„Nicht jeder darf im Müll wühlen!“

Polizei und Staatsanwaltschaft in Portland (Oregon) haben es zwar nicht an die große Glocke gehängt, aber seit über 30 Jahren haben sie regelmäßig den Hausmüll von Verdächtigen eingesackt und ausgewertet. Natürlich ganz ohne Durchsuchungsbefehl. Erschreckenderweise wurde das vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten trotz des 4. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten irgendwann grundsätzlich abgesegnet, aber jeder Bundesstaat kann das eigenständig und anders handhaben. Und in Oregon ist die Auslegung zumindest nicht einheitlich…

The right of the people to be secure in their persons, houses, papers, and effects, against unreasonable searches and seizures, shall not be violated, and no Warrants shall issue, but upon probable cause, supported by Oath or affirmation, and particularly describing the place to be searched, and the persons or things to be seized.“

Nicht jeder darf im Müll wühlen - Logo

Nachdem eine Richterin gegen Staatsanwaltschaft und Polizei entschieden hatte und die Staatsanwaltschaft Widerspruch eingelegt hat, entschieden sich die Journalisten der Willamette Week dazu, das doch selber mal zu testen. Denn wenn man ohne Durchsuchungsbeschluss den Müll durchsuchen darf, dann gilt das nicht nur für die Polizei und Staatsanwaltschaft, sondern für jeden, solange man dabei kein anderes Gesetz bricht. Vollkommen überraschend drehen nun Bürgermeisterin, Staatsanwalt und Polizeichef plötzlich ihre Meinung zu diesem Thema um 180° und sehen sowas als ungesetzlich an. Zumindest solange es sie selber betrifft. Denn im Müll findet man anscheinend ziemlich viele interessante Informationen…

Die ganze dreckige Geschichte inklusive Schmutziger Details: „RUBBISH! Top brass said it was OK to swipe your garbage, so we grabbed theirs.“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Verkehrte Welt abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu „Nicht jeder darf im Müll wühlen!“

  1. Gondrino schreibt:

    Super Aktion der Journalisten. Gebt Ihnen ihre eigene Medizin zum Kosten. Würde auch hierzulande die Gesetzgebung etwas anders aussehen.

  2. sirdoom schreibt:

    Da steht garantiert was in der nächsten Runde Verschärfungen deutscher Antiterror-Gesetze drin… 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.