„Review – American Hustle“

AmericanHustle - LogoEnde der 1970er: Der schmierige Geschäftemacher und Betrüger Irving Rosenfeld [Christian Bale, u.a. The Dark Knight Rises, The Fighter und Terminator Salvation]  und seine Partnerin und Liebhaberin Sydney Prosser [Amy Adams, u.a. The Fighter und Man of Steel] verkaufen gefälschte Kunstwerke und betrügen Leute, die in extremen finanziellen Schwierigkeiten stecken, indem sie ihnen für die vermeintliche Vermittlung eines Kredits hohe Gebühren abverlangen. Nachdem der überambitionierte FBI-Agent Richie DiMaso [Bradley Cooper, u.a. The A-Team und Ohne Limit] ihrer Masche auf die Schliche gekommen ist und sie verhaftet, bietet er ihnen einen Deal an. Er setzt die Betrüger auf den Politiker Carmine Polito [Jeremy Renner, u.a. Mission Impossible 4 – Phantom-Protokoll, Hänsel & Gretel: Hexenjäger, The Avengers und Das Bourne Vermächtnis] an, den er als korrupt entlarven will. Irving und Sydney sollen den umtriebigen Bürgermeister von Camden, New Jersey dazu verführen, Bestechungsgelder anzunehmen. Doch schnell wächst ihnen die Sache über den Kopf, denn nicht nur Irvings Ehefrau Rosalyn [Jennifer Lawrence, u.a. X-Men – Erste Entscheidung, Die Tribute von Panem und Die Tribute von Panem – Catching Fire] sorgt für Ärger, sondern bald mischt auch noch die Mafia mit.

Christian Bale;Amy Adams;Bradley CooperAmerican Hustle ist der Liebling der Kritiker und  der einzige Film, der für die Oscarverleihung 2014 für die Big Five nominiert ist. Vollgepackt mit Stars [All-Star Cast], grandiosen Szenen, einem wundervollen Gambit Pileup und einer 70er-Gedächtnisgardrobe irgendwo zwischen Fremdschämen und Absolute Cleavage. Eigentlich sollte sich da doch nichts mehr zum meckern finden, oder? Aber so wunderbar die Schauspieler und so grandios einzelne Szenen sind, der Film als Ganzes hakt leider immer wieder. Der Wechsel zwischen Drama und Komödie läuft keineswegs immer reibungslos, Timing und Fluss des Films sind gerne auch mal knapp daneben und manchmal ist es einfach anstrengend.

AmericanHustle02Bestes Beispiel ist hier Jennifer Lawrence‘ Rolle, die sie ganz wunderbar spielt, aber ihren Charakter will man trotzdem spätestens nach der Hälfte des Films erwürgen. Bradley Coopers FBI-Agent macht einen hingegen nicht aggressiv, er ist „nur“ anstrengend. Zum Ausgleich sind Bale und Adams fantastisch, sowohl was das Schauspielerische angeht, als auch ihre Rollen. Wo Wolf of Wall Street einfach nur „auf die Kacke“ haut und die 80er-Sau rauslässt, muss American Hustle zwanghaft mehr Ernsthaftigkeit und Drama bieten, was leider nicht immer gut geht.  So bleibt ein leichter, fader Beigeschmack. Die angekündigten Preise bekommt American Hustle wenn durchaus nicht unverdient, aber hier wurde doch etwas sehr über den Klee gelobt. Immerhin sind die Nominierungen für Regisseur David Owen Russells American Hustle weitaus gerechtfertigter als die letztes Jahr für Silver Linings, der einfach nur laut, platt und irrelevant war, zumindest meiner gepflegten Meinung nach. American Hustle bekommt insgesamt  3,5 von 5 schillernden 70er Jahre Betrügereien.

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13 Antworten zu „Review – American Hustle“

  1. Agent Pöhlemann schreibt:

    Voll Deiner Meinung.
    Aber hey. Ein Film der American Hustle heisst und schon im Trailer gehts mit good old LZ im Soundtrack los? Das kann ja nicht ganz koscher sein 😉

    Erinnerte mich mit seinem Schwank zwischen Ernsthaftigkeit und Komödie-sein-wollen irgendwie an den da http://en.wikipedia.org/wiki/Very_Bad_Things.
    Seines Zeichens der einzige Film dern ich nicht fertigguckte und aus dem Kino ging.

    (Naja, mal abgesehen von Jesse James, den hab ich aber zu Hause geguckt :))

  2. sirdoom schreibt:

    American Hustle ist dann schon etwas „gediegener und gepflegter“ als Very Bad Things 😉 Und schauspielerisch liegen da auch 1-2 Welten zwischen. Wobei man sehen kann: Allstar Cast ungleich automatisch top^^

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