„Review – The Wolf of Wall Street“

TWoWS - LogoNew York in den frühen 1990er Jahren. Der aufstrebende, junge Aktienhändler Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) gründet Anfang der frühen 90er in New York die Maklerfirma Stratton Oakmont und wird mit Geschäften am Rande der Illegalität zum Multimillionär und zum Shootingstar der New Yorker Börse. Der „Wolf of Wall Street“ kennt aber schnell keinerlei Hemmungen mehr. Neben Sex, Drogen und Dekadenz gerät auch seine Gier bald vollkommen außer Kontrolle und er wendet sich mit seiner „Wolfsbande„, darunter sein Kumpel Donnie Azoff (Jonah Hill), den wirklich illegalen Geschäften zu. Schon bald gerät er mit FBI-Agent Patrick Denham (Kyle Chandler) aneinander, was ihn allerdings eher noch weiter anspornt. Aber je größer ein Kartenhaus wird, desto schneller bricht es am Ende zusammen.

TWoWS01Martin Scorseses The Wolf of Wall Street ist eigentlich eine unglaublich altmodische, rabenschwarze College-Komödie. Da wird ausdauernd geflucht, nackte Tatsachen reihen sich an nackte Tatsachen und der Drogenmissbrauch würde jeden normalen Menschn töten. Und dann ist da unendliche Gier nach mehr Geld, denn damit kann man mehr Drogen, mehr Prostituierte und noch mehr Drogen kaufen. Und auch wenn das Wolfsrudel einen ahnungslosen Kunden nach dem anderen abzockt, so sind sie ansonsten doch ziemliche Idioten, die absolut nichts auf die Reihe bekommen.

TWoWS02Da kann man natürlich schockiert sein, dass das im Film nicht plakativer verurteilt wird, am besten noch mit ARD-Filmeinblendung „Achtung, das ist schlecht„. Stattdessen sollte man froh darüber sein, dass sich Scorsese das gespart hat. Jeder der drei funktionstüchtige Gehirnzellen hat, erkennt nämlich auch so die Abwärtsspirale, die moralische Korruption und die Systemkritik. Sowas muss man nicht immer laut hinausschreien. Man kann das auch mal bitterböse mit Humor verpacken.

TWoWS03Wenn der Film mehr Gewalt hätte, könnte man fast auf die Idee kommen, dass Rockstar Games ein Finanz-GTA produziert hätte. DiCaprio spielt dabei vollkommen Oscar-verdächtig enthemmt und Jonah Hill ist so vertrottelt-verstrahlt wie selten. Mit drei Stunden Laufzeit ist es dann am Ende doch etwas viel, aber Scorsese fällt immer noch ein Gag ein, der die Sache unterhaltsam sein lässt. Insgesamt 4 von 5 inkompetenten und verdammt lustigen Gordon Gekkos mit Drogenproblemen.

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9 Antworten zu „Review – The Wolf of Wall Street“

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  7. sirdoom schreibt:

    Fun Fact: Das US-Justizministerium glaubt, dass „Wolf of Wall Street“ mit Geld aus illegalen Quellen finanziert wurde. Es geht um 3,5 Milliarden Dollar, die über Malaysia gewaschen worden sein sollen… 😀 [Link]

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