„Review: Alien Wars/Frontlines – Reihe von Marko Kloos“

Inhalt: „Anfang des 22. Jahrhunderts ist die Welt restlos überfüllt: Die Menschen leben auf allerengstem Raum zusammen, die Lebensmittel sind knapp – die Tagesration eines Erwachsenen besteht aus 2000 Kalorien Sojamehl –, und jeder, der es sich leisten kann, lebt längst auf einem anderen Planeten. Davon träumt auch der junge Andy Grayson. Um endlich von der Erde wegzukommen, tritt er der Army bei, die sich gerade auf einen interstellaren Krieg mit einer feindlich gesinnten Alien-Spezies vorbereitet. Und ehe er sich versieht, landet Andy auf einem weit abgelegenen Kolonialplaneten der Erde – im härtesten Bootcamp des Universums. Aber das ist erst der Anfang, denn Andy hat die Tendenz, sich immer die Dienststellen auszusuchen, wo es wichtig dick kommt. Zum Glück passen Sergeant Fallon und seine Kameradin Halley halbwegs auf ihn auf.“

Alien Wars / Frontlines – Reihe

  1. Sterneninvasion (Terms of Enlistment)
  2. Planetenjagd (Lines of Departure)
  3. Sonnenschlacht (Angels of Attack)
  4. Operation Mars (Chains of Command)
  5. Fields of Fire (noch nicht übersetzt)
  6. Points of Impact (tba)

Marko Kloos‚ gelungene Hausmacher-Military-Science Fiction wird imho nicht unbedingt einen Innovationspreis gewinnen, genauso wenig wie die deutsche Titelgebung durch den Verlag. 😉 Die Titelgebung  der deutschen Ausgabe stellt dabei sogar noch wirklich ein Problem dar, weil sie gerade bei den späteren Romanen doch sehr irreführend ist. Davon ab sollten sich Military – SF – Fans eigentlich auf Anhieb wohlfühlen. Kloos‘ Charaktere sind keine großen Helden mit weitreichenden Ambitionen, sondern ganz normale Leute, die ihren Job machen und vor immer schwierigere Entscheidungen gestellt werden, in einer Welt, in der die Risse in der Gesellschaft immer größer werden. Einigen Lesern wird das sicherlich etwas zu trocken sein, aber spätestens wenn es Aliens hagelt und der Verrat in den eigenen Reihen losgeht, sollte der geneigte MilSF-Leser zufrieden sein. Ansonsten kann  man #imho etwas Heinlein und Scalzinein, das schließt sich nicht aus 😉 – rauslesen und sich darüber freuen, dass Kloos sich, im Gegensatz zu einigen anderen Autoren des Genres, beim Hurra-Patriotismus zurückhält. Fazit: Anständige Military-SF libertären Einschlages mit ordentlichem Wumms. 🙂 Und George R. R. Martin mag die Bücher auch! 😉

Nachtrag, der nicht direkt was in der Review zu suchen hat, aber doch erwähnt werden sollte: Ich lese ja nun schon etwas länger und eigentlich sehr gerne (US-) Military-SF, aber in letzter Zeit gehen mir zunehmend ausufernde „Author Filibuster“ auf den Keks. Ja, ich sehe dich an, John R.! 😛  Marko Kloos hat hingegen – als Beispiel – eine ganz entspannte und unaufgeregte Szene zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe mit drin, die gerade dadurch, dass da kein riesiger Aufriss drum gemacht wird, umso besser funktioniert. Nicely done!

>>> Interview: Marko Kloos on Kickass Space Adventures

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