„Ein schwarzer Tag für Alice“

Die Frauenrechtlerin, Journalistin und Publizistin Alice Schwarzer hat 2013 durch Selbstanzeige ein kleines, schweizer Steuermaleur ihrerseits abschließend geregelt. Leider war die Geschichte damit dann doch nicht gegessen.

Schwarzer Tag - LogoBösartigerweise sahen sich die chauvinistischen Medien gezwungen darüber zu schreiben und es an die Öffentlichkeit zu bringen. Was laut Schwarzer quasi Rufmord wäre. Und ihre Rolle beim Kachelmann-Prozess ist damit natürlich nicht zu vergleichen. Aber wie auch immer, Alice Schwarzer sah sich gezwungen in die Offensive zu gehen. Sie äußert sich selbst in einem Beitrag, es geht um Steuerfehlernicht so schlimm – Berichterstattung darüber – Rufmord, sehr schlimm – und schildert ihre Gründe – als politisch Verfolgte einen Notgroschen in die neutrale Schweiz schaffen. [Link]

Natürlich gibt es durchaus chauvinistische und frauenfeindliche Kreise, die jetzt gerade frohlockend auf dem Kriegspfad sind. Das ändert aber nichts an der Differenz zwischen Schwarzers sonstigem moralischem Anspruch und der Wirklichkeit. Man sollte das Ganze vielleicht in einem anderen Licht sehen. Bislang war Steuerhinterziehung eine reine Männerdomäne und Schwarzer hat es endlich wieder geschafft ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung zu setzen. Sie will jetzt übrigens eine wohltätige Stiftung gründen [Link], ganz wunderbar. Wobei mir gerade einfällt, gab es da nicht diese Geschichten mit nebulösem Stiftungsvermögen…

 

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6 Antworten zu „Ein schwarzer Tag für Alice“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Ich bin weder Chauvinist, noch frauenfeindlich. Aber ich bin inzwischen eindeutig „schwarzerfeindlich“ und freue mich, daß diese Schwertwaffel öffentlich ihre eigene Medizin zu schmecken bekommt. Ja – ich bin schadenfroh und steh‘ dazu.

    Schwarzer hat in der Vergangenheit viel für die Gleichberechtigung getan. Jetzt möchte sie anscheinend all das wieder kaputt machen, indem sie peinlich an der Realität vorbei räsoniert. Die hat sich auch in ihrem Privatuniversum verfangen und findet den Ausgang nicht mehr.

  2. sirdoom schreibt:

    Ich hab ja den Verdacht, dass das u.a. mit ihrer Stiftung noch weit peinlicher werden wird, weil sie das sicherlich ganz anders sieht^^ 😉

  3. pseudo-anonymous schreibt:

    Frau Schwarzer hat sehr viel Gutes für Frauen und Kinder in ihrer Glanzzeit geschaffen und dafür bin ich ihr unglaublich dankbar.

    Leider ist ihre Zeit und ihre Daseinsberechtigung als Frauenrechtlerin schon länger vorbei und mit ihrem giftspuckenden Haßtiraden, die sie verteilt wie andere Bonbons zu Fastnachtsumzügen, mit denen sie nicht nur Misogynisten auf die Füße tritt, sondern mit fanatischem Eifen auch allen anderen Menschen, tut sie niemandem einen Gefallen.

    Ich vermute, die gute Frau Schwarzer hat sich in ihrer Rolle als Heilsbringerin in ihrer politischen Glanzzeit zu wohl gefühlt und kann nicht loslassen. Sie hat vermutlich einen ebenso ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex wie eine Profilneurose und zieht sämtliche Register, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Daß sie dabei mehr Schaden anrichtet als sie rettet oder verbessert, ist dabei zweitrangig.

    In gewisser Weise erinnert sie mich an einen in die Jahre gekommenen Rentner, der kein anderes Gesprächsthema mehr hat als den Zweiten Weltkrieg und die Gefangenschaft. Sie ist ein Relikt aus einer anderen Zeit, in der sie viel Gutes und Bemerkenswertes geleistet hat, nur ist sie in dieser Ära steckengeblieben. Sie ist wie eine Schallplatte, sie ist hängengeblieben und spielt immer nur das gleiche kurze Stück ab, ungeachtet der Welt drumherum, die sich weitergedreht hat.

    Für den unwahrscheinlichen Fall, daß Frau Schwarzer das liest: Vielen lieben Dank für Ihre wertvollen Leistungen, aber wer nicht mit der Zeit geht, muß mit der Zeit gehen.

  4. sirdoom schreibt:

    Wenn der/die RevoluzzerIn zur Ikone wird, das selber glaubt und einfach weitermacht, auch wenn die Revolution schon durch ist, dann kann dabei sowas schon mal passieren… Wäre nicht das erste Mal, dass sowas passiert, leider.

  5. lawgunsandfreedom schreibt:

    Beispiel aus der Weltgeschichte: Che Guevara. Von Alt-68ern vergötterter Revoluzzer und als er dann in der Regierung war, hat er Regimegegner einfach beseitigen lassen. Für die Bevölkerung hat sich nicht viel geändert. Unterdrückt wurden sie immer noch und mit der Zeit wurde es sogar schlimmer.

    Zum Feminismus. Wenn das von vielen Feministen (man beachte das generische Maskulinum – das bringt die Genderdeppen so richtig auf die Palme) angestrebte Matriarchat genau so aussieht wie ein Patriarchat unter weiblicher Ägide, dann kann ich da gut drauf verzichten.

  6. Cunningham schreibt:

    Du wirst aber nicht gefragt.

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