„Review – Planet der Affen: Revolution“

PdAR - LogoZehn Jahre sind vergangen, seitdem die genmanipulierten Affen unter Caesars (Andy Serkis) Führung in die Wildnis entkommen konnten und ein Virus anfing, die Menschheit auszurotten [Planet der Affen: Prevolution]. Doch die Menschheit wurde nicht komplett vernichtet. Der charismatische Anführer Dreyfus (Gary Oldman, u.a. RoboCop, The Dark Knight Rises, Dame, König, Ass, Spion, The Book of Eli) schickt eine Expedition in die Wildnis, um die Generatoren beim alten Staudamm wieder anzuwerfen, um mit dem Strom eine Keimzelle der Zivilisation aufrechtzuerhalten.

PdAR01Die Expedition unter Leitung von Malcolm (Jason Clarke, u.a. Zero Dark Thirty und White House Down) und Ellie (Keri Russell) trifft bald auf die Affen und sucht eine Verständigung. Doch auf beiden Seiten herrschen auch Zorn und Misstrauen, welche sich schnell verselbstständigen und bald stehen alle Zeichen auf Krieg.

PdAR03Planet der Affen: Revolution macht eigentlich fast alles richtig. Ein schön gespiegelter Konflikt mit Xenophobie, Vater-Sohn-Konflikten, Machtinteressen und den Ähnlichkeiten zwischen den Protagonisten. Dazu sind die Spezialeffekte nochmal ein Stück besser geworden. Insbesondere die Hauptaffen sind nicht mehr als rechnergeneriert wahrzunehmen. Nur beim Finale auf den Hochhäusern San Franciscos wirken die Hochhäuser etwas unecht. Auch die Schauspieler können überzeugen, insbesondere Serkis‘ Caesar, wie immer Gary Oldman und natürlich Publikumsliebling Maurice. Leider hat PdAR doch zwei Probleme.

PdAR02Erstens erkennt man – und imho zu deutlich(!) – das es sich um den Mittelteil einer Saga handelt und ganz offensichtlich auf die Fortsetzung geschielt wird. Zweitens ist der Film unendlich deprimierend! Wirklich, das ist echt nicht mehr schön. Die Charaktere handeln zwar alle nachvollziehbar, aber bei jeder Entscheidung nähert man sich unausweichlich und offensichtlich der Katastrophe. Man sollte sich den Film echt nicht anschauen, wenn man eh schon miese Laune hat. Insgesamt gibt es trotzdem 3,5 – 4 sturmgewehrschwingende Menschenaffen, denn trotz seiner Schwächen und dem imho besseren Vorgänger Prevolution, ist PdAR immer noch fesselndes, actionreiches SciFi- und Moral-Kino.

Anmerkung: Es ist ziemlich interessant, dass die Vorlage aus den Siebzigern mittlerweile ein weitaus „zukünftigeres„, abstrakteres, entfernteres Flair verbreitet, gerade weil sie so viel älter und damit auch von den optischen Konzepten her anders ist.

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6 Antworten zu „Review – Planet der Affen: Revolution“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Ich halte mich weiterhin an das alte Original. So langsam entwickle ich eine echte Aversion gegen Remakes, Prequels, Sequels …

  2. sirdoom schreibt:

    Die neue Affen-Reihe kann man sich im Gegensatz zum Burton-Affenteil – auch Burton baut mal scheiße – oder anderen Reboot-Versuchen aber durchaus mal anschauen 😉

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