„Review – Die Reise der Scythe 2: Varianz“

Am Rande des Abgrunds: Auserwählte oder Gefangene? Die Besatzung des Polizeikreuzers Scythe, gefangen in einer rätselhaften Raumsphäre, muss herausfinden, welche Rolle sie in dem Drama spielt, in das sie geworfen wurde. Innerhalb des Gefängnisses, zusammengepfercht mit Hunderten anderer Zivilisationen, stehen die Zeichen auf Sturm. Ein wahnsinniger Potentat will den erlösenden Krieg, um Lebensraum zu schaffen; der mysteriöse Zentralkern beginnt erstmals seit Jahrtausenden eigene Aktivitäten zu entfalten – und es gilt, Menschen zu helfen, die sich selbst nicht mehr helfen können. Als die Sphäre auch noch mit einem äußeren Gegner konfrontiert wird, der dem Raubzug durch die Galaxis Einhalt gebieten möchte, wird die Situation unkontrollierbar und bedrohlich. Captain Lyma Apostol und ihre Gefährten wissen nur eins: wenn sie untätig bleiben, wird der Sturm von Gewalt und Tod, der sich zusammenbraut, sie gnadenlos zur Seite fegen. Die Frage bleibt, wie viel Varianz die Sphäre ertragen kann, ohne dass sie alle zusammen in den Abgrund gerissen werden.

Boom - Scythe 2 Varianz Review - Logo

Bei Dirk van den Booms letzter Trilogie bei Cross Cult, der Skiir – Reihe (Prinzipat, Protektorat, Patronat), fiel mir umgehend auf, dass das ziemlich nach einem Literaturpreis schreit, womit ich natürlich recht hatte. 🙂 Für Prinzipat gab es folgerichtig den Deutschen Science-Fiction-Preis 2017 in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman. Allerdings hatte die Skiir-Reihe imho ab und an auch ein wenig an ihrem eigenen Anspruch zu knabbern. Bei Der Reise der Scythe geht es hingegen mit etwas weniger Ballast frisch ans Werk. Die viel zu friedlichen Terraner sind in der Sphäre eingesperrt, wo gerade ein kleiner Putsch samt Völkermord auf den Weg gebracht wurde. Das ist aber eigentlich nur ein nebensächliches Problem, denn gewisse Paradoxien zeichnen sich ab, uralte Kräfte sind bodyhorrormäßig erwacht und die Sphäre nähert sich ihrem Ziel. DIE REISE DER SCYTHE 2: VARIANZ hält sich nicht lange mit Rückblenden oder großartigen Erklärungen auf und schaltet gleich mal einen Gang höher, als der erste Teil. Ereignis folgt auf Ereignis, obwohl man gar nicht wirklich so viel mehr erfährt, denn die Auflösung wird natürlich erst im dritten und letzten Teil verraten. 😉 Bis dahin hat man eine rasante Space Opera mit einigen ganz gruseligen Schockern zwischendurch. Drei kleinere Kritikpunkte gibt es natürlich trotzdem: Wie immer fasst sich der Autor doch recht kurz und der Preis für die „Tote-Baum-Ausgabe“ ist imho an der Schmerzgrenze. 😛 Außerdem kommen die wahren Helden der Geschichte, die pelzigen Bewohner der Holzraumschiffe, viel zu kurz. 😀

>>> DIE REISE DER SCYTHE 1: ASZENDENZ bei Amazon
>>> DIE REISE DER SCYTHE 2: VARIANZ
>>> DIE REISE DER SCYTHE 3: RESONANZ (März 2019)

Disclaimer: Ich habe kein Rezensionsexemplar bekommen, um eine Gefälligkeitsrezi zu schreiben 😛 sondern selber in den Geldbeutel gegriffen. 😉

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