„Sachsenwein, Pflanzengifte und Maulfaulheit“

Hattet ihr mitbekommen, dass es einen sächsischen Weinskandal gibt? o.O Und zwar anhaltend seit 2015! In tausenden Litern sächsischen Weins ist ein Nervengift nachgewiesen worden, was in einigen landwirtschaftlichen Kulturen zugelassen, im Weinbau aber verboten ist. Weswegen belasteter Wein nicht verkauft werden darf, ganz unabhängig davon, ob die nachgewiesene Konzentration gesundheitsschädlich ist oder nicht. Später sind dann auch Weine aufgetaucht, die Rückstände verbotener Fungizide enthalten. Und irgendwie sind alle Verantwortlichen oder Zuständigen ziemlich maulfaul…

Sachsenwein Pflanzengifte und Maulfaulheit - Logo
Ursprünglich haben die Behörden versucht, die Funde und die Beseitigung des Weins aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit fernzuhalten, dann wurde öffentlich so getan, als ob man transparent etwas tun würde, nur um wieder auf kommunikative Tauchstation zu gehen, als bekannt wurde, dass weiterhin belastete Weine auftauchen. 😛 Die kostspieligen Dauerprüfungen der Weine zahlt der Steuerzahler, Federweißer kann nicht geprüft werden, weil zu kurze Haltbarkeit, und Glühweine werden erst gar nicht erfasst/geprüft. Es gibt auch widersprüchliche Angaben zwischen Behörden und Landräten, ob überhaupt erfasst wird, wie viel belasteter Wein entsorgt wird und ob überhaupt jemand kontrolliert, dass der wirklich entsorgt wird. -_- Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) will keine Informationen herausgeben, wer die wiederholten Schuldigen sind, so weit sie nicht zumindest inoffiziell bekannt sind. Weswegen die Dresdener Neuesten Nachrichten (DNN) das SMS auf Herausgabe von Informationen verklagen. Auch sonst zeigt sich wenig Wille zur Aufklärung, obwohl das Problem keineswegs gelöst ist…

Bonmot: „Die Winzergenossenschaft Meißen darf mit Duldung der Lebensmittelüberwachung leicht belasteten Müller-Thurgau für 2,50 Euro je Flasche an ihre Mitglieder verkaufen. Es handele sich um Eigenverzehr der Traubenerzeuger, der Wein darf nicht weiterverkauft oder verschenkt werden. Viele Weingüter sind empört. Sie befürchten, belasteter Wein könnte so unkontrolliert in Umlauf gelangen. Das Landratamt räumte ein, dass der Eigenverbrauch nicht kontrolliert wird.“ [Link: Chronik des sächsischen Weinskandals]

In diesem Sinne: Hicks! 😉

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, Landwirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s