„Review – The Big Short“

Truth is like poetry…
And most people fucking hate poetry…😛

TBS - Logo2005: Die Wall Street boomt und die als grundsolide geltenden Wohnungskredite und deren Weiterverwertung in Form von Finanzprodukten florieren. Aber der eigenwillige Hedgefonds-Manager Michael Burry (Christian Bale, u.a. Exodus: Götter und Könige oder The Dark Knight Rises) schaut sich die Datenlage genauer an und kommt zu dem Schluss, dass die Sicherheiten nichts wert sind und ein gigantischer Crash ansteht. Gegen den Widerstand seiner Investoren wettet er gegen die Banken. Davon bekommt der Deutsche-Bank-Makler Greg Lippman (Ryan Gosling, u.a. Drive und Only God Forgives) Wind und macht einen Deal mit dem Trader Steve Eisman (Steve Carell) und dessen Firma, um gegen das System zu wetten, mit Leerverkäufen von Aktien großer Investmentbanken.

TBS01Auch wenn Eisman die Lage zuerst gar nicht glauben kann und seine Leute vor Ort, in leeren Villengegenden ermitteln lässt, wo Alligatoren die Pools übernommen haben und die Kredite trotzdem noch als „Premium“ bewertet werden, obwohl seit Monaten nicht gezahlt wurde. Und dann gibt es da noch die Jungbanker Charlie Geller (John Magaro) und Jamie Shipley (Finn Wittrock, u.a. Noah), die durch Zufall über die Geschichte stolpern und zusammen mit dem eigentlich im Ruhestand befindlichen Ex-Banker Ben Rickert (Brad Pitt, u.a. World War Z und Herz aus Stahl) versuchen, in die Sache einzusteigen. Aber das Ausmaß an Gier, Inkompetenz und Arroganz ist viel zu groß, um noch irgendwas zu retten. Die Außenseiter können sich nur entscheiden, ob sie an der Katastrophe noch verdienen, während sie zusehen müssen, wie die ganze Situation trotz aller Warnungen gegen die Wand fährt.

TBS02Während Margin Call – Der Große Crash sich eher in fiesen, internen Konzernintrigen übt und The Wolf of Wall Street ohne Hemmungen als kokaingetränkte Groteske auf den Putz haut, handelt es sich bei THE BIG SHORT um eine klassische, bissige Satire, die gerade dadurch, dass sie gar nicht besonders übertreibt, so brutale Treffer landet. Getragen wird das von einem All-Star Cast, aus dem Steve Carell, den man wohl langsam öfter für ernstere Rollen in Betracht zieht, noch besonders hervorsticht. Dazu verklickert der Film die absichtlich kompliziert gehaltenen Vorgänge höchst verständlich und unterhaltsam, ob Margot Robbie (Harley Quinn in Suicide Squad) im Schaumbad über Subprimes doziert oder Selena Gomez am Roulette-Tisch die Gefahr von Seitenwetten erklärt, die irgendwann nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun haben. Fazit: The Big Short greift 4 von 5 bösartigen AAA-Ratings ab und ist ein echter Kinotipp!🙂

TBS03>>> The Big Short Trailer

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2 Antworten zu „Review – The Big Short“

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