„Überwachung: Ringtausch unter Freunden“

Eigentlich dürfen quasi alle Auslandsnachrichtendienste der westlichen Länder ihre eigenen Staatsbürger bislang nicht abhören & komplettüberwachen, weil das gegen die Grundrechte verstößt. Sowas kann „unpraktisch“ sein, weswegen man gerne die altbewährte Methode des Ringtausches praktiziert und einfach einen „guten Freund“ im Ausland spitzeln lässt, der einem dann alle Daten rüberreicht, womit man dann nicht „direkt“ gegen die eigenen Gesetze verstößt…

Überwachung - Ringtausch unter Freunden - Logo>> Nachdem Neuseelands Geheimdienst GCSB (Government Communications Security Bureau) auf [die Gruppe] aufmerksam geworden war, gab es demnach auch eine Anfrage bei der NSA. Dank des Überwachungsprogramms PRISM hatte der US-Verbündete Zugriff auf das Gmail-Konto und den Facebook-Account [von  Aktivisten]. Hunderte Nachrichten seien an die neuseeländischen Verbündeten weitergeleitet worden. Die waren demnach zumeist in der Kategorie „ausländische Regierung“ aber auch „Anti-Terrormaßnahme“ eingeordnet. Enthalten waren demnach etwa per E-Mail empfangene Kontoauszüge, private Kommunikation und sogar ein als „Top Secret“ eingeordnetes Foto des Fahrzeugs [von einem der Aktivisten]. Schnell sei deutlich geworden, dass es keinen Hinweis auf einen geplanten Umsturzversuch gibt. << [Link: NSA-Skandal: PRISM gegen neuseeländische Demokratie-Aktivisten eingesetzt <<

Wer jetzt übrigens auf die Idee kommt, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) sowas nie machen würde, der ist 1. naiv und sollte 2. mal nachlesen, was Operation Monkeyshoulder war.😉 Aber keine Sorge, bald ist der Ringtausch überflüssig. Denn weil wir alle so viel Angst vor dem Terrorismus haben, stehen in zig Ländern Gesetzesentwürfe in den Startlöchern, damit die Nachrichtendienste endlich auch die eigenen Staatsbürger abhören dürfen. Ist ja auch viel effizenter als so ein Ringtausch…😛

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10 Antworten zu „Überwachung: Ringtausch unter Freunden“

  1. Koronus schreibt:

    Ja man kann leider dauerhaft nur auf zwei Arten Frieden finden, 1. man unterdrückt und überwacht die eigene Bevölkerung zum Wohl der größten möglichen Gruppe glücklicher Menschen.
    2. Man tauscht sich gemeinsam aus und versucht einen Weg des Verständnis für alle zu finden wofür wir allerdings nicht die genetischen Eigenschaften haben, auch zu fühlen was die anderen tun und es selbst dann ein kulturelles Umdenken bräuchte, was Generationen dauern würde aufgrund der Größenordnung.

    • sirdoom schreibt:

      Ich finde Option 2 ist mal einen Versuch wert, Option 1 hat ja jetzt meistens nicht soooo gut funktioniert. Und klar ist sowas nicht einfach. Wenn es das wäre, würden wir ja alle schon damit leben.😉

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Geheimdienste sind von der Struktur her hierarchisch, autokratisch und antidemokratisch. Geheimdienste können nicht effektiv überwacht oder gar kontrolliert werden.

    Das Fazit daraus kann jeder selbst ziehen …

    • sirdoom schreibt:

      Hm, wenn ich mir ansehe, wie das in real life läuft, dann würde ich sagen, dass die LÖSUNG für dieses Problem anscheinend darin besteht ihnen MEHR Geld und MEHR Befugnisse zu geben und sie WENIGER zu überwachen, während man gleichzeitig vorher illegale Dinge legalisiert, ohne auch nur daran zu denken, irgendwen für die illegalen Aktivitäten zur Rechenschaft zu ziehen!😀 Was soll da bloss schiefgehen? -_-

  3. XD schreibt:

    Bürger, bewahren Sie Ruhe! Die friedliebende Regierung dieses Volksstaates liebt Sie!

  4. sirdoom schreibt:

    Related: #‎nsa‬ ‪#‎exploit‬ ‪#‎shadowbrokers‬ ‪#‎equationgroup‬ ‪#‎stuxnet‬ ‪#‎flame‬ ‪#‎hacks‬ ‪#‎cyberwar‬ ‪#‎tinfoil‬

    Eine Gruppe namens SHADOW BROKERS lädt zu einer Auktion ein, bei der man eine Ladung Cyberwaffen und Exploits der NSA kaufen kann! o.O Klingt verdächtig, ist es wahrscheinlich auch, andererseits: Cyberwaffen – Proliferation ist eh nur eine Frage der Zeit gewesen… [Link]

    >>> Edward Snowden zum NSA-Hack #popcorn😀

    Hier hat sich übrigens mal jemand den Demo-Teil des Equationgroup-Dumps gezogen und an seinen Ciscos im Labor ausprobiert — und die Exploits funktionierten! o.O

    #extrabaconWofür stand noch mal das S in NSA?

    1. Öffentlichkeit, Senatsausschuss und Repräsentantenhaus belogen.
    2. Cyberwaffen ‚verloren‘ -_-
    3. Schwere Lücke in ‚eigener’/CISCO-Hardware nicht gemeldet, selber ausgenutzt (Verbündete abgehört? O:) ) während Exploits schon bei der Gegenseite waren. Sprich: Dank NSA konnten Russen, Chinesen und die Cybermafia lustig jahrelang abstauben! #applaus

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