„Gesamtdeutsche Integration“

Im Zuge der Flüchtlingskrise war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Vorschlag wieder auf den Tisch kommt: Ein Integrationsvertrag, der den Unterzeichner auf bestimmte Werte und das Grundgesetz verpflichtet. Diese Idee wird uns diesmal von der rheinland-pfälzischen Unionschefin Julia Klöckner präsentiert, auch wenn das Konzept nicht wirklich neu ist und jedesmal wieder aufploppt.

Gesamtdeutsche Integration - LogoDemnach sollen sich Migranten verpflichten, unter anderem die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie den Vorrang der deutschen Gesetze vor der Scharia anzuerkennen. Eine Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen dürfe nicht als Ausdruck religiöser Vielfalt akzeptiert werden. Außerdem sollten die Einwanderer zusichern, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Bei Verstößen solle es die Möglichkeit geben, Sozialleistungen zu kürzen oder den Aufenthaltsstatus zu ändern. “ [Link]

Ich halte das eigentlich für eine gute Idee, die eindeutig ausgeweitet gehört. Ich bin nämlich für eine Integrationspflicht und Bekenntnis zum Grundgesetz für Migranten UND für Deutsche! Z.B. in der Sonderrechtszone Sachsen. Oder Bayern! Oder ganz allgemein für Politiker, die seit Jahren immer wieder absehbar verfassungswidrige Gesetze einbringen. Und wer sich nicht dran hält: Entzug der Staatsbürgerschaft – war doch jetzt für Terroristen im Gespräch, oder? Da geht so einiges!😉

Der Haken an der Geschichte ist natürlich: Derjenige, der sich an unsere Gesetze hält, tut entweder eh, oder eben nicht. Und dann hilft da auch keine Sondervereinbarung, die das Grundgesetz betreffend eh auf wackeligen Beinen steht. Weswegen diese Idee bislang auch immer wieder in der Versenkung verschwunden ist…

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3 Antworten zu „Gesamtdeutsche Integration“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Äh … moment mal. Entgegen dem populistischen Gelaber bestimmter bayrischer Politiker ist grade in Bayern die Willkommenskultur tatsächlich weit besser ausgeprägt als in so manchen anderen Bundesländern. Man hält sich auch in Bayern an die geltenden Gesetze und die allgemeine Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist ungeachtet der permanenten Unkenrufe in den Medien und den höchst zweilfehaften Aussagen „unserer“ Politiker überdurchschnittlich hoch.

    Bitte nicht von den Polit-Deppen in München auf die gesamte bayrische Bevölkerung schließen. Die Realität sieht nämlich auch da größtenteils ganz anders aus, als diverse Medien und Polit-Schwafler mit Hilfe von „Einzelfallbelegen“ behaupten.

    Ich wohne nicht weit von einem zentralen Aufnahmelager entfernt und kenne deshalb die Umstände und Zustände. Ziemlich genau neben meiner Wohnung gibt’s eine temporäre Flüchtlingsunterkunft für fast 200 Personen. 95% der so kasernierten Leute sind ausgesprochen zivilisiert. Über die restlichen 5% muß man trotzdem reden dürfen, aber man soll natürlich nicht den Schwerpunkt darauf legen.

    Ganz ehrlich – mir geht dieses permanente gebashe von Bayern als angeblich hinterwäldlerische Primitve ziemlich auf den Senkel. Deppen findet man in ganz Deutschland, an manchen Orten auch gehäuft, aber das ist kein Alleinstellungsmerkmal für einzelne Bundesländer.

    Um zum Thema zurückzukommen: Ein Infoblatt schadet nicht, da viele Flüchtlinge mit völlig falschen Vorstellungen zu uns kommen. Andererseits sind gerade Flüchtlinge z.B. aus Afghanistan oder Afrika funktionale oder gar primäre Analphabeten, die damit überhaupt nichts anfangen könnten. Selbst wenn so was in deren Heimatsprache geschrieben wäre.

    Als Gast in einem fremden Land habe ich die dortigen Gesetze, Sitten und Gebräuche zu befolgen. Das gehört zu den Regeln der Gastfreundschaft – übrigens auch und besonders in den Ländern, aus denen viele Flüchtlinge kommen. Wenn ich die Regeln nicht kenne, dann frage ich. Ich kann nicht einfach gewisse Verhaltensweisen aus meinem Heimatland auf andere Länder übertragen oder gar glauben, daß ich machen kann was ich will, nur weil ich „hier“ fremd bin.

  2. sirdoom schreibt:

    Der Seitenhieb nach Bayern war eher gegen Söder&co und das Klischee gerichtet, denn ich hab ja heute auch den Artikel bei SPON gelesen😉 >>> Die CSU jammert, Bayern hilft

    Und was einen Kurs Deutschlands- und „Freiheits“kunde angeht, da bin ich sogar vollkommen dafür. Der ist auch millionenfach hilfreicher als ein Gesinnungspapier zu unterschreiben, was nachher eh keiner überprüfen kann und was arge, rechtliche Probleme aufwirft^^

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