„Review – Gone Girl – Das perfekte Opfer“

GG - logoNick (Ben Affleck, u.a. Argo und The Company Men) und Amy Dunne (Rosamund Pike, u.a. The World’s End, Jack Reacher und Zorn der Titanen) wollten eigentlich ihren fünften Hochzeitstag feiern, doch Amy ist plötzlich verschwunden und in ihrem Haus sieht es so aus, als ob ein Kampf stattgefunden hätte. Als sie nach intensiver Suche nicht wieder auftaucht, gerät Nick unter Verdacht und die ermittelnden Polizisten Rhonda Boney (Kim Dickens) und Jim Gilpin (Patrick Fugit) finden schnell belastendes Material.

GG01Nick verstrickt sich zunehmend in ein Netz aus Lügen, die nach und nach alle auffliegen und nur noch seine Zwillingsschwester Margo (Carrie Coon) hält zu ihm. Doch Nick gibt nicht auf, denn er sieht seine Frau nicht als unschuldiges Opfer und stellt eigene Ermittlungen an, während die Uhr zu seiner Verhaftung tickt. Und dann da gibt es da noch Desi Collings (Neil Patrick Harris, u.a. Dr. Horrible’s Sing-Along Blog), den Ex-Freund und Stalker seiner Frau…

GG02Der neueste David Fincher – Film (u.a. Verblendung, The Social Network und House of Cards) fordert einen schon etwas heraus und insgesamt hätte ich mir GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER sogar besser als Mini-Serie vorstellen können. Denn an einigen Stellen wirkt es schon etwas gequetscht, trotz Überlänge. Davon ab hat man wieder eine ganz brillante Kameraführung, Spannung und Plot-Twists en masse.

GG03Ben Affleck spielt dabei ganz wunderbar die leicht bräsige, unterschwellig gewaltbereite US-Mittelmäßigkeit und -schicht, welche die an sie gestellten Erwartungen im Alltag nicht erfüllen kann. Dabei lässt er aber viel Raum, den Rosamund Pike herrlich zu nutzen weiß für zahlreiche soziopathische Anwandlungen. Und dann ist da noch Neil Patrick Harris als verstörende, düstere Ausgabe von Barney Stinson. Womit dann auch fast alle gestörten Aspekte der oberen Schichten der US-Gesellschaft anwesend sind.

GG04Am Pranger steht aber auch die Sensationsgeilheit der Medien, die für die Nachricht der Stunde alles opfern und nur verbrannte Erde hinterlassen. Fincher bleibt im „House of Cards“ – Modus und liefert einen zynischen Blick auf die US-Gesellschaft, verpackt als Thriller mit ein paar zünftigen Gewaltexplosionen. 4 von 5 soziopathischen Horror-RomComs!🙂

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