„Review – Man of Tai Chi“

MoTC - LogoTiger“ Chen Lin-Hu (Tiger Hu Chen) ist ein gelehriger aber auch ehrgeiziger „Tai Chi“ – Schüler, der zeigen will, dass Tai Chi mehr ist als nur Verteidigung. Damit weckt er das Interesse des zwielichtigen Geschäftsmannes und „Sport“veranstalters Donaka Mark (Keanu Reeves), der Chen anbietet in seiner Arena zu kämpfen.

MoTC01Chen ist zuerst entrüstet, aber als das Kloster seines Meisters für Ferienwohnungen eingestampft werden soll, weil es baufällig ist, willigt er doch ein. Kampf um Kampf gewinnt Chen, aber jeder Kampf wird blutiger und Chen weicht immer weiter von Pfad des Tai Chi ab. Fast zu spät bemerkt Chen, dass es Donaka Mark gar nicht um die Kämpfe, sondern um den Fall Chens in die Dunkelheit geht.

MoTC02Nach all den Jahren führt Keanu Reeves dann doch noch mal Regie. Und spielt auch als Bösewicht mit, weil sonst der Film keine Finanzierung bekommen hätte. Letzteres ist nicht unbedingt eine Verbesserung, erstens weil Keanu Reeves hier wie sein eigenes, schlechtes CGI-Double aussieht und zweitens weil er im Gegensatz zum Rest der Darsteller nicht wirklich ein Kampfkünstler ist, was man gerade im direkten Vergleich mit Leuten die sowas wirklich drauf haben nun mal merkt.

MoTC03Irgendwo zwischen Wuxia, Bruce Lee, Star Wars – (Follow your hate, Tiger Chen!), Truman Show und Bloodsport findet sich da eine Geschichte, die überraschend wenig stört und gut zwischen den Kämpfen aufgeteilt ist. Reeves dreht hier einfach seine persönliche kleine Hommage an das Hongkong-Action-Kino. Das ganze ist natürlich nicht ganz so geerdet, dreckig und brutal wie die New Wave of Asian Martial Arts aus Thailand (Ong-Bak) und Indonesien (The Raid – bald kommt übrigens The Raid 2 – Berandal, wo ich einfach mal nur Bloody F*cking Carnage zu sage!) aber da bleibt trotzdem kein Auge trocken. Reeves und Yuen Woo-Ping kennen ihr Genre und ihre Kunst einfach und jeder Kampfstil wird anders eingefangen und betont. Das ist richtig guter Martial Arts – Stoff! Jemand der sich mit dem Genre nicht so auskennt und die zahlreichen Verweise und Anspielungen nicht versteht, wird Man of Tai Chi wahrscheinlich als durchschnittlich krawalligen Eastern wahrnehmen. Der Genrefreund hingegen wird durchaus begeistert sein. Nicht perfekt, aber verdammt gut! 3,75 von 5 Fünf-Punkte-Pressur-Herzexplosions-Techniken für Connaisseurs.

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