„Novichok: Attentat in London“

Am 4. März 2018 wurde der ehemalige Doppelagent, Überläufer und GRU – Oberst Sergei Skripal zusammen mit seiner 33-jährigen Tochter Julija, die aus Russland zu Besuch war, auf einer Parkbank nahe eines Einkaufszentrums in Salisbury/UK bewusstlos aufgefunden. Die medizinischen Umstände ließen den Verdacht einer gezielten Vergiftung mit einer zunächst unbekannten Substanz aufkommen. Wenig später gaben die britischen Ermittler bekannt, dass die Skripals mit einem Nervenkampfstoff vergiftet wurden. Da es sich dabei um Nowitschok (Novichok, Новичок) handelt und Russland noch ein Hühnchen mit Oberst Skripal zu rupfen hatte, deuten Indizien und Motiv ziemlich direkt in Richtung Kreml als Täter. Deren Verteidigung basiert bislang darauf, dass sie ihn nicht so offensichtlich umbringen würden #Maskirovka und in Großbritannien halt andauernd Verbrechen geschehen. 😉 Auch wenn ich mir bei der derzeitgen Informationslage schon relativ sicher bin, dass der Anschlag aus Russland kam, möchte ich eine andere Theorie ins Spiel bringen, bei der sich die Propagandaabteilung des Kreml gerne bedienen darf. 😛

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Boss, wir haben ein Problem!“

Salim Kirgizbaeliev, usbekischer Oligarch und Bratva – Clanchef hörte diesen Satz ungern, zum Glück aber auch immer seltener, nachdem er einen Großteil seiner Geschäfte legalisiert hatte. Und er hatte damals nicht alleine auf Diktator Islam Karimov gesetzt und verschiedene, potentielle Diadochen Karimovs ausreichend geschmiert und zu guten Freunden gemacht und…

Sergei Wiktorowitsch Skripal ist mal wieder pleite und will den Amis erzählen, dass wir damals vor ihnen in Nukus waren und die Novichok-Formeln abgegriffen und an die Nordkoreaner und Iraner verscherbelt haben.“

Kirgizbaeliev verzog das Gesicht. Das Geld war gut gewesen, aber auf so einen Stunt reagierten sowohl Amis als auch Russen vollkommen humorbefreit.

Sergei Wiktorowitsch muss verschwinden, möglichst gestern!“

Aber Boss, dann schauen die doch ganz besonders genau nach. Wir brauchen etwas, wo absolut niemand mehr nach Bratva-Kontakten Ausschau hält und…“

Kirgizbaeliev kam eine Idee: „Wenn Sergei Wiktorowitsch eine tödliche Dosis Novichok verabreicht werden würde, käme doch niemand auf den Gedanken, dass wir das waren. Es wären offensichtlich die Russen. Und bei der anstehenden, diplomatischen Schlammschlacht müssten alle bei ihrer Position bleiben, egal was wirklich passiert ist, sprich es würde auch niemand zu genau nach Dingen schauen, die nicht ins Bild passen. Wissen wir wo Sergei Wiktorowitsch gerade ist?

Nein Boss, aber seine Tochter weiß das sicherlich. Sollen wir die Infos aus ihr rausprügeln?

Kirgizbaeliev musste kurz lachen. „Nein, das wäre ja schon etwas auffällig, oder? Wir machen das so: Lass sie bei irgendeinem Gewinnspiel etwas Geld gewinnen und sorg dafür, dass einer unserer Kontakte im Ministerium ihr Visum zeitnah abstempelt. Warum uns selber abrackern und exponieren, wenn seine Tochter das Novichok zu Sergei Wiktorowitsch bringen kann? So machen wir das! Bereite alles andere vor Kiril, um das Novichok kümmere ich mich selbst.“ O:)

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