„Movies of the Year 2013“

Und da ist es dann vorbei, das Filmjahr 2013. Insgesamt ein doch recht durchwachsener Jahrgang, gerade auch im Vergleich zu 2012. Es gab durchaus viele annehmbare Filme, die weit entfernt davon sind schlecht zu sein, aber die richtigen Granaten waren doch sehr spärlich gesäht.

Movies of the Year 2013 - LogoDer Film des Jahres 2013 ist – nach einigem Überlegen – dann doch recht eindeutig Gravity. Wie Alfonso Cuarón ein Kammerspiel im Weltall so rasant, atemlos und optisch opulent umsetzt ist schon wirklich grandios. Für genau sowas wurde das Kino gemacht. Da kann man sich an Kleinigkeiten ärgern oder sich über das Casting ärgern. Alles irrelevanter Kleinkram. Der Kinetik und Durchschlagskraft von GRAVITY kann sich eigentlich keiner entziehen.

In der Sci-Fi-Ecke prügeln sich gleich mehrere, durchaus kontroverse Kandidaten. Bei Oblivion stört viele Tom Cruise und die Story war auch noch nie Joseph Kosinskis Stärke. Bei Neill BlomkampElysium wurde von vielen bemängelt, dass die Botschaft manchmal doch mit dem Holzhammer eingeprügelt wurde. Pacific Rim ist hingegen ein Love it or hate it – Film. Der japanophile Mecha und Kaiju-Fan ist entzückt, der Rest vermisst Guillermo del Toros übliche Brillanz. Am Ende gewinnt dann ELYSIUM als bester Sci-Fi-Film 2013, auch dank Sharlto Copleys  C.M. Kruger, einem der besten Comic-Schurken der letzten Jahre.

Bester Horrorfilm 2013 ist hingegen recht eindeutig und mit Abstand EVIL DEAD, ein Blutbad sondergleichen, eines der wenigen Remakes, was sowohl das Original anerkennt, aber trotzdem erfolgreich seinen eigenen Weg geht. Army of Darkness-Bonus mit eingerechnet!

Bei den besten Comicverfilmungen 2013 teilen sich Iron Man 3 und Thor 2 – The Dark Kingdom den zweiten Platz. Beide hatten ihre besonderen Stärken (Robert Downey Jr. und Tom Hiddleston) und waren sehr unterhaltsam, aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich beides nicht.

Der beste Heist-Thriller 2013 ist diesmal etwas fantastisch und unerwartet. DIE UNFASSBAREN – Now you see me hatte ich ursprünglich so gar nicht auf dem Radar und wurde sehr positiv überrascht. Man muss sich allerdings auf die Taschenspielertricks einlassen und sich bewusst hinter Licht führen lassen. Eine lobenswerte Erwähnung auf Platz 2 bekommt Trance, Danny Boyles zünftiger, britischer Mindfuck.

Meine Entscheidung für die beste (Action-) Komödie 2013 wird sicherlich kontrovers aufgenommen werden. Ich kenne nämlich durchaus einige Leute, die damit so gar nichts anfangen können oder sich gar aktiv davon gestört fühlen. Aber THE WORLD’S END hat einfach Stil, Humor und den Willen mit dem üblichen Schema und Happy End zu brechen. Bei Betonung auf Action statt Komödie landet übrigens Hänsel und Gretel: Hexenjäger auf Platz 2. Tommy Wirkolas Märchensplatter hat ausreichend tote Hexen hinterlassen!

Ehrenwerte Erwähnungen 2013: Riddick war der beste Hartfaustfilm des Jahres, so gar nicht ernstzunehmen, dann aber durchaus sehr unterhaltsam. Olympus Has Fallen war die beste Stirb Langsam-Verfilmung des Jahres, gerade im direkten Vergleich mit dem bedauerlichen Stirb Langsam 5, der mit einem anderen Titel und anderen Charakternamen sogar gar nicht so mies wäre. Bester Tarantino-Film 2013 und Bester Western 2013gab ja sonst nichts anderes – war Django Unchained.

Geheimtipps 2013 wo ich teilweise zu keiner Review gekommen bin und sie deshalb hier mal unauffällig anpreise: Don Jon, grandios witziges, versautes und herzerwärmendes Regiedebüt von Joseph Gordon-Levitt [Link: Don Jon Trailer]. Warm Bodies, eine Teenie-Zombie-Romanze, die erstaunlicherweise richtig gut gut funktioniert. Für alle Rennsportfans führt hingegen absolut kein Weg an Rush vorbei, der satte 4 von 5 Vroooooms einheimst [Link: Rush Trailer]. Wo wir gerade dabei sind: Man kann durchaus auch mal einen Blick auf Jim Jarmuschs Only Lovers Left Alive werfen, wo sich Tilda Swinton und Tom „Loki“ Hiddleston schauspielerisch austoben dürfen. Und dann wäre da natürlich noch Refns Fiebertraum-Provokation Only God Forgives, die man liebt oder hasst.

Besonders negativ aufgefallen sind mir 2013 übrigens die Rohrkrepierer Spring Breakers, Ender’s Game, After Earth und Man of Steel mit Subtext.

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2 Antworten zu „Movies of the Year 2013“

  1. XDragoon schreibt:

    Dir ist bewusst, dass die Schlagwortliste beinahe so lang ist wie der Artikel? Und warum schreibst Du Quentin Tarantino klein?

  2. sirdoom schreibt:

    Die Schlagwortliste ist wenn überhaupt 1/3 so lang wie der Text und ja, das ist schon etwas ausgeufert. Hab halt die vorhandenen Schlagwörter einfach aus den Artikeln kopiert. Und Gott verfluche SEO, aber ohne geht es ja leider nicht mehr…*grlm*. Warum Tarantino da kleingeschrieben steht, entzieht sich meines Wissens, ich vermute WP-Autoadjustement, ich versuch das mal zu ändern.

    Update: Ich hab es jetzt 2x geändert, WP setzt es immer wieder auf klein zurück und aktuell wird es unterm Artikel nicht mal angezeigt…

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