„Review – Children of Bodom – Halo of Blood“

Die Melodic Death Metal Kinder vom Bodomsee haben mal wieder ein neues Album eingeknüppelt und da ich hier viel zu wenig zum Thema amtliche Abrissbirnen habe, kann man das ja gleich mal geschickt verbinden. Warnung: Kann Spuren von latentem Fachjargon beinhalten!

COB - Halo of Blood - LogoUrsprünglich waren Children of Bodom für folgendes bekannt: Überfrickelnde Gitarren vs Keyboard-Duelle, technische Hochklassigkeit, Leadsänger Laihos „archaische“ Stirn und Texte aus dem Fuck-you-all plus Slasher-Horror – Bereich. Was sich im Grunde genommen eigentlich nicht geändert hat. Die Texte sind elaborierter geworden, der anhaltende Dauer-Bierkonsum hat bislang zu keinen technischen Ausfallerscheinungen geführt, bei den letzten Alben mangelte es etwas an den ausufernden Gitarre vs Keyboard-Duellen, aber Laiho kann immer noch jederzeit als Lichtdouble für Primaten herhalten, was in keinster Weise seine überragenden Fähigkeiten an der Gitarre schmälern soll!

COB - Halo of Blood CoverAber kommen wir zur aktuellen Langrille Halo of Blood, die endlich mal wieder ein schickes Cover hat, bei der Titelwahl eine gewisse Coolness durchblicken lässt und im Gegensatz zu den Vorgängern wieder mehr amtliches Gefrickel bietet. Wobei man das Cover-Album Skeletons in the Closet natürlich ausklammern muss – und nebenbei nochmal die COB-Fassung des Pat Benatar – Klassikers „Hell is for Children“ loben muss. Aber zurück zu Halo of Blood, was trotz seiner Besinnung auf Trademarks der klassischen Bodom-Ära, auch ein paar Überraschungen bereithält, wie z.B. „Dead Man’s Hand On You„, was mit doomig-epischer Langsamkeit und wärmerer Klangfarbe erfreut, während „Screaming for Silence“ im Midtempobereich eine wundervolle Symbiose aus Abrissbirne und Eingängigkeit eingeht. Natürlich hängen auch wieder zwei Coversongs an der japanischen Version dran, die allerdings gegen die „Skeletons…“ – Sammlung eher lau aussehen und den Aufpreis jetzt nicht wirklich lohnen. Und wenn man schon Roxette covert, dann doch richtig und nicht mit Sleeping in my Car, was auch so, mit etwas Fantasie, fast als Rocksong durchgeht.

COB - Halo of Blood LPCOB haben sich mit Halo of Blood nicht neu erfunden oder sich auf „ihre Wurzeln“ besonnen, sondern werkeln weiter an einer Kombination aus alten und neuen Einflüssen, die hier wieder wesentlich besser funktioniert als bei den Vorgängeralben und richtig Spaß macht und Gehörgänge freipustet. 4 von 5 Donkey Kongs für Halo of Blood.

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