„Alltagsmilitarisierung – Brauchen wir nicht alle mehr Ausrüstung?“

Damit den Campus-Polizisten sowas wie mit den Dukes aus Hazzard nicht wieder passiert und man auch gegen Amokläufer, Terroristen und Invasionen aus Kuba gerüstet ist, haben sie sich etwas aufgerüstet. Mit Humvees, Sturmgewehren und Granatwerfern… [Link: Kriegswaffen bei US-Uni-Polizei: In Guns we trust]. Wobei Waffen auf dem Campus eigentlich keine besonders gute Idee sind [Link: Kent-State-Massaker]. Aber dies ist ein genereller Trend. Seit Jahren findet eine Militarisierung der US-Polizei statt und sie wird vom DHS mit Militärüberschuss geradezu zugeschüttet (DHS-Programm 1033). Da wundert es nicht, wenn auch die Campus-Polizei zugreift und sich auch so aufführt.

Alltagsmilitarisierung - LogoAngeblich sollen Bademeister die nächste Au(f)srüstungszielgruppe von Homeland Security sein: Patrouillenboote und Seeüberwachungs- und Angriffsdrohnen stehen schon bereit…

Bademeistergehilfe: „Bitte verlassen Sie sofort den Nichtschwimmer-Flugzeugträger! Der ist nur für Kinder! Und hören sie auf, die Seeminen im Tieftaucherbecken zu verschieben! Nein, Schwimmflügel und schusssichere Weste nicht gleichzeitig mit ins Becken nehmen!“ *Trillerpfeiffe*
Bademeistergehilfe (zweiter Klasse): „Hey, die amphibischen Sturmfahrzeuge sind NUR zur „See“rettung im Nichtschwimmerbecken gedacht, nicht zum Go-Kartfahren am Beckenrand! Und den SeaHawk dürft ihr da nicht drauf landen, ‚raus! Alle beide!“
Bademeistergehilfe: „Sir, die F-14 Tomcats stehen auf den Startkatapulten bereit. Mission 10m-Turm aufklären kann auf ihr Signal hin beginnen, Sir!“
Admiral Bademeister: „Machen Sie es so!“
Badegast: „Darf man die Exocet auch als Schwimmnudel benutzen?“
Bademeistergehilfe: „Natürlich, französische Weichkäse-Waffen sind sowieso höchstens als Schwimmnudel zu gebrauchen! Aber Finger weg von den Cruise Missiles!!! Ey! Auf dem LHD-Deck wird nicht gerannt! Und hört sofort auf die Marines auf dem Wasp-class amphibious assault ship im Außenbereich mit Papierfliegern zu bewerfen!!!“
Badegast: „Für Sonarspielen habt ihr auch nach den Pommes noch Zeit, Justin! Jetzte müssen wa erstmal Cheyenne von de‘ Schlauchboote wegkriegen!“
Besorgter Familienvater: „Admiral, es muss doch noch eine andere Möglichkeit geben!“
Admiral Bademeister: „Es tut mir so leid für Sie, aber wir haben jetzt 3x eine Räumungsanordnung für den 10m-Turm gegeben und müssen jetzt Taten folgen lassen. Sobald die F-14 Tomcats aufgetankt und bewaffnet sind, wird der 10m-Turm bombardiert! Ich bin mir sicher, Ihr Junge wurde von den radikalen Turmisten gehirngewaschen. Sein altes US-Ich würde sicher verstehen, wenn ee für eine gerechte Sache stirbt!“
Bademeistergehilfe: „Sir! Das CIC berichtet von Schläferzellen im Wellnessbereich!“
Admiral Bademeister: „Jesus, ich wusste es gleich, als ich diese verweichlichten Wellness-Entspanner gesehen habe! Ich sehe da keine andere Möglichkeit mehr. Sergeant Bademeister, lassen Sie Gummi-Gitmo in der Tropen-Oase aufblasen und holen Sie mir den Einsatzleiter von SEAL – Team Umkleidekabine her!!! Aber pronto!“
Sergeant Bademeister: „Der’s auf Fronturlaub im Bällebad. Es sieht finster aus…“

Mit freundlichem Dank an Christo Behpunkt für das Bälle hin- und herwerfen 🙂

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5 Antworten zu „Alltagsmilitarisierung – Brauchen wir nicht alle mehr Ausrüstung?“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Da muß man doch Verständnis dafür haben. Das Militär muß sein ausrangiertes Spielzeug doch irgendwie loswerden, damit es sich das neueste und modernste kaufen kann. Außerdem kurbelt das die Wirtschaft an. Da kann man mit so ein bisschen Kollateralschaden gut leben. Wenn man mit den Bademeistern fertig ist, könnte man mit den Sportlehrern weitermachen. Wehrerziehung ist wichtig für den Hegemonialstaat. Weiter geht es dann, indem man die diversen Abteilungen von Großkonzernen versorgt, damit die Konkurrenz etwas angekurbelt wird. Management gegen die Marketing-Abteilung … da kann es nur Gewinner geben.

  2. sirdoom schreibt:

    😀 Als Fernsehserie würde ich mir das glatt ansehen!

  3. lawgunsandfreedom schreibt:

    Wir müssen nur das Drehbuch dazu schreiben. Da lassen sich sicher etliche absurde Ideen drin unterbringen, die dann durch die Realität überraschenderweise getoppt werden. 😀

    BTW: Zieh‘ Dir mal die britische Serie „Utopia“ rein.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_(Fernsehserie)
    HBO hat angekündigt, da ein Remake zu machen. Sie werden das Original kaum toppen können, aber vielleicht erlebt es mehr als nur eine Staffel.

  4. sirdoom schreibt:

    Mist, Utopia stand noch auf meiner „to-watch-list“, aber wenn die das abgesetzt haben, ist mein Interesse doch schon wieder gesunken, weil ich hasse es Serien mit großem Metaplot anzusehen, die dann einfach aufhören, ohne Auflösung. *grlm*

    ^^Wobei ich auch die Idee zu einer Puppenserie à la Team America im Schwimmbad^^ hatte 😀

  5. lawgunsandfreedom schreibt:

    Utopia lohnt sich trotz halb-offenem Ende, denn die Auflösung der Basisstory findet innerhalb der 2 verfügbaren Staffeln statt. Die geplanten Fortsetzungen hätten dann drauf aufgebaut, aber in einem völlig anderen Plot.

    Ich war zwar etwas enttäuscht, daß es (zumindest von den Briten) keine Fortsetzung geben wird, aber das Ding ist ein echtes Schmuckstück. Slow- bis Mid-Tempo, fast kein us-serientypisches Rumgehetze (für us-serien-gewohnte Zuschauer quasi qualvoll entschleunigt), irrsinnige Farben (knapp vor und manchmal über der Körperverletzungsgrenze), extreme, aber fast immer eher beiläufige Gewalt. Ich hab‘ mich jedenfalls bestens unterhalten. Schön weit weg vom Serienmainstream und voller schöner Verschwörungstheorien, Psychopathen, Twists und Anspielungen auf alles mögliche. ^_^

    Mein Tipp … schau‘ es Dir ruhig an, denn selbst wenn HBO ein Remake macht, das kriegen die niemals so hin wie im Original.

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