„Review – Blackhat“

Blackhat - LogoEin Hacker knackt die Sicherheitssysteme eines chinesischen Atomkraftwerkes, es kommt zur nuklearen Katastrophe. Peking schickt seine Top-Experten für Cyber-Kriminalität, Chen Dawai (Lee-Hom Wang) und dessen Schwester Chen Lien (Tang Wei), in die USA, um dort Unterstützung zu suchen. Doch die Täter sind schneller und manipulieren die Kurse der Wall Street. Immerhin kann diesmal ein Teil des verwendeten Angriffscodes identifiziert werden. Vor Jahren wurde die Rohfassung des Codes vom inhaftierten Computerexperten Nicholas Hathaway (Chris Hemsworth, u.a. Thor, Thor – The Dark Kingdom, Snow White and the Huntsman, The Cabin in the Woods und The Avengers) geschrieben, dessen Hilfe man nun braucht.

Blackhat02Co-Autor des Codes war übrigens sein alter Freund, Chen Dawai. Man bietet ihm einen Deal an: Fang die Hacker und du bist ein freier Mann. Was für Hathaway als eine Art Schnitzeljagd beginnt, wird schnell zu einem Spiel auf Leben und Tod, denn auf der Jagd von Hongkong nach Malaysia verlagern sich die Angriffe immer weiter in die reale Welt und werden dabei immer tödlicher…

chris-hemsworth-blackhat-movieKult-Regisseur Michael Manns (u.a. Heat, das zumindest von mir sehr gemochte Miami Vice) neustes Werk BLACKHAT ist an der Kinokasse so richtig bös gefloppt und die Kritik war nicht gerade freundlich zum Film. Teilweise ist das durchaus nachvollziebar, denn Chris Hemsworth geht keine Sekunde als „Hacker“ durch und genauso wurde der Film vermarktet. Wenn man seine Rolle denn auch eher als durchaus gewaltbereiten Con-Artist mit Programmierfähigkeiten sieht, wird das schon weitaus glaubwürdiger. Der Rest der Darstellerriege macht seinen Job da schon auf den ersten Blick besser.

Blackhat03Dazu kommen einige wenige, aber dann erstaunlich harte und realistische Actionszenen, wunderbare Großstadtaufnahmen, erstaunlich wenig Hollywood Hacking und eine oft freie, nah am Geschehen befindliche Kamera, die dabei weitaus „unwackliger“ ist, als so manche auf hektisch getrimmte Shaky Cam aus Jugendschutzgründen. Blackhat ist stylisch, erstaunlich realistisch und macht richtig Spaß, wenn man sich darauf einlässt und Manns‘ Stil schätzt. Der große Schwachpunkt, neben dem Fehlmarketing, was den Film als Action²-Kracher ohne Action in der Öffentlichkeit versenkt hat, ist hingegen eindeutig das Drehbuch, was an einigen Stellen vor sich hinsiecht und nicht aus dem Quark kommt. Da muss man dann halt die schicken Bilder genießen, bis es weiter geht.😉 BLACKHAT hievt sich auf satte 3,5 von 5 fetten Firewalls, aber Achtung, YMMV.

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6 Antworten zu „Review – Blackhat“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Na ja, dann guck‘ ich mir den doch mal an. Bin ja recht anspruchsvoll bei Hacker-Filmen😉

  2. sirdoom schreibt:

    Ich bin gerade etwas froh über den YMMV-Disclaimer!😀😉

  3. Lucas Cunningham schreibt:

    „…verlagern sich die Angriffe immer weiter in die reale Welt und werden dabei immer tödlicher…“

    Tödlicher als die eingangs erwähnte nukleare Katastrophe… soso…

  4. sirdoom schreibt:

    Im Sinne von physische Gewalt gegen die Protagonisten, statt digitale Attacken gegen Infrastruktur😛😉 Aber ja, das ist vielleicht etwas missverständlich formuliert^^

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