„Review – The Colony“

2045 – Nachdem man ein Netz von Wetterkontroll- und -manipulationsanlagen gebaut hat, um die globale Erwärmung aufzuhalten, spielen die Anlagen verrückt, das Klima kippt und eine neue Eiszeit setzt ein. 90% der Weltbevölkerung sterben und wenige, glückliche Überlebende finden Unterschlupf in Bergwerken und anderen unterirdischen Anlagen. Aber die Vorräte werden immer knapper und tödliche Krankheiten breiten sich aus, während die Bunkermentalität innerhalb der Gruppe in Kolonie 7 zu einer explosiven Mischung führt. Da geht ein Notruf der Schwesterkolonie 5 ein und Anführer Briggs (Laurence Fishburne) bricht mit dem jungen Graydon (Atticus Dean Mitchell) und Mechaniker Sam (Kevin Zegers) auf, um herauszufinden, was da vor sich geht, während der grantige Mason (Bill PaxtonDer einzige Mensch, der von einem Alien, dem Terminator und einem Predator gekillt wurde. „Game over man, game over!“) in der Heimatkolonie aufpassen soll.

The Colony - LogoThe Colonyauf Deutsch mit dem englischen Anhängsel „When Hell Freezes Over“ *sigh* – ist ein richtig schöner und solider B bis C Sci-Fi-Action-Horror-Thriller, der für sein schmales Budget richtig gut aussieht und durchaus mit bekanntem Schauspielpersonal aufwarten kann. Gerade was die Drehorte und die visuellen Effekte angeht, dürften sich weitaus teurere Filme ab und an durchaus mal eine Scheibe abschneiden. Witziger Patzer: Der Oberbösewicht kann über digitale Löcher in verrotteten Brücken einfach drüberlaufen. Für den Plot hat man aus allen Ecken des Postapokalyptischen Standards geklaut und daraus eine Kombination gebastelt, bei der Plotelemente auch einfach mal verschwinden können, die aber insgesamt durchaus funktioniert.

The Colony01Natürlich gibt es die üblichen Post-Apokalypsen-Probleme und wenn man zu viel nachdenkt, dann geht die Fragerei los, warum XYZ noch funktioniert, wo die Schminke herkommt, usw. Aber dann kann man sich das Genre auch gleich sparen. Ungefähr in der Mitte ärgert man sich wirklich für ca. 5-10 Minuten etwas, weil bei den Hauptcharakteren erstmal munter der Idiot Ball rumgereicht wird, damit die zweite Hälfte des Films in Gang kommt. Vom Härtegrad ist die Sache her durchaus gediegen, aber nicht außergewöhnlich hart. Die Uncut FSK 18-Einstufung dürfte einer einzigen Szene und dem Nebenthemenbereich Kannibalismus geschuldet sein. Fazit: Durchaus sehenswerter Genre-Film mit ein paar Schwächen, 3,5 von 5 Genre-Eiszapfen.

Im Zusammenhang empfehle ich übrigens nochmal den physisch und psychologisch deutlich härteren und auch besseren The Divide, der allerdings auch einen ganz anderen Anspruch hat.

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2 Antworten zu „Review – The Colony“

  1. Medizinmann schreibt:

    war das nicht auch der Snowpiercer Hintergrund ?
    Wäre ja schon Cool wenn es einen Cameoauftrit von dem Zug gäbe …..

    Mit eiskaltem Tanz
    Medizinmann

  2. sirdoom schreibt:

    Na ja, quasi als Prequel, zum Zeitpunkt kurz nach der Apokalypse. Ist aber nen bisserl hergeholt. 😉

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