„Der Spion, der aus der Toblerone kam“

Der Titel ist natürlich eine Anspielung… 😉

Mindestens semi-legal „beschaffteSteuersünder-CDs mit Informationen über Schwarzgeldkonten zahlreicher deutscher Steuervermeider haben einerseits zu einer Vielzahl von Selbstanzeigen und Nachzahlungen geführt, andererseits wurde das zwischenstaatliche Klima zwischen Deutschland und der Schweiz doch etwas frostig. Es wurde 2010 in der Schweiz sogar ein nationaler Haftbefehl gegen mehrere deutsche Steuerfahnder erlassen. Was natürlich zu keinerlei Ergebnissen führte, weswegen der schweizer Nachrichtendienst NDB (Nachrichtendienstes des Bundes) beschloss etwas aktiver zu werden. Ein wenig zu aktiv für den Geschmack der deutschen Behörden…

Der Spion der aus der Toblerone kam - Logo

Das BKA hat vor ein paar Tagen aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs einen 54-jährigen schweizer Staatsangehörigen in Frankfurt am Main festnehmen lassen und mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Die Anklage lautet geheimdienstliche Agententätigkeit (§ 99 Abs. 1 Nr. 1 StGB) / (Pressemitteilung des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof/GBA). Der schweizer Agent soll seit Jahren im deutschen Finanzsektor und Bankenbereich spioniert haben. Sein aktueller Auftrag bestand angeblich darin, deutsche Steuerfahnder zu identifizieren, die am Ankauf der Steuerdaten beteiligt waren. Die schweizer Behörden sind bzgl. des Themas nicht besonders redselig und sprechen nur davon, dass sie „Kenntnis von der Verhaftung eines Schweizer Bürgers in Deutschland“ hätten… [Link: Festnahme eines schweizer Spions]

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7 Antworten zu „Der Spion, der aus der Toblerone kam“

  1. sirdoom schreibt:

    Update: Die Räuberpistole wird immer besser. Der freiberufliche Schweizer Agent hat auch auf eigene Rechnung Daten vertickt und sich schick selber belastet. Was eher durch einen Zufall bei den deutschen Behörden gelandet ist… o.O

    Link: So belastet der Schweizer Spion sich selbst

  2. sirdoom schreibt:

    Es wird noch besser: Anscheinend hat die Schweiz einen Spitzel in die NRW-Finanzverwaltung eingeschleust und man weiß bislang anscheinend noch nicht, wer es ist. o.O Die Operation in Deutschland war offenbar von höchster Stelle im Schweizer Geheimdienst „Nachrichtendienst des Bundes“ (NDB) gesteuert worden. Verantwortlich war dem Haftbefehl zufolge der stellvertretende Leiter des NDB.

    [LINK]

  3. sirdoom schreibt:

    Steckt dahinter noch eine andere Geschichte? O:) #Tinfoil

    >> Der Bankier sagt: „Es kursieren anscheinend schon länger Dokumente, welche nachweisen wollen, dass auf Bankkundenlisten Namen von hochgestellten deutschen Persönlichkeiten waren, die aber dann, aus welchen Gründen auch immer, wieder von den Listen verschwanden, und dass deutsche Behördenmitglieder in diesem Zusammenhang sich zu korrupten Handlungen verleiten liessen.“ Das würde heissen: Prominente Steuersünder, unter ihnen Politiker, liessen sich gegen Schmiergeld aus dem Sünderregister streichen. Es sieht jedenfalls so aus, dass solche Dokumente auch bei der Schweizer Bundesanwaltschaft gelandet sind. <<

    Der schweizer Geheimdienst hat übrigens eigentlich bestätigt, dass Daniel M. ihr Agent ist.

    "Am Dienstag hatte bereits der Schweizer Geheimdienstchef Markus Seiler vor den Medien von «Gegenspionage» gesprochen. Und damit angedeutet, dass Daniel M. einen Auftrag des NDB hatte."

    [LINK]

  4. sirdoom schreibt:

    Die Schweizer Regierung war nach Angaben von Finanzminister Maurer über den Spionageeinsatz gegen deutsche Steuerfahnder informiert. Maurer war in der betreffenden Zeit oberster Dienstherr des Schweizer Geheimdienstes NDB. [Link]

  5. sirdoom schreibt:

    Jetzt ist auch noch Agentenlegende Werner Mauss mit dabei… o.O

    >> In Deutschland läuft ein Verfahren gegen Mauss, und der hat natürlich Akteneinsicht beantragt. In den Akten fand er auch Unterlagen der Schweizer. Und es stellt sich raus, dass da auch Aussagen von besagtem Spion zu seinen Geheimdiensttätigkeiten dabei waren, die er in der Schweiz (wo er selbst in U-Haft saß) gemacht hatte. Diese Aussagen hatte die Schweizer Staatsanwaltschaft treudoof an die deutschen Spionageopfer weitergereicht… << 😀

    [LINK]

  6. sirdoom schreibt:

    >> WELT liegen nun wichtige Akten zum Fall Daniel M. vor. Sie enthalten Aussageprotokolle, mysteriöse Dossiers, Listen mit zahllosen Bank-Konten, kopierte E-Mails und wohl heimlich aufgenommene Gespräche. Die Unterlagen geben nicht nur Einblicke in eine wohl eher dilettantische Schweizer Spionageoperation. Sie zeichnen auch das Bild einer filmreifen Agentenposse. >> 😀

    [Link]

  7. sirdoom schreibt:

    Ab jetzt bitte nicht mehr erwischen lassen!!! 😛

    [Link: Deutschland und Schweiz schließen No-Spy-Abkommen]

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