„Messgenauigkeit – Ganz genau muss es ja nicht sein“

Smart Meter, oder auch intelligente Stromzähler sind Zähler, die digitale Daten empfangen und senden und dazu in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist. Empfangene Daten sind z.B. Tarifänderungen, gesendete Daten z.B. der Stromverbrauch. Moderne Smart Meter können Daten im schnellen Rhythmus an Energieversorgungsunternehmen übertragen, was eine bessere Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen soll. Smart Meter sind zusammen mit automatischem Last- und Ressourcenmanagement Bestandteil von intelligenten Stromnetzen (englisch Smart Grid).
Messgenauigkeit - Ganz genau muss es ja nicht sein - LogoNatürlich gibt es auch zahlreiche Kritikpunkte, wie z.B. Kostensteigerungen für den Kunden, Datenschutzfragen, die Frage der möglichen Fernabschaltung, Versorgungssicherheit und Smart Meter als Angriffspunkte für Hackerattacken oder die Monopolisierung und Trennung in Netzbetreiber und Lieferant. Aber bislang wurde zumindest versprochen, dass die Ablesezahlen beim Stromverbrauch genauer und gerechter sein würden. 😉 Stellt sich raus: Dem ist nicht so…

Die Universität Twente und die Amsterdam University of Applied Sciences haben einige Smart Meter getestet und stellten dabei fehlerhafte Messungen fest. Obwohl sie den anscheinend veralteten Gesetzesvorgaben entsprachen, maßen sie trotzdem den Energiebedarf bestimmter elektrischer Verbraucher extrem falsch: Bei stark nichtlinearen Lasten ermittelten einige Zähler einen um bis zu 582 Prozent zu hohen Energiebedarf. o.O Insbesondere LED- und Energiesparlampen, deren Helligkeit über einen Dimmer angepasst werden kann, scheinen die gängigen Smart Meter zu überfordern. [Link: Electronic energy meters’ false readings]

Um aus den Werbebroschüren für Kunden zu zitieren: Da sparen sie richtig! 😛 😉

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3 Antworten zu „Messgenauigkeit – Ganz genau muss es ja nicht sein“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Smart Meter – wenn ich das schon lese. In Ländern wie Brasilien sind die schon gang und gebe. Daher weiß ich auch, daß man die Dinger mit einfachsten Mitteln manipulieren kann. Daß die Geräte schon von Haus aus oft Unsinn messen ist ebenfalls seit mehreren Jahren bekannt.

    Alles, was mit Software läuft, kann und wird gehackt werden. Nicht erst seit „Black Out“ bin ich deshalb ein Gegner von solchen Geräten. Sicher – auch die alten Zähler konnte man manipulieren, aber mit den Neuen wird es zum Massensport.

  2. sirdoom schreibt:

    Mal ganz abgesehen von so witzigen Geschichten wie: Russische Vory-Hacker kapern deinen Stromzähler/Stromverteiler und ohne 1000€ Lösegeld sitzt du min. eine Woche im Dunkeln… oder… 😉

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