„Vor 79 Jahren: Die Schlacht um Singapur“

HEUTE vor NEUNUNDSIEBZIG JAHREN, am 8. Februar 1942 begann die SCHLACHT UM SINGAPUR – [WW2 / Pazifikkrieg] Die 25. Japanische Armee unter dem Befehl von General Tomoyuki Yamashita traf auf die zweieinhalb Divisionen britisch-indischer und australischer Truppen unter Lieutenant-General Arthur Percival, der vorab sechs Divisionen zur Verstärkung gefordert hatte. Denn die Japaner hatten die Luftüberlegenheit, jede Menge gepanzerte Fahrzeuge und erfahrene Truppen. Gerade die Kontrolle des Luftraumes ermöglichte den Japanern schon vorher die Versenkung der beiden Großkampfschiffe HMS Prince Of Wales und HMS Repulse, die zuvor als Trumpfkarte des britischen Malaysia – Kommandos gegolten hatten.

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Trotzdem galt die UNBEZWINGBARE FESTUNG SINGAPUR mit ihren Großkanonen zur Küstenverteidigung als schweres Ziel, schließlich war SINGAPUR das ALLIERTE KOMMANDOZENTRUM im Pazifik (ABDACOM). Die berühmten großkalibrigen Kanonen von Singapur (5x Kaliber 38,1 cm) konnten zwar in Richtung Land gedreht werden, aber es waren nur panzerbrechende Granaten zur Bekämpfung von Großzielen vorhanden und so spielten sie am Ende quasi keine Rolle im blutigen Bodenkampf.

Am 15. Februar 1942 um 17:15 kapitulierte Lieutenant-General Percival, nachdem Essensvorräte und Munition knapp geworden waren und die Japaner dabei waren die letzten Linien der Allierten zu durchbrechen. Der FALL VON SINGAPUR war die größte Niederlage einer von britischen Offizieren geleiteten Streitmacht in der Geschichte, warf 20 Jahre britische Singapur-Strategie über den Haufen und bedeutete das Ende der britischen Vorherrschaft in Asien. Über 80.000 britische, indische und australische Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft. Die Japaner benannten die Stadt umgehend in Shōnan-tō (昭南島) um und begannen mit Massakern, Verschleppungen und Zwangsarbeit. Die JAPANISCHE BESETZUNG VON SINGAPUR begann. GENERAL YAMASHITA und LIEUTENANT-GENERAL PERCIVAL trafen sich 1945 auf den Philippinen wieder, bei der Kapitulation der japanischen Armee unter Kommando Yamashitas. Percival war zuvor von einem OSS – Team aus einem Kriegsgefangenenlager in der Mandschurei / der Provinz Heilongjiang befreit worden. Yamashita war überrascht Percival lebendig anzutreffen und Percival verweigerte ihm den Handschlag.

REAKTIONEN / RASSISMUS: Für JAPAN war der Erfolg ein weiterer Beweis, dass man nicht nur im Club der Großmächte angekommen war, sondern ein Großjapanisches Reich unaufhaltbares Schicksal sei, was von den minderwertigen und degenerierten Allierten nicht verhindert werden konnte. Adolf Hitler war einerseits erfreut über den Sieg Japans, hatte aber andererseits gemischte Gefühle bei dieser Niederlage der „Weißen Rasse„. Er verbot Außenminister Ribbbentrop den Japanern zu gratulieren. Der britische Premierminister Winston Churchill nannte den Fall Singapurs „the worst disaster and largest capitulation in British history“ und die Niederlage beschäftigte ihn noch lange, weil er sich nicht erklären konnte, wie man gegen die für ihn minderwertigen Japaner verlieren konnte.

AFTERMATH / OPERATION TIDERACE / OPERATION ZIPPER: Erst nach der Kapitulation Japans (15. August 1945) kehrten die Briten unter Lord Mountbatten, Supreme Allied Commander des Südostasien – Kommandos, Ende August / Anfang September nach Malaysia und Singapur zurück. Die letzten japanischen Soldaten auf Malaysia / Singapur ergaben sich erst Ende 1989 (Holdout / Straggler) …

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