„Review – White House Down“

WHD - LogoNeulich habe ich dem blutigen Stirb Langsam Gedächtnis-Film Olympus Has Fallen 4 von 5 MP5s gegeben. White House Down von Roland Emmerich hat eigentlich dieselbe Story, bloß als maximal PG-13-ausgereizter, im liberalen Hollywood zu verordnender Blockbuster (siehe Dueling Movies).

WHD03Hauptsächlich um seine an allen Weißes Haus-bezogenen Dingen interessierte Nerd-Tochter Emily (Joey King) zu beeindrucken, bewirbt sich Polizist und Ex-Soldat John Cale (Channing Tatum, u.a. Haywire) beim Secret Service um einen Job als Personenschützer des US-Präsidenten James Sawyer (Jamie Foxx, u.a. Django Unchained). Das Vorstellungsgespräch mit der stellvertretenden Sicherheitschefin des Weißen Hauses, Carol Finnerty (Maggie Gyllenhaal), verläuft mehr als suboptimal, da man sich vom College kennt und Finnerty Cale für verantwortungslos hält. Der abgewiesene Cale nimmt seine Tochter trotzdem mit auf eine Besichtigung des Weißen Hauses, als die Hölle losbricht und eine paramilitärische Einheit, die über alle Sicherheitsprotokolle informiert zu sein scheint das Weiße Haus überrennt und besetzt. Und der Leiter der Secret Service-Abteilung des Präsidenten Martin Walker (James Woods) ist eigentlich schon in Rente.  Nur mit Cale hat niemand gerechnet.

WHD02Emmerich-Filme sind so eine Sache. Viele hassen sie – Mulder pinkelt im Akte X – Film auf ein Independence Day – Plakat – aber trotzdem werden sie von vielen Leuten gesehen. Persönlich mag ich z.B. Stargate, wobei die Serie im Endeffekt dann besser wurde als der Film, zumindest im Laufe der Zeit, oder auch Independence Day eigentlich ganz gerne. Der Patriot und sogar seine letzten beiden Katastrophenfilme waren zumindest optisch anschaubar und nicht zum schreiend wegrennen. Wer allerdings eine grundsätzliche, „muldersche“ Emmerich-Allergie hat, sollte auch diesmal Abstand nehmen.

WHD - LimoWhite House Down wurde in den USA ziemlich zerrissen, weil die üblichen Emmerich Versatzstücke – zerrissene Familie findet irgendwie zusammen, vollkommen unpassende Gags mitten in der Zerstörung, schlechte Dialoge und SFX-Overkill – natürlich auch wieder zu finden sind. Allerdings für Emmerichs Verhältnisse in kleinem Rahmen und relativ verdaubar. Viel schlimmer ist hingegen Emmerichs „Fehler“ seinem inneren Liberalen mal freien Lauf zu lassen. Statt männlich-patriotisch Nordkoreaner abzuknallen (siehe Olympus Has Fallen^^) wird hier eine inneramerikanische Verschwörung des militärisch-industriellen Komplexes durchgezogen, weil der schwarze US-Präsident – Foxx ist ein idealisiertes Obama-Abziehbild, inklusive Familie, der dazu auch noch nebenbei als lustiger Nerd-Sidekick des Helden dient – die Truppen aus Nahost abziehen will und einen richtigen Friedensplan hat.

WHD04Da bekommt der konservative US-Amerikaner spontan Schnappatmung und Pickel, erst recht wenn zum Finale ein Akt ziviler Aufopferung und des Widerstandes zum Happy End beiträgt. Ganz ekelig! Aber man muss durchaus zugestehen, dass Emmerich gute, für die Freigabe recht heftige, Action abliefert und sein Blockbuster zwar ziemlich am schlingern ist, aber trotzdem meistens die Kurve noch erwischt. Durchaus unterhaltsam, wenn auch definitiv kein muss. Aber trotzdem weitaus besser als gewisse andere Plastiksoldaten. Insgesamt 2,5 – 3 von 5 Airforce Ones

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