„Legenden der Elben – Verbannt – Mega-Snippet-Alarm“

Der Kollege Daniel Isberner (Schattengalaxis, /me hatte da etwas beim Coverdesign mitgeholfen) hat einen neuen Roman am Start. Mit Legenden der Elben – Verbannt gibt es den ersten Roman aus dem Foresun-Universum und die volle Ladung Fantasy.

Die Legenden der Elben - Verbannt (Facebook)„Legenden erzählen davon, dass vor tausenden von Jahren Magie in der Welt von Foresun existierte. Doch, um die kriegstreibenden Völker der Welt zu strafen, verbannten die Drachen die Magie und so war sie für immer verloren. Aber sind es wirklich nur Legenden? Als der Elb Aregas aus seinem Dorf verbannt wird, fällt ihm eine seltsame Schriftrolle in die Hände, auf der eine Karte eines lange vergessenen Drachenhorts gezeichnet ist. Verstoßen und allein zieht er los, um herauszufinden, ob die Karte echt ist. Schon bald stellt sich heraus, dass finstere Machenschaften hinter seiner Verbannung stecken und Furcht einflößende Wesen den jungen Elb jagen. Doch sind die Kreaturen, die ihn verfolgen, oder die Verschwörer seine gefährlichsten Widersacher? Sie haben eine Macht losgelassen, die sie nicht kontrollieren können und die nicht nur sie selbst, sondern auch Aregas vernichten könnte.“

Da musste ich Daniel Isberner doch auch gleich mal erfolgreich eine exklusive Textprobe aus dem Rücken leiern. Viel Spaß!

Legenden der Elben - VerbanntDer Warg folgte Aregas aus dem Stollen heraus und der Elb nahm sich einige Sekunden, um sich im Krater umzuschauen. Sie hatte es am Tag vorher beinahe bis auf den Grund geschafft. Er konnte ihn vielleicht hundert Meter unter sich sehen. Überall lag Schutt, der durch lange und zum Teil spitze Gesteinsbrocken durchbrochen wurde, die sich gen Himmel reckten. Die Brocken wirkten geschliffen, wie die Wände des Stollens und stachen dadurch aus dem restlichen Schutt hervor. Hatten die Zwerge sie geschaffen? Zwischen mehreren der lose liegenden Brocken konnte Aregas Gerippe erkennen, die zum Teil unter ihnen hervorkamen oder auf ihnen lagen. Aus der Entfernung konnte er die meisten der Gerippe nicht klar erkennen, nur eines war groß genug, damit Aregas es hätte identifizieren können, wenn er die Spezies gekannt hätte. Das Wesen musste einst über zehn Meter groß gewesen sein. Auf dem Rücken konnte er die Reste von Flügeln erkennen und aus seinem Kopf kamen vier Hörner hervor. Wie können die Knochen über so lange Zeit unangetastet liegen geblieben sein? Wildtiere hätten sie längst davontragen müssen. Dann erinnerte er sich, dass Agumewt zuerst nicht in den Krater gewollt hatte, als wenn ihm etwas Angst gemacht hätte. Ging es den anderen Tieren genauso? Aber wenn ja, was konnte selbst einen Warg verängstigen?

Als wenn es auf diese Frage gewartet hätte, durchbrach ein markerschütterndes Brüllen den Morgen, das selbst Agumewt zusammenzucken und winseln ließ. Aregas schwang sich auf den Sattel und sofort rannte der Warg, in bisher ungeahnter Geschwindigkeit, den Pfad entlang auf die andere Seite zu. Den Befehl zum Loslaufen hatte der Elb nicht einmal geben müssen. Als sie den Grund des Kraters erreicht hatten, donnerte das Brüllen erneut über sie hinweg, lauter diesmal. Aber wo auch immer es herkam, Aregas konnte weder den Ort noch das Wesen ausmachen. Er spürte, wie der Warg unter ihm versuchte, schneller zu laufen, es aber nicht konnte. Schon jetzt konnte er Schweiß auf dem Fell des Tieres erkennen – etwas, dass er in den Tagen zuvor nie hatte beobachten können, ganz egal, wie schnell sie geritten waren. Ist er angestrengt oder hat er Angst? Oder war es eine Kombination von beidem?

Auch Boo schien verängstigt und befand sich nicht mehr auf dem Kopf des Wargs sondern in Aregas‘ Tasche, wo er sich zusammengekauert hatte. Nur eine zitternde Beule an der Brust des Elbs zeugte von dem Ort, an dem die Rehmaus sich versteckt hatte. Er selbst hatte seinen Bogen in einer Hand, während er sich mit der anderen an Agumewts Zügeln festkrallte, um nicht rücklings von dem panisch galoppierenden Tier geschleudert zu werden. Wie er die Sehne spannen sollte, wenn er die Zügel nicht loslassen konnte, wusste er nicht – aber die Waffe in seiner Hand gab ihm ein Gefühl der Sicherheit. Hinter ihnen krachte es und das Brüllen erklang lauter als zuvor. Hastig warf Aregas einen Blick nach hinten und starrte der Kreatur aus der Hölle direkt in das aufgerissene und geifernde Maul. Fünfzehn Meter hoch, mit einer fuchsähnlichen Schnauze, ledrigen, im Vergleich zum restlichen Körper, winzig wirkenden, Flügeln und vier spitzen Hörnern auf dem Kopf thronte die Kreatur über dem Pfad und brüllte sie an. In ihrer rechten Hand hielt sie ein riesiges, pechschwarzes Schwert, das der Farbe ihrer Haut glich und aussah, als wäre es ein Teil von ihr. Mit ihrer Linken hielt sich die Kreatur an der Wand des Kraters fest und es sah so aus, als hätte sie ein Loch in das Gestein geschlagen, um dort Halt zu finden.

