„Review – Chappie“

Chappie02Im Kapstadt der nahen Zukunft wird die Polizeiarbeit neuerdings weitgehend von Robotern erledigt, um der erschreckend Gewaltwelle Herr zu werden. Ingenieur Deon Wilson (Dev Patel), der Erfinder der Polizeiroboter, will aber eigentlich lieber an einer friedlichen Weiterentwicklung der KI-Software arbeiten, um „echtes„, künstliches Leben zu erschaffen. Was seine Chefin Michelle Bradley (Sigourney Weaver, u.a. Avatar – Aufbruch nach Pandora) für eine gefährliche Verschwendung von Firmengeldern hält. Was Wilson natürlich nicht davon abhält sein Programm an einem ausrangierten Polizeiroboter zu testen.

Chappie04Er und CHAPPIE (Sharlto Copley, u.a. The A-Team) fallen dann den Kleingangstern Ninja (Ninja) und Yolandi (Yo-Landi Visser) in die Hände, die Chappie zu einen Werkzeug für ihren Überfall machen wollen. Denn Gangchef Hippo (Brandon Auret) will Geld sehen, oder die beiden sind tot. Und dann ist da noch Vincent Moore (Hugh Jackman, u.a. X-Men: Erste Entscheidung, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit und Real Steel), der sein MOOSE-Kampfroboter-Projekt durchsetzen will, aber durch den Erfolg von Wilsons Polizeirobotern nicht zum Zug kommt. Ein Blutbad käme ihm sehr gelegen…

Chappie03Mit District 9 hat Neill Blomkamp aus dem Nichts ein kleines Meisterwerk abgeliefert. Mit dem Big Budget – Nachfolger Elysium gab es schon so einige Probleme und bei CHAPPIE wird es offensichtlich. World Building und Society Design, gepaart mit dreckiger SciFi, das kann Blomkamp durchaus. Aber das hilft alles nicht so wirklich, wenn die Story gewaltig stottert. Wo Elysium durch das plakative Anbringen der Botschaft zwar manchmal etwas nervte, so hat der Film trotzdem insgesamt funktioniert. Bei Chappie klappt das nicht mehr. Noch immer lassen sich haufenweise gelungene Versatzstücke und Einzelteile finden, aber irgendwo zwischen Robocop, Nummer 5 lebt!/Short Circuit und District 9 fällt der Film als Ganzes einfach um.

Dabei hilft es auch nicht, dass Dev Patel nervt, Sigourney Weaver verschwendet ist, Hugh Jackman gnadenlos overacted – was Sharlto Copley in Elysium WEITAUS besser gemacht hat – und Die Antwoord, alias Ninja und Yolandi Visser, zwar nicht komplett versagen, aber nun mal auch keine grandiosen Schauspieler sind. Sharlto Copley „motion captured“ Chappie aber ganz wunderbar. Dazu hat man dann noch einige eingestreute, coole Actionszenen der üblichen Blomkamp-Bauart – Bonuspunkte für den „ED-209 – und einen erstaunlich durchschnittlichen Soundtrack. Als Science Fiction-Fan schaut man sich Chappie natürlich trotzdem an, aber mehr als 3 von 5 halbstarken Ghetto-Bots sind da leider auf gar keinen Fall drin.

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