„Review – John Ringo – Under A Graveyard Sky“

UaGS - Article LogoJohn Ringo, erfolgreiches Enfant Terrible der US-SciFi-Szene, ist schon ein spezieller Fall. Wenn man dafür gerüstet ist, regelmäßig aufploppende WTFs? à la „Fox News IST fair and balanced!“ oder die komplette Paladin of Shadows-Reihe – Oh no, John Ringo, NO! – mit Humor zu nehmen oder auszublenden, dann wird man mit knackiger, nerdiger, gut geschriebener, action- und ideenreicher SciFi belohnt. Ob es die nun die Empire of Men/Marduk-Reihe mit David Weber ist, das Legacy of Aldenata/Posleen-Universum oder die Troy Rising/Planetenkrieg-Reihe.

UaGS - CoverSeine neueste Reihe Black Tide Rising beginnt mit Under A Graveyard Sky, wird nächstes jahr mit To Sail A Darkling Sea und Island of Rage fortgesetzt. Ringo hatte sich über einige Aspekte des Zombie-Genres geärgert, kombiniert das mit seiner Leidenschaft fürs Segeln und da er die Zombie-Apokalypse als unvermeidlich sieht – The inevitable Zombie Apocalypse – musste daraus einfach ein Roman werden.

TSaDS - Cover

Zombies sind real! Und wir haben sie erschaffen! Sind Sie bereit für die Zombie-Apokalypse? Familie Smith ist es, mit Hilfe einiger Marines und der Küstenwache. Als eine luftübertragene Zombie-Seuche auf die Menschheit losgelassen wird, die die Zivilisation in kurzer Zeit zusammenbrechen lässt, flieht Familie Smith – Vater Steven, Mutter Stacey und die Töchter Sophia und Faith – mit einem Segelboot aufs offene Meer, um dem Chaos und der Vernichtung zu entgehen. Ihr Plan ist es einen sicheren Hafen zu finden und abzuwarten, bis sich die Lage beruhigt hat. Aber das Meer ist nicht leer. Tausende Schiffe mit Überlebenden und Horden voller Zombies bevölkern die Meere und Hoffnung gibt es nur, wenn jemand sich daran macht gegen die Umstände anzukämpfen. Die Smiths und ihre wenigen Helfer leben unter einem „graveyard sky„, während sie versuchen Menschen aus den Schlachthäusern der See zu befreien.

IslandRageUnder A Graveyard Sky ist eine zwiespältige Sache. Der Anteil an Author Tracts zum Thema „konservative-libertäre US-Amerikaner ftw“ hält sich relativ in Grenzen und wer mit anderen Ringo-Geschichten klar kommt wird hier nicht schreiend wegrennen. Der Ansatz ist gut, es gibt überzeugende und spannend Pseudo-Wissenschaft, von der sich das ganze Zombie-Genre durchaus ein paar Scheiben abschneiden könnte und die Geschichte hat Action, lesenswerte Schauplätze und ziemlich coole Szenen. Der Haken liegt eher in der Aufteilung des Buches. UaGS ist in zwei Teile aufgesplitted, den Anfang an Land, die Entwicklung der Apokalypse, wie die Weltgesundheitsbehörde einen aussichtslosen Kampf kämpft, wie eine ziemlich brutale Impfmethode gefunden wird und die Welt wie wir sie kennen trotzdem untergeht. Schnitt – und wir sind auf See und entern Zombieverseuchte Schiffe. Immer wieder. Und der Endgegner ist ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Man hat die ganze Zeit den Verdacht, dass der erste Teil nur das lange Intro ist, oder nicht zu Ende geschrieben wurde, während der zweite Teil eigentlich zum zweiten Band der Reihe, To Sail A Darkling Sea, gehört. Und mit 360 Seiten liest es sich irgendwie zu kurz und unfertig, was zwar auch daran liegt, dass Ringo gut schreiben kann, aber in diesem Fall eher der Aufteilung geschuldet ist. Spaß macht das alles trotzdem, aber halt doch mit Schwächen. Insgesamt 3,5 von 5 Kettensägen.

Wer selber einfach mal in die ersten Kapitel von Under A Graveyard Sky reinlesen will, kann dies hier tun.

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4 Antworten zu „Review – John Ringo – Under A Graveyard Sky“

  1. Agent Pöhlemann schreibt:


    Review, please!
    Das muss doch ein Klassiker werden!

  2. sirdoom schreibt:

    o.O wtf?

    Wenn wir aber schon dabei sind: Zu Under A Graveyard Sky passt allerdings wesentlich besser das hier – natürlich mit mehr Knarren und Schiffen und Meer…

  3. sirdoom schreibt:

    Da – wie wir seit neulich wissen – niemand von diesen Ponys verschont wird…

  4. Pingback: “Danke deutsche Verlage – Wieder ein Autor den ich von jetzt an nur noch im Original lese” |

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