„Review – Jack Reacher: Kein Weg zurück“

jrkwz-logoJack Reacher (Tom Cruise, u.a. Oblivion, Edge of Tomorrow und Mission: Impossible – Rogue Nation) kehrt vier Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils zurück zum Hauptquartier seiner ehemaligen Militäreinheit in Washington D.C.. Er will sich dort mit seiner Nachfolgerin Major Susan Turner (Cobie Smulders, u.a. Marvel’s The Avengers und Avengers: Age of Ultron) treffen. Beide haben sich schon gegenseitig geholfen, standen bislang aber nur telefonisch in Kontakt.  In D.C. angekommen erfährt Reacher, dass gegen Major Turner Anklage wegen Landesverrats erhoben werden soll und sie im Militärgefängnis in Fort Dyer sitzt.

jrkwz03Major Turner hatte zwei ihrer Ermittler nach Afghanistan geschickt um Vorfälle in Bezug auf beim Transport verschwundene, militärische Ausrüstung und den damit beauftragten Militärdienstleister Para Source nachzugehen. Die Ermittler wurden vor Ort getötet und in Turners Wohnung wurde kompromittierendes Material gefunden. Reacher weiß sofort, dass da etwas faul und Major Turners Leben in Gefahr ist. Und dann ist da noch Jack Reachers vermeintliche Tochter Samantha (Danika Yarosh), von der Reacher bislang nichts wusste und die nun auch im Fadenkreuz ist.

jrkwz04Die Probleme von Jack Reacher: Kein Weg zurück beginnen bei der langen Verzögerung des Projekts („Fortsetzung von was? Wer war das noch gleich und was ist im ersten Teil passiert?“) und setzen sich beim Drehbuch fort, dessen Krimihandlung wirklich sehr offensichtlich und erschreckend unoriginell ist, samt einem Plottwist – ich wage es fast nicht das so zu nennen – der mehrfach auch für die ganz Dummen angekündigt wird und am Ende starrt Reacher ungelogen zwei volle, lange Minuten auf die offensichtliche Lösung, um dann ein „Heureka!“ auszustoßen. -_- Wenn das der beste Ermittler der Militärpolizei war… o.O Ein ganz schlechtes Date ist auch die Chemie zwischen Smulders und Cruise und man ist am Ende fast schon froh, dass die beiden bald wieder nur noch am Telefon miteinander reden werden; falls überhaupt. 😉

jrkwz01Der Nebenplot mit Reachers „Vielleicht-Tochter“ nervt ab und zu, funktioniert vom Zusammenspiel allerdings weitaus besser. Die im Vergleich zum Vorgänger ziemlich blassen Schurken sind auch nicht hilfreich. Im ersten Teil hat Christopher McQuarrie noch darauf geachtet, dass die Action sparsam aber knackig und realistisch eingesetzt wird, was auch einen Verzicht auf die typischen Explosionen bedeutete. Im zweiten Teil gibt es mit Regisseur Edward Zwick eine gewisse Neuausrichtung mit weitaus mehr Action, die aber häufig einfach nur belanglos ist. Und dann explodiert noch was. Immerhin gibt es keine Wackelkamera… 😉 Fazit: Mehr als 2,5 von 5 NCIS-Agenten auf der großen Leinwand sind da diesmal nicht drin. Dabei ist Jack Reacher: Kein Weg zurück nicht mal so richtig schlecht, aber immer schlechter als der Vorgänger.

>>> Trailer Jack Reacher: Kein Weg zurück

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7 Antworten zu „Review – Jack Reacher: Kein Weg zurück“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    War für einen verregneten Sonntagnachmittag ganz ok. Wenn ich bedenke, was sich mein Weib währenddessen reingezogen hat … irgendwas mit „Sandsharks“, oder so ….

  2. sirdoom schreibt:

    Auf den ersten Blick sieht das doch gar nicht sooo schlimm aus… 😀

  3. lawgunsandfreedom schreibt:

    Das war grauenhaft. Ich hab mich zwingen müssen, wegzusehen und wegzuhören. Wie bei einer schlimmen Massenkarambolage.

    Danach hat sie sich „Sharktopus vs. Whalewolf“ reingezogen. Immerhin von Roger Corman ^_^

    … und danach „Ghost-Shark“ … und ich dachte schon ich hätte alles gesehen …

  4. sirdoom schreibt:

    Da weiß man dann auch erst den „production value“ von Sachen wie z.B. „Piranha“ zu schätzen 😀

  5. lawgunsandfreedom schreibt:

    Schon eher, aber trotzdem … ich überlasse den Horror-Trash wirklich meiner Frau. Das ist nix für mich. Das schmerzt körperlich. Kann nicht nachvollziehen, wie sie kichernd davorhockt.

    Jetzt allerdings freut sie sich über den Corman-Klassiker „Little Shop Of Horrors“ von 1960. Den finde ich dann auch wieder niedlich.

  6. sirdoom schreibt:

    🙂 Wobei ich natürlich eher geprägt bin durch die Verfilmung vom Musical dazu, was garantiert Mitschuld an der allgemeinen Abneigung zum Zahnarzt zu gehen hat! o.O

  7. lawgunsandfreedom schreibt:

    Das Musical habe ich erst sehr viel später gesehen. Und vor Zahnärzten habe ich keine Angst 😉

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