Daniel Isberner Elben Drache_Buchanfang_BildAregas versuchte einen Pfeil in den Bogen zu bekommen, während er die Zügel mit dem Ellenbogen hielt, aber der Pfeil entglitt ihm, als Agumewt zum Sprung über eine abgebrochene Stelle des Pfads ansetzte. Der Elb musste sich hastig mit beiden Händen an den Zügeln festkrallen, um nicht heruntergeschleudert zu werden. Sein Bogen baumelte an der Sehne über seinem Unterarm und nur die dünne Lederrüstung bewahrte ihn davor, dass er sich in sein Fleisch schnitt. „Lauf, Agumewt, Lauf!“, befahl er seinem Reittier mit Panik in der Stimme. Hinter ihnen hörte er schnelle, schwere Schritte, die immer wieder von einem Krachen unterbrochen wurden, wenn die Kreatur sich einen neuen Halt in die Kraterwand schlug. Das ständige Brüllen ließ Aregas das Blut in den Adern gefrieren. Ein Blick nach hinten zeigte ihm, dass die Kreatur sich ihnen bis auf wenige Schritte genähert hatte – und der Kraterrand war immer noch einige hundert Meter entfernt. Sie würden es niemals schaffen. „Stopp!“, befahl Aregas und riss an den Zügeln. Agumewt bellte wütend, aber gehorchte. Mit einer flüssigen Bewegung zog er einen Pfeil aus seinem Köcher, legte ihn in den Bogen, spannte die Sehne, die er von den Motoren verstärken ließ, und schickte sein todbringendes Geschoss auf den Weg – nur, um es an der pechschwarzen Klinge der Kreatur zerbersten zu sehen.

Fluchend ließ Aregas den Bogen auf den Pfad fallen und riss den Dolch aus seiner Scheide, um sich der riesigen Kreatur zu stellen. Das Morgenlicht brach sich an den Runen in der Klinge, die dadurch zu glühen schien. Plötzlich blieb die Kreatur, vielleicht zwei Meter von dem Elb entfernt, stehen. Ihr Blick schien vom Dolch gefangen und Aregas konnte sich irren, aber… Sah er Furcht auf ihrem Gesicht? Ohne nachzudenken preschte Aregas vor und wich einem Schwerthieb der Kreatur aus, der den Pfad hinter ihm zerschmetterte. Er rammte den Dolch in das Kniegelenk seines Feindes, was dieser mit einem lauten Schmerzensschrei beantwortete, der beinahe noch furchterregender war als das wütende Brüllen zuvor. Bevor die Kreatur reagieren konnte riss Aregas den Dolch heraus und wollte ihn genauso in das andere Knie rammen, doch sie trat mit ihrem unverletzten Bein nach ihm und ließ ihn mehrere Meter rückwärts über den Pfad fliegen.

Als er wieder aufkam, schlitterte er mehrere Meter über das raue Gestein und kam erst zum Stillstand, als seine Beine bereits über dem Abgrund baumelten. Unter Aufbietung all seiner Kräfte zog Aregas sich nach vorne und in die relative Sicherheit des Pfads. Sein Körper schmerzte von dem Tritt und dem Schlittern über den Steinboden. Die Rüstung hatte ihn glücklicherweise vor größeren Verletzungen bewahrt, aber er hatte dennoch das Gefühl, jeden Knochen einzeln zu spüren. Die Kreatur hatte sich umgedreht und humpelte mit einem wütenden Brüllen auf ihn zu. Aregas riss seinen Dolch hoch, um in Verteidigungsposition zu gehen – und bemerkte erst jetzt, dass seine Hand leer war. Der Dolch lag zwei Meter entfernt auf dem Pfad zwischen ihm und seinem Gegner. Wenn die Kreatur ihn vor Aregas erreichte, wäre sein Leben vorbei. Als sein Blick auf die Waffe fiel, schien die Kreatur ebenfalls auf sie aufmerksam zu werden. Sie unterbrach ihr Brüllen, um die Waffe zu betrachten, dann begann sie sich schneller zu bewegen – auch wenn es ihr auf dem Verletzten Bein sichtlich schwer fiel. Der Elb rappelte sich auf alle Viere auf und sprang beinahe auf den Dolch zu…

Die Legenden der Elben - Verbannt (Facebook - Werbeanzeige 2)LEGENDEN DER ELBEN – VERBANNT von DANIEL ISBERNER, 326 Seiten, E-Book 3,99€, Taschenbuch 11,95€, ISBN (E-Book): 978-3-7368-1965-8, ASIN (E-Book – Amazon): B00KW282U6, ISBN: 978-1497396241, Sprache: Deutsch

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