„Inseldenken“

1979 war die Öffentlichkeit durch den Vorfall auf „Three Mile Island“ geschockt, angeheizt auch durch den zeitlich naheliegenden Start des Films „Das China-Syndrom„. Gelernt hat man aus dieser Geschichte, wie bei allen Atomkraftwerken und deren Betreibern, recht wenig, außer natürlich, dass man danach anfing PR-Profis zu beschäftigen und Vorfälle zu vertuschen.

30 Jahre später ist es auf Three Mile Island wieder zu einem Vorfall gekommen, bei dem laut Betreiber „geringe Mengen an Radioaktivität entwichen sind„, wobei man sich fragt: Was und wie viel sind „geringe Mengen„?

Besonders beeindruckend finde ich dabei folgende Aussage:

„[…]rund 150 Mitarbeiter wurden nach der Entdeckung der Strahlung am Samstag nach Hause geschickt[…]. Es wird untersucht, ob das Personal einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt wurde

Man schickt also eventuell verstrahlte Mitarbeiter nach Hause zu ihren Familien und untersucht dann später, ob es wen erwischt hat???

Andererseits ist so ein Vorgehen nicht wirklich überraschend, egal ob Vattenfall, die überaus wartungsarmen französischen Kernreaktoren oder der aktuelle Fall: Wer die machen lässt, obwohl man denen nicht mal eine Pommesbude anvertrauen kann, hat nichts anderes zu erwarten…

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