„Review – Lone Ranger“

LR - LogoEine Gruppe von Texas Rangern, die den Schurken Butch Cavendish (William Fichtner, u.a. Drive Angry und Elysium) und seine Bande verfolgen, gerät in einen Hinterhalt. Nur John Reid (Armie Hammer) überlebt. Er wird vom Indianer Tonto (Johnny Depp, u.a. Fluch der Karibik 4 – Fremde Gezeiten, Dark Shadows und The Tourist) gefunden, der ihm fortan zur Seite steht. Maskiert und mit der Hilfe von Tonto und dem weißen Hengst Silver, macht sich Reid auf den Weg, um sich an der skrupellosen Bande zu rächen. Doch der wahre Bösewicht lauert abseits der Wildnis und hat weitaus schlimmere und weitreichendere Dinge vor.

LR01Gore Verbinski und Jerry Bruckheimer machen für Disney eine neue Fassung des Lone Ranger. Einer komplett veralteten Figur, die außerhalb der USA keine Sau kennt. Und darin investiert man 215 Millionen U$D – ohne Werbung – wo doch alle Western-Neuinterpretationen der letzten Dekaden gescheitert sind, wie z.B. Wild Wild Westden ich übrigens in Hinsicht auf Steampunk-Gadgets durchaus ziemlich witzig finde – oder Cowboys&Aliens. Um diese Mankos auszugleichen, hat man sich dazu entschieden aus dem Lone Ranger einfach Fluch der Karibik im Wilden Westen machen!

LR02Statt Schiffen gibt es Eisenbahnen, statt Piraten Indianer und Banditen, statt Schiffskanonen gibt es Gatling Guns, statt einem Goldschatz gibt es einen Silberschatz und beides ist jeweils nur ein Vorwand. Bei Fluch der Karibik ist es die East India Company, die ein neues Zeitalter einleiten und politische und wirtschaftliche Macht übernehmen will, bei Lone Ranger ist es [spoiler] die Transcontinental Train Company die ein neues Zeitalter einleiten und wirtschaftliche und politische Macht übernehmen will [/spoiler].

LR03Bei Fluch der Karibik lernt Legolas sich nicht auf die staatlichen Institutionen zu verlassen, bei Lone Ranger der Lone Ranger. Einziger Unterschied: Statt einer jungen Action-Gouverneurs-Tochter gibt es eine Mutter mit Kind die weitaus mehr dem Damsel in Distress – Muster entspricht, was schon mal ein Rückschritt ist. Vorteil Lone Ranger: Plot Devices und Vorbereitungen für spätere Aufdeckungen sind wesentlich lustiger, besser und weniger verwirrend geplant als bei den letzten Fluch der Karibik-Teilen. Und die Chemie zwischen Armie Hammer und Johnny Depp ist weitaus besser! Bei Fluch der Karibik war es ja nachher quasi eine Johnny Depp-Show und der Rest so Beiwerk, was nicht so wichtig war.

???????????????Dabei ist es gar nicht schlimm, dass Lone Ranger Fluch der Karibik im Wilden Westen ist, es macht ja Spaß und das Rezept funktioniert. Allerdings ist Lone Ranger – genauso wie Teil 2&3 von Fluch der Karibik – zu lang und kann sich nicht so richtig entscheiden, ob er mehr gen leichte Komödie oder doch grimmiger Western will, wobei dann zwischen den verschiedenen Stimmungslagen die Balance nicht immer stimmig ist. Trotzdem erstaunen die Verrisse, denn Lone Ranger funktioniert trotzdem und ist keinesfalls ein schlechter Film. Allerdings muss man auch zugeben, dass er kein überragend guter Film ist. Unterhaltsamer Blockbuster nach Fluch der Karibik-Strickmuster. Nicht mehr, nicht weniger: 3 von 5 rauchenden Colts.

>>> Lone Ranger Trailer

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2 Antworten zu „Review – Lone Ranger“

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