„Friesische Freiheit – Fryske Frijheid“

Wenn man sich Mel Gibsons unterhaltsames, historisch bunt ausgeschmücktes, schottisches Erbauungsfilmwerk Braveheart anschaut, fragt man sich irgendwann schon, warum es eigentlich keinen teuren, mit internationalen Stars besetzten, epischen deutschen Historienfilm gibt, der z.B. STURMHERZ heißen könnte und wo es, im Gegensatz zu den Schotten 😛 , wirklich um „FREIHEIT“ geht?

Die Friesische Freiheit ist ein den Friesen angeblich von Karl dem Großen verliehenes Recht, keinen Herren außer dem Kaiser über sich zu haben. Die friesische Sage berichtet von Liber Friso (= freier Friese) und seinen Weggefährten, die im 9. Jahrhundert siegreich aus Italien ins Land am Meer zurückkehrten. In Rom hätten die Friesen vollkommen und unerwartet für ihren König Karl die Römer besiegt. Der König sei begeistert gewesen, belohnte und beschenkte seine tapferen friesischen Krieger mit dem höchsten Gut: Freiheit.“ 🙂

Man darf da natürlich nicht zu viel Authentizität reinbringen, denn ob man Otto Waalkes, Karl Dall oder H.P. Baxxter wirklich im Zusammenhang auf der großen Leinwand sehen will, bezeifle ich einfach mal. 😉 Man würde natürlich mit der Szene anfangen, wo die Friesen unerwartet für Karl den Großen Rom besiegen und dafür ihre Freiheit, auf immer garantiert, geschenkt bekommen. Später könnte man einen fiesen, bayerischen Feudalherren einbauen, der die Wikinger anstachelt, die Friesen anzugreifen – die Wikinger haben schließlich wirklich versucht Ostfriesland zu plündern, sind aber nach unerwartet hartem Widerstand und der verlorenen Schlacht bei Norditi/Schlacht von Nordendi/Schlacht an der Hilgenrieder Bucht weitergezogen, um sich leichtere Opfer in Frankreich zu suchen – oder auch einen fiesen Erzbischof etwas näher dran. Das Ende wäre natürlich tragisch, da die Friesen doch ihre Unabhängigkeit verlieren, aber das kann man ausgleichen, indem man dranhängt, dass Friesen seither in allen Bauernaufständen und Revolutionen dabei waren und irgendwie für die freie, demokratische BRD mitverantwortlich sind! 😉

Um die Chancen auf einen Academy Award und andere Filmpreise zu erhöhen, könnte man den Film auch auf Platt drehen, mit Untertiteln. Was bei Die Passion Christi geht, kann hier ja nicht falsch sein. 😀 Oder man macht es ähnlich wie bei Der 13. Krieger und ein Engländer begleitet die Friesen, der  zuerst nichts versteht und nach und nach wechselt die Sprache dann auf modernes Englisch/Deutsch. Außerdem ist es für die Auslandsmärkte immer praktisch, wenn ein englischsprachiger Protagonist dabei ist. Jetzt bräuchte man nur noch ein kleines 100 Millionen Euro Budget! 🙂

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