuellen Amigo-Affäre 2013 in Bayern PR-technisch wieder rauskommen. Und dann kommt der Siggi und ballert, ohne sich mit Steinbrück abgesprochen zu haben, so eine Ladung raus. So wie wir Sigmar Gabriel kennen, ist er sicherlich der Meinung, dass das vollkommen richtig war. Die richtige Erkenntnis aus diesen Geschehnissen ist aber, dass Peer Steinbrück nicht nur gegen CDSU/FDP kämpft, sondern auch gegen die eigene Partei, die wie so häufig anscheinend einfach nicht gewinnen will. Sollte also noch jemand Zweifel an einer weiteren Regierung Merkel haben, die SPD tut alles um es zu ermöglichen.

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11 Antworten zu „Tempo 120 – Gabriel und Steinbrück am Limit“

  1. Joachim schreibt:

    Ich fürchte inzwischen, dass die Genossen nur mit Mühe die 2 vorn schaffen werden, wenn überhaupt-Steinbrück als Kandidat war definitiv ein teurer Fehler. Dabei hätte ich so gern zur Abwechslung mal neue Deppen über mir gehabt…

  2. japan001 schreibt:

    Reblogged this on Ein Blog über den Wahnsinn der Welt und kommentierte:
    Ich denke, dass ein Tempolimit auf deutschen Straßen richtig ist. Natürlich wollen es die meisten Leute nicht hören. Ich finde den Blogbeitrag von SirDoom sehr gut. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und unserer Autobahnen sind ein Hort voller Baustellen und Staus. Ich frage mich wo man hier 120 fahren soll.
    Die deutsche Verkehrspolitik ist meiner Meinung immer noch zu sehr aufs Auto fixiert, dabei sieht man unter der jüngeren Generation wenn man Berichten trauen darf, dass dort das Auto als Statussymbol ausgedient hat. Es wird also Zeit das man sich Gedanken macht, wie man diese Leute die auch ein politisches Gewicht haben und welches mit der Zeit immer mehr steigt, in der Verkehrspolitik berücksichtigen kann. Natürlich wird jetzt von Seiten der CDU/CSU billiger Populismus betrieben um die SPD als „Feind der Deutschen“ darzustellen. Man kann einem Deutschen ja nicht das Auto wegnehmen. Dabei haben andere Staaten ein Tempolimit und in Kanada zum Beispiel wird sehr streng auf die Achtung dieses Limits wert gelegt. Wieso ist das nicht in Deutschland möglich. Es ist also von Gabriel eine gute und lobenswerte Idee, doch wird sie in allgemeinen Aufschrei untergehen.

  3. farmerboy schreibt:

    An der Idee an sich sägt ja auch keiner rum. Es ist nur einfach politisch extrem ungeschickt von Herrn Gabriel. Kennen wir aber ja von ihm ^^

    In Sachen Verkehrspolitik ist Tempo X auf den Autobahnen aber gar nicht so relevant, entscheidender sind meiner Meinung nach eher Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und deren Bezahlbarkeit(vor allem auf dem Land ein echtes Problem) sowie die Energiefrage beim Auto. Ganz an der Spritkutsche vorbei kommen wir nämlich auch nicht..

    Nebenbei ist der Vorwurf an die CDSU wegen Populismus bei dem Thema zwar gerechtfertigt, so aber genauso populistisch zu sehen 😉

  4. 3-6 schreibt:

    Nur ganz kurz:

    Das Auto verliert bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, *die in Städten leben* an Bedeutung. Für Pendler, grad aus dem ländlichen Raum, geht ohne Auto gar nichts.
    Und irgendwelche Leutchen, die mit einer Problematik nichts zutun haben, „beteiligen zu wollen“, weil „die ja politisches Gewicht haben“ ist komplett dumm: Rentner sind wohl das politische Schwergewicht in Deutschland schlechthin, wollt ihr die auch bei der Netzpolitik einbinden?

    Ich glaube nicht, Tim …

  5. XDragoon schreibt:

    Ja, im ländlichen Raum oder auch für die Verbindung zwischen Wohnort im ländlichen Raum und Arbeitsplatz im urbanen Raum sind viele auf ein Auto angewiesen. Aber wie stark wäre wirklich die Einschränkung bzw. die zeitliche Verlängerung gerade in diesem Berufsverkehr wenn dabei auf Autobahnen ein Tempolimit von 120km/h besteht? Auch wenn man das nur auf diejenigen bezieht, die überhaupt auf dem Weg zur Arbeit Autobahnen benutzen, vermute ich, dass es für diesen Verkehr eher wenig ausmacht. Wenn jemand eine Studie kennt, die das bestätigt oder widerlegt: nur her damit!
    Es gibt aber übrigens auch von anderer Seite her Forderungen nicht nur nach Tempo 120 auf Autobahnen sondern auch für 80km/h auf Landstraßen und 40km/h innerorts: http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article13767577/Umwelt-und-Verkehrsverbaende-fordern-Tempo-40.html

  6. farmerboy schreibt:

    Da sollte man eher über weniger Verbrauch bei den KFZ sowie anständige Filter nachdenken – es kann nicht der Sinn sein es den Leuten schwerer zu machen in die Zentren zu kommen.
    Öffentliche Verkehrsmittel können das zwar Problem zwar abmildern, aber die müssen 1. VOR dem Rückbau der Straßen etabliert sein und dann auch nach 2. bezahlbar.
    Und auch dann bezweifle ich daß man viele Erwachsene mit 2 Kindern + Einkauf im Bus sehen wird. Oder würdet ihr euch das antun? 😉

  7. sirdoom schreibt:

    Als jemand der aus einer Kleinstadt kommt, wo drumherum in alle Richtungen min. 100km nichts von Bedeutung ist: Ohne Auto bist du da angeschissen, Ende. In einer Großstadt, bzw. dicht besiedelten Gebieten kann man VIEL mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, aber in der Pampa geht das gar nicht.

    Allerdings wollen wir nicht ganz ablenken: Tempolimit UNGLEICH Autoverbot*g* 😉

  8. 3-6 schreibt:

    Ich finde auch, dass man alle Straßen, die nach BaWü führen, rückbauen sollte. Und die Bahnlinien. Und die Flughäfen. Und dafür dann einen anti-schwäbischen Schutzwall errichten =)

  9. sirdoom schreibt:

    Wer will das nicht? 😉 Aber ich hab mir sagen lassen, dass die Signalwirkung katastrophal wäre. Innerhalb kürzester Zeit wären die meisten Bundesstaaten Deutschlands nicht mehr erreichbar und ummauert.

  10. 3-6 schreibt:

    Alle Länder bis auf eines können sich das aber gar nicht leisten 😉

  11. sirdoom schreibt:

    Hach, ich denke wir würden alle staunen, wo da plötzlich alles Geld vorhanden wäre, wenn das auf der Agenda stehen würde und erlaubt wäre*g* 😀

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