„Keine Anhaltspunkte für systematische Kriminalität“

Zwei Meldungen aus dem Bereich Banken und Währungen, die im Zusammenhang ein gepflegtes „What the fuck???!!!“ ergeben.

Digitalwährung Liberty Reserve: US-Justiz ermittelt in gigantischem Geldwäscheskandal. Es soll der größte Geldwäschefall aller Zeiten sein: Über das digitale Bezahlsystem Liberty Reserve wurden laut US-Ermittlern sechs Milliarden Dollar illegal in den Wirtschaftskreislauf geschleust. Die Firma soll „die Bank der Wahl für die kriminelle Unterwelt“ gewesen sein. [Link]

Keine Anhaltspunkte für systematische Kriminalität - LogoBei der Untersuchung der Affäre um manipulierte Zinssätze wie etwa Libor hat die deutsche Bankenaufsicht [Bafin] bisher keine Anhaltspunkte für systematische Kriminalität entdeckt. [Link]

Genau, bei der einen Sache maipulieren zig Banken die Zinssätze und verursachen weltweit einen Billionenschaden und es sind absolut keinerlei Anhaltspunkte für systematische Kriminalität erkennbar. Bei der anderen Sache wurden ein paar Kleinkriminelle erwischt, was man dazu nutzt endlich einen Ansatzpunkt zu haben, digitale Währungen unter staatliche Kontrolle zu bringen – Bitcoin is next! – und daraus basteln wir eine große, kriminelle Finanzverschwörung, während Großbanken wie z.B. die HSBC solche Stunts regelmäßig durchziehen und sich mal eben freikaufen [Link]. Hatten wahrscheinlich vorher nicht genug an die richtigen Stellen gespendet.

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