„Review – Lucy“

Lucy - LogoLucy (Scarlett Johansson, u.a. Marvel’s The Avengers und Captain America – The Return of the First Avenger) ist auf Party-Urlaub in Taipeh, wo sie von ihrem neuen Freund, dem Kleinkriminellen Richard (Pilou Asbaek), gebeten wird, einen Koffer an den mysteriösen Mr. Jang (Choi Min-sik) zu übergeben. Die Übergabe wird allerdings zu einem totalen Desaster, bei dem Richard hingerichtet und Lucy gefangengenommen wird. Lucy wird zur Bodypackerin gemacht und soll eine neuartige, experimentelle Wunderdroge namens „synthetisches CPH4“ nach Europa schmuggeln.

Lucy02Als einer der Gangster Lucy verprügelt, platzt die Verpackung der Droge in ihr auf und sorgt dafür, dass sie anfängt sich zu verwandelt. Sie wird immer stärker, denkt schneller und weiter und entwickelt übermenschliche Fähigkeiten, mit denen sie ihren Peinigern entkommen kann. Während Lucy sich mit dem renommierten Hirnforscher Professor Samuel Norman (Morgan Freeman, u.a. Transcendence, Die Unfassbaren – Now You See Me, Olympus Has Fallen und The Dark Knight Rises) in Verbindung setzt, um zu erfahren, was mit ihr geschieht, setzt Mafioso Jang seine Schergen auf Lucy an, um sie zu beseitigen…

Lucy03Mit Lucy arbeitet Luc Besson mal wieder selber als Regisseur, wo er die letzten Jahre meist nur als Produzent unterwegs war. Dabei versucht er sich an einem Rundumschlag zwischen Matrix, Transcendence und 2001: Odyssee im Weltraum, womit er natürlich erwartungsgemäß auf die Fresse fällt. Denn immer wenn Besson versucht knallharte Wissenschaft anzuführen, wird es echt verdammt peinlich. Wenn man aber den „wir benutzen nur 10% unseres Gehirns-Mythos“ ausblendet, weil kompletter Unsinn und einfach davon ausgeht, dass CPH4 das Gehirn neuronal neu verdrahtet + Zugriff auf Quantenmanipulation + „gut_isses„, dann erspart man sich hier viel unnötigen Ärger. Aber auch im Scheitern findet man Ansprechendes.

Lucy01So bietet Lucy einige ziemlich coole Szenen mit Body Horror/Gen-Degeneration, Verfolgungsjagd durch Paris, Total Information Awareness und etwas gepflegter Ballerei. Und eigentlich hat mir Johanssons Wandlung von Party-Studentin zu Alice im Wunderland, die einen Normalo-Menschen mitnimmt, weil sie sich ans Menschsein erinnern will, auch ganz gut gefallen. Am Besten ist Lucy dabei immer dann, wenn es abgedreht wird. Etwas mehr Mut und weitaus weniger Pseudoscience hätte dem Film echt gut getan. Ich vergebe 3,5 von 5 transhumanistischen Singularitäten, wobei ich mich aber an meinen eigenen Ratschlag bezüglich des Ausblendens halte und mich an der insgesamt doch recht positiven Aussage des Films erfreue.

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7 Antworten zu „Review – Lucy“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Wie so oft bei Action-Filmen mit französischen Regisseuren … ganz nett, aber letztendlich irgendwie unbefriedigend, mit fetten Wissens- und Fakten-Löchern beim wissenschaftlichen. Ein bisschen mehr Anspruch oder statt dessen Phantasie wäre da wünschenswert gewesen. Da hätte man richtig was draus machen können. Statt dessen schwelgt man immer wieder in stellenweise gut gemachten CGI-Exzessen. Wie Du schon sagst, sobald Besson die Realität verlässt, wird er richtig gut. Hat man schon bei „Das 5. Element“ gesehen.

    Scarlett Johansson ist aber wieder mal Spitze. Man nimmt ihr die Rolle einfach ab – sogar wenn man sie aus den Marvel-Verfilmungen und anderen Action-Krachern kennt, auch wenn ihr Talent in „Lucy“ nur an einigen Stellen wirklich gefordert wird.

    Alles in Allem ein unterhaltsamer Action-Film mit fairer Bewertung.

  2. sirdoom schreibt:

    WORD, gerade auch was das 5te Element angeht^^ 🙂

  3. japan001 schreibt:

    Hab den Film gesehen und muss sagen, dass ich ihn irgendwie mochte. War eine nette Unterhaltung für zwischendurch und ich war am überlegen wie man das mit der Droge und der Idee mit dem Hirnkapazitäten irgendwie auf SR übertragen könnte.

  4. sirdoom schreibt:

    Man könnte da auch was in Richtung Tempo machen^^

  5. Pingback: “Review – Avengers: Age of Ultron” |

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