„Polit-Terror – Inflation im deutschen Wahlkampf“

AfD – Chef Lucke wird im Wahlkampf attackiert. Die üblichen Verdächtigen  aus dem rechts-libertären Spektrum und Jan Fleischhauer rufen „Terror!„, „Weimarer Zustände!“ und „Keine Unterscheidung zwischen Recht- und Linksextremismus, wobei letzterer viel schlimmer ist!“ Dazu muss man gar nicht die Genreseiten wie PI-News aufrufen, wo teilweise ganz offen von Rache gesprochen wird und wie man die „linken Parasiten beseitigen“ wird. Schon die seichte Rethorik Fleischhauers in seinem aktuellen Artikel Der Schwarze Kanal: „Nazis, verpisst euch!“dessen Linktitel mit „Fleischhauer-Kolumne: Terror von links im Wahlkampf“ leicht anders lautet – reicht zu Erkenntniszwecken vollkommen aus.

Politterror - LogoWir brauchen uns über den Grund der Geschichte gar nicht streiten: Gewalttätige Ausschreitungen gegen demokratische Parteien – wie wenig man sie, bzw. einige der Basismitglieder, auch mögen mag – im Wahlkampf sind indiskutabel! Was daraus allerdings gefolgert wird, ist eine andere Geschichte. Womit wir bei der oben verlinkten Fleischhauer-Kolumne sind.

Klassischer Auftakt: Drehen wir doch mal die Rollen um, dann wäre der Aufschrei riesig. Aber da linke Gewalt akzeptiert ist, schweigen die Mainstream-Medien das tot und „wir“ armen Opfer sind alleingelassen mit diesem Angriff auf die Demokratie. So ungefähr ist die Kernaussage der Einleitung. Haken dabei: Was passiert wohl wenn man bei Google News nach „Angriff auf AfD“ sucht? Jedes Nachrichtenmedium Deutschlands hat darüber berichtet und den Angriff verurteilt – abseits des linken Untergrundes vielleicht. Womit der Punkt schon mal als gelogen abgehakt werden kann. Gleichzeitig wird impliziert, dass eine Terrorwelle von links durch die Republik rollt und alle bürgerlich-liberalen Kräfte angreift. Opferrolle zur Verwirklichung der Kritikimmunität kommt da als Stichwort hoch, denn meines Wissens nach waren es keine Linksextremisten, die jahrelang durch Deutschland gereist sind und Menschen ermordet haben. Witzig: Über Bombenattentate auf Mitglieder der linken politischen Szene berichtet wirklich kaum jemand und als Nicht-NPDler in den national befreiten Zonen Deutschlands Wahlkampf machen, ist eine ganz andere und gefährliche Herausforderung. Aber das zählt wahrscheinlich nicht. Die haben es ja verdient. Womit Fleischhauer dann den großen Bogen zu seinen Lieblingshassobjekten zieht. Die bösen 68er und die Grünen. Denn alles hängt in einer großen, linken Verschwörung zusammen, während man Stalin im linken Untergrundlabor klont.

Fazit: Gewalttätige Übergriffe im Wahlkampf gegen demokratische Parteien sind zu verurteilen, finden aber andauernd statt. Dagegen mus man angehen, aber man sollte vielleicht nicht die Perspektive verlieren und Zustände herbeifabulieren, die nicht der Realität entsprechen. Deutschland 2013 ist nicht Weimar, auch wenn einige es gerne herbeireden würden.

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2 Antworten zu „Polit-Terror – Inflation im deutschen Wahlkampf“

  1. derseltsamedoktor schreibt:

    Den Fleischhauer darf ich gar nicht lesen, da bekomm ich nur zu hohen Blutdruck…
    Den kann ich noch weniger ausstehen als den Augstein oder den Lobo.
    Im Ernst, der Kerl schreibt einen solchen Käse zusammen, dagegen liest sich die Polemik der Bild noch manchmal als gemäßigt.

  2. sirdoom schreibt:

    Aber nicht vergessen, die BLÖD hat noch Geheimwaffe Franz-Josef Wagner in der Hinterhand 😉

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