„Review – The World’s End“

TWE - Logo20 Jahre nach ihrem Schulabschluss versuchen 5 Freunde ihren damals abgebrochenen Pub-Crawl in ihrem Heimatkaff Newton Haven doch noch abzuschließen. Dies geschieht anfänglich eher widerwillig, denn der Freundeskreis von damals hat sich voneinander entfremdet und so einige unausgesprochene Geheimnisse liegen den Freunden auf der Leber. Doch der erneute Versuch verwandelt sich schnell in das Abenteuer, was damals zu früh endete. Mitten auf ihrer Tour über die goldene Pub-Meile des Kaffs stolpern sie über die Invasion von Fremden, alte Liebschaften und der letzte Pub der Tour ist nur noch ein Pint entfernt, im The World’s End.

TWE01Nach dem gefeierten Shaun of the Dead und dem unterbewerteten Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis ist The World’s End der dritte Teil der von Simon Peggs (u.a. Star Trek/Star Trek Into DarknessMission Impossible 4 Phantom-Protokoll und Paul – Ein Alien auf der Flucht) und Edgar Wrights Blood-and-Ice-Cream-Trilogie, die unter Eingeweihten auch oft in der Kurzform „Cornetto-Trilogie“ genannt wird. Und was haben wir das alle vermisst. In einer hopfigen Mixtur aus Shaun of the Dead, Hot Fuzz, Die Frauen von Stepford und allen anderen SF-Invasionsfilmen der 40er-60er, gepaart mit einem Schuss 80er Jahre Coming of Age, werden hier keine Gefangenen gemacht.

TWE02Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Rosamund Pike (u.a. Zorn der Titanen und Jack Reacher) und Pierce Brosnan haben sichtlich Spaß an ihren Rollen und sind sich für keinen Unsinn zu schade. Gerade in der ersten Hälfte sitzt der flinke und gut getimte Gesprächswitz, bevor es dann, passend zum Zustand der Charaktere, etwas derber zugeht. Man muss allerdings kein Bier intus haben, um die ganze Geschichte witzig zu finden, das alles funktioniert auch vollkommen nüchtern. Es hilft allerdings, schon mal an einem epischen Pub-Crawl teilgenommen zu haben.

TWE03Die deutsche Synchro ist ziemlich gut, allerdings gehen dabei die zahlreichen Musikzitate verloren. Also O-Ton, wer es sich zutraut, es muss sich aber keiner für die deutsche Fassung schämen. Zum Thema Dueling Movies: Neulich erst versuchte sich Seth Rogen an teilweise ähnlichem Material mit Das ist das Ende. Um es kurz zu machen: Bis auf 1-2 kleine Lichtblicke in Das ist das Ende, verliert dieser in jeder Hinsicht gegen The World’s End. Der Trailer ist übrigens doch recht spoilerbeladen, also auf eigene Gefahr ansehen.

Denn The World’s End ist im Gegensatz zum US-Ansatz witzig, spannend und frech, voll geschliffener Dialoge und Wortspiele und liefert dabei auch noch jede Menge Action. Aber zurück zur Hauptattraktion: 4 von 5 blutigen Pints und aus gegebenem Anlass und zur filmischen und musikalischen Bildung ein gepflegtes „hey now, hey now now…

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9 Antworten zu „Review – The World’s End“

  1. sirdoom schreibt:

    Für jede Menge Meta-Kontext und warum The World’s End weit mehr ist, als er auf den ersten Blick zu sein scheint (Ring der Nibelungen/Wagner/Sisters of Mercy – This Corrosion, König Arthus, etc.) verweise ich einfach mal auf 25 More Pints: Revisiting The World’s End von A.D. Jameson

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