„Review – Die Reise der Scythe 1: Aszendenz“

Das Irdische Konkordat ist ein Sternenstaat voller Frieden und Wohlstand. Allein eine kleine Polizeistreitmacht sorgt dafür, dass interstellare Verbrechen nicht ungesühnt bleiben. Der Polizeikreuzer Scythe jagt einen vorbestraften Verbrecher, und das nun schon seit Jahren. Der höchst gefährliche Täter kann ihnen jedoch immer wieder entkommen. Die Crew der Scythe kommt dem gesuchten Verbrecher in der Nähe eines seltsamen Raumschiffs auf die Schliche, das die Größe eines kleinen Planeten hat und von einem Schutzschild umgeben ist. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände werden auch sie in das Innere des Schutzfeldes gezogen – nur, um herauszufinden, dass eine Rückkehr nach draußen nicht möglich ist. Sie sind gefangen in einer gigantischen Flotte aus aktiven und lange toten Raumfahrzeugen tausender Zivilisationen – ganz allein, hilflos.

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Ein scharfes Knacken ertönte, als er (ihm) seinen Schuhabsatz mit Wucht in die Speiseröhre drückte und dabei gleichzeitig das Genick brach, ein sehr befriedigendes Gefühl, wie das Zerdrücken von Bläschenfolie. Das erinnerte ihn daran, dass er solche nun benötigte, um seine Geräte einzupacken.“
– Joaqim Gracen, Serienkiller

Bei Dirk van den Booms letzter Trilogie bei Cross Cult, der Skiir – Reihe (Prinzipat, Protektorat, Patronat), fiel mir umgehend auf, dass das ziemlich nach einem Literaturpreis schreit, womit ich natürlich recht hatte. 🙂 Für Prinzipat gab es folgerichtig den Deutschen Science-Fiction-Preis 2017 in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman. Allerdings hatte die Skiir-Reihe imho ab und an auch ein wenig an ihrem eigenen Anspruch zu knabbern. Bei Der Reise der Scythe: Aszendenz geht es hingegen mit etwas weniger Ballast frisch ans Werk. Viel zu friedliche und jeder auf ihre/seine Art liebenswerte und kauzige Terraner – bis auf einen… 😀 – werden gepflegt zum Schlachthof geführt. Allerdings geben sie nicht gleich auf und wehren sich schon mal ein wenig auf ihre Weise gegen die grausamen Gesetzmäßigkeiten des Taschenuniversum, was sie eingefangen hat. Und dann gibt es zum Finale noch einen schicken Plottwist. Zwei kleinere Kritikpunkte gibt es natürlich trotzdem: Wie immer fasst sich der Autor doch recht kurz und der Preis für die „Tote-Baum-Ausgabe“ ist imho an der Schmerzgrenze. 😛

Die Reise der Scythe 1: Aszendenz ist weniger Literaturpreismaterial als vdBs letzte Trilogie bei Cross Cult, aber rasante und unterhaltsame Science Fiction, die Spaß macht und wo ich gerne in die Fortsetzungen reinlesen werde.

>>> DIE REISE DER SCYTHE 1: ASZENDENZ bei Amazon
>>> DIE REISE DER SCYTHE 2: VARIANZ (September 2018)
>>> DIE REISE DER SCYTHE 3: RESONANZ (März 2019)

Disclaimer: Ich habe kein Rezensionsexemplar bekommen, um eine Gefälligkeitsrezi zu schreiben 😛 sondern selber in den Gelkdbeutel gegriffen. 😉

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5 Antworten zu „Review – Die Reise der Scythe 1: Aszendenz“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Wenn ich mal wieder zum Lesen käme, läge das wahrscheinlich auf dem Bücherstapel neben meinem Bett. Nur komme ich nicht dazu. 1 Stapel mit Fachliteratur (Technik, Naturwissenschaften, Psychologie, Geschichte, Archäologie), einer mit SF Zeug und einer mit berufswichtigem IT-Zeug. Nur Letzterer hat keine dicke Staubschicht auf dem obersten Band …

  2. sirdoom schreibt:

    Du hast also auch einen „Pile of Shame“, der ständig wächst? 😦 😉

  3. lawgunsandfreedom schreibt:

    Oh ja, mehrere. Ich wünschte, bei mir würde der Reichtum ausbrechen, damit ich endlich mal Zeit für die Sachen habe, die ich machen möchte …

  4. sirdoom schreibt:

    ^^Hah! #IFeelYourPain 😉

    – Fachbücher Pile of Shame
    – Fantasy/SciFi – Bücher Pile of Shame
    – TV-Serien Pile of Shame
    – Film – Pile of Shame
    – STEAM – Bibliothek Spiele – Pile of Shame
    – …

    😦

  5. lawgunsandfreedom schreibt:

    Hinter jeden Punkt kann ich einen Haken machen. Echt traurig …

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