„Buchtipp des Monats – Tom Clancy – Im Sturm“

Passend zur Krim-Krise tauchen an allen Ecken plötzlich wieder die Falken und schon lange totgeglaubte Kalte Krieger wieder aus ihren Bunkern auf, während bei der NATO die Sektkorken knallen; endlich wieder eine Aufgabe! Passend dazu kann es eigentlich – natürlich neben Jagd auf Roter Oktober – nur einen einzigen, angemesseen Buchtipp geben: Tom Clancys Im Sturm, welcher im Original wesentlich griffiger Red Storm Rising heißt und einen nichtnuklearen Schlagabtausch zwischen NATO und Warschauer Pakt spannend abhandelt.

Clancy - Im Sturm - Logo1986: Nachdem islamistische Terroristen die größte Erdölraffinerie der Sowjetunion in die Luft gesprengt haben, droht dem Land eine Wirtschaftskrise nie dagewesenen Ausmaßes. Die kommunistischen Hardliner in Moskau fürchten einen Versuch der NATO, das Land noch weiter zu schwächen, und beschließen, die erforderlichen Ölquellen im Nahen Osten zu erobern. Doch vorher muss die NATO so weit geschwächt werden, dass sie der Intervention zwangsweise zustimmen muss. Das KGB inszeniert einen Bombenanschlag auf den Kreml (Maskirowka), bei dem mehrere Menschen – darunter auch Kinder – ums Leben kommen, und präsentiert der Weltöffentlichkeit einen angeblichen westdeutschen Agenten als Attentäter, der jedoch in Wirklichkeit ein KGB-Agent ist.

Tom Clancy - Im Sturm - CoverDanach verkündet der sowjetische Generalsekretär die Mobilisierung der Roten Armee, um der angeblichen westdeutschen Bedrohung gegenüberzutreten. In Wahrheit aber wurde die Armee schon lange vorher auf den Krieg in Europa vorbereitet und führt nun Operation Roter Sturm aus. Die Täuschung funktioniert jedoch: Griechenland bleibt neutral, und angesichts der sowjetischen Übermacht verhält sich die Türkei ebenso. Auch die anderen NATO-Länder glauben den deutschen Unschuldsbekundungen erst, als ein russischer Spion in Aachen angefahren wird und Geheimpapiere und die Ergebnisse seines Verhörs an die NATO-Verbündeten weitergegeben werden: Die Sowjetunion plant Angriffe gegen NATO-Einrichtungen in Deutschland, von denen die meisten verhindert werden können. Nach der Eroberung Islands und Nordnorwegens durch sowjetische Fallschirmjäger hat die russische Marine freie Bahn, um mit ihren Backfire-Bombern die NATO-Konvois im Atlantik anzugreifen. Bei einem Angriff auf einen amerikanisch-französischen Trägerverband wird der französische Träger Foch versenkt, die US-Amerikaner verlieren das schwere Marine-Landungsschiff USS Saipan; die Träger USS Nimitz und USS Saratoga sowie der Lenkwaffenkreuzer USS Ticonderoga werden schwer beschädigt. Die NATO muss sich irgendwie Zeit erkaufen, um ihre Kräfte zu sammeln, denn je länger der Konflikt dauert, desto eher geht den Pakt-Streitkräften der Treibstoff aus.

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6 Antworten zu „Buchtipp des Monats – Tom Clancy – Im Sturm“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Noch passender soll dieser Clancy-Roman sein, der die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine fast exakt abbilden soll: Command Authority

  2. sirdoom schreibt:

    Neuer russischer Präsident mit Leichen im Keller, der den alten Glanz und die Glorie der Sowjetunion wieder herstellen will? *g*

    Den hab ich aber noch nicht gelesen, ist ja auch nicht mehr von Clancy (R.I.P.) selber. Aber ich fand Im Sturm passt auch und ist vor allem ein spannendes und unterhaltsames Buch! 🙂

  3. Schattenkanzler schreibt:

    Neee Danke den Roman les ich ned….ich lebe neben einer NATO Einrichtung in Deutschland 🙂

  4. sirdoom schreibt:

    Das macht die Sache doch nur spannender! 🙂

  5. Pingback: “To secure peace is to prepare for war” |

  6. Pingback: “NATO – Danke Russland!” |

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