„Double Feature Review – Spotlight – Steve Jobs“

Steve Jobs - Spotlight - Review - LogoDie Tageszeitung The Boston Globe heuert im Jahr 2001 den Journalisten Marty Baron (Liev Schreiber, u.a. Repo Men) als neuen Chefredakteur an. Als dieser in einem kleinen Abschnitt der Zeitung über einen pädophilen Priester liest, über den Kardinal Bernard Law, der Erzbischof von Boston, Bescheid wusste, aber nichts unternahm, drängt Baron sein hauseigenes SPOTLIGHT-Team dazu, die Sache weiter zu erforschen. Das Spotlight Team um Chef Walter Robinson (Michael Keaton, u.a. RoboCop) und seine Mitarbeiter Michael Rezendes (Mark Ruffalo, u.a. Avengers: Age of Ultron oder Die Unfassbaren – Now You See Me), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams, u.a. A Most Wanted Man) und Matt Carroll (Brian D’Arcy James) trifft sich mit Opfer-Anwalt Mitchell Garabedian (Stanley Tucci, u.a. Margin Call – Der große Crash oder Die Tribute von Panem) und beginnt so nach und nach den sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in Boston aufzudecken und bringt in Erfahrung, dass die Taten bewusst vom Erzbistum Boston vertuscht wurden. Aber es gibt Widerstand, sowohl von Kirche als auch den staatlichen Institutionen…

SL01SPOTLIGHT schafft es mit Starbesetzung die eigentlich unaufgeregte Geschichte um die Enthüllungsberichte des Boston Globes zum Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche in Boston zu einem ruhigen, aber spannenden Thriller zu machen. Wenn an jeder Ecke eine Kirche ins Bild ragt, jeder Offizielle der Stadt auch Verbindungen zum Kardinal hat und leise davor gewarnt wird, nicht zu übertreiben, breitet sich eine ganz subtile Aura von Angst und Paranoia aus, welche die die Reporter von Spotlight bei ihren Recherchen auf Schritt und Tritt verfolgt. Dabei ist Spotlight keine ausufernde Anklageschrift gegen die Katholische Kirche geworden, sondern fragt insbesondere, wieso niemand, einschließlich der Reporter, etwas mitbekommen haben will, bis sie quasi dazu gezwungen werden nachzufragen. Fazit: Satte 4 von 5 Mauern des Schweigens, die auch gerade den Academy Award namens OSCAR in Los Angeles gewonnen haben und im Kino zu finden sind! 🙂

>>> Trailer Spotlight

Steve JobsKurz vor den Produktpräsentationen des Macintosh (1984), von NeXT (1988) und des iMac (1988) geht es hinter den Kulissen für STEVE JOBS (Michael Fassbender, u.a. Eine Dunkle Begierde – A Dangerous Method, Prometheus – Dunkle Zeichen oder X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) zur Sache. Ob sich Jobs mit Steve Wozniak (Seth Rogen, u.a. The Interview oder Green Hornet) zofft, von seiner Marketing-Chefin Joanna Hoffman (Kate Winslet, u.a. Contagion) kontra bekommt, oder er sich mit Apple-CEO John Sculley (Jeff Daniels, u.a. Der Marsianer – Rettet Mark Watney) einen Machtkampf liefert, der ebenso herrische wie visionäre Jobs macht keine halben Sachen. Was sich auch auf sein Privatleben erstreckt. So weigert er sich zunächst, seine Tochter Lisa anzuerkennen, die er mit Ex-Freundin Chrisann Brenna (Katherine Waterston) hat.

SJ01Wenn Danny Boyle (u.a. Trance – Gefährliche Erinnerungen) mit einem Drehbuch von Dialoggott Aaron Sorkin (u.a. The West Wing, The Newsroom, Der Krieg des Charlie Wilson 🙂 und The Social Network) einen Film dreht, dann kann man schon mal guter Hoffnung sein. 😉 Wenn Michael Fassbender dann STEVE JOBS spielt, fragt man sich zuerst, wie es dazu kommen konnte, weil da eigentlich keinerlei Ähnlichkeit besteht. Und dann zaubern die drei Künstler da ein Stück mitreissender, fiktiver, verdichteter Realität herbei, das es in sich hat. Man traut sich Jobs als Arschloch, Visionär, Egomanen in all seiner Widersprüchlichkeit zu zeigen. Und nach ein paar Minuten IST Fassbender Jobs – oder zumindest was wir uns darunter vorstellen mögen – obwohl er ihm nicht ähnlich sieht. DiCaprio hat hat gerade den OSCAR in der Kategorie Bester Hauptdarsteller gewonnen, aber Fassbender hätte ihn zumindest auch verdient gehabt. Dazu kommen grandiose Nebendarsteller – sollten Boyle/Sorkin einen Film über Steve Wozniak, Joanna Hoffman oder John Sculley machen, ich würde ihn mir garantiert anschauen! – und herrliche Dialoge. Fazit: 4 von 5 apfelhaltigen Biopics! 🙂

>>> Trailer Steve Jobs

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6 Antworten zu „Double Feature Review – Spotlight – Steve Jobs“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Spotlight wird wohl eher nicht so meins sein, aber das Jobs-Pseudo-Biopic werde ich in Erwägung ziehen. Meine ersten Zertifikate als Admin und Techniker für Apfel-Produkte habe ich ’97 gemacht und eigentlich war ich schon Mitte der ’80er mit einem Apple //e dabei. (Kommandozeile, noch ganz ohne MacOS aber mit Apple-DOS und CP/M).

    Und die Forderung nach einer Biographie über „THE WOZ™“ unterschreibe ich mit großen, dicken Blockbuchstaben :mrgreen:

  2. sirdoom schreibt:

    🙂

    Sag mal bescheid ob dir STEVE JOBS gefallen hat!

  3. Cunningham schreibt:

    Hach ja, das STEVE JOBS-Gedächtnis Phone, in einem etwas dunkleren Schwarz und mit unveränderbaren Trauerhintergrund… 😉

  4. sirdoom schreibt:

    ICH hätte als CEO von Apple LÄNGST ein retro iphone in der STEVE – Gedächtnisedition rausgebracht! 😀

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