In der Linksjugend werden Stalin, Mao und die DDR positiv und als Vorbilder dargestellt. o.O Dazu kommt Kuscheln mit der Hamas. -_- Könnt ihr nicht ein einziges Mal meine Erwartungen und Vorurteile enttäuschen? 😉 #Sigh
– Tagesschau-Artikel „Antisemitismus und Diktaturverherrlichung – Was in der Linksjugend sagbar ist“
„Recherchen des Bayerischen Rundfunks zeigen, dass Funktionäre der Linksjugend Josef Stalin, Mao Zedong und die DDR verherrlichen. Zugleich verbreiten Amtsträger der anerkannten Jugendorganisation der Partei Die Linke antisemitische Aussagen und verharmlosen die Terrormiliz Hamas. Das belegen Posts in Sozialen Netzwerken, Veranstaltungsfotos, Beiträge in Chatgruppen sowie im internen Forum der Linksjugend, in das BR-Recherche exklusiv Einblick nehmen konnte. Eine wichtige Rolle spielt der Bundesarbeitskreis „Agitationspropaganda“, kurz BAK-Agitprop. Auf der Linksjugend-Website stand bis vor Kurzem, der BAK wolle die Jugend „radikalisieren“. Auf Instagram verbreitet er Bilder von Stalin, Mao und Erich Honecker und verortet sich in der „Tradition realsozialistischer Staaten wie der DDR“.
[Das BAK-Agitprop „Zentralkomitee“] schreibt, Stalin habe die „Modernisierung vorangebracht“ und „Kapitalisten bestraft“. Es habe auch Fehler gegeben, „aber es war eben noch die Übergangsstufe des Sozialismus“. Zu Stalins totalitärer Herrschaft und den Gulags erklärt der BAK-Agitprop, er wolle sich auf die positiven Seiten des „Realsozialismus“ beziehen. Über Mao schreibt das Zentralkomitee, er habe viele Seiten gehabt; bei der „Organisierung der Klasse“ könne man von ihm lernen. Zu inhaftierten Oppositionellen und Mauertoten in der DDR erklärt der Arbeitskreis: „Die Revolution fordert Opfer.“
Die Recherchen zeigen zudem, wie sehr sich die Linksjugend in der Debatte um den Nahostkonflikt radikalisiert hat. Im Mai nahmen etwa ein Dutzend Mitglieder der Linksjugend an einer propalästinensischen Demonstration in Berlin teil, die vom Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitee organisiert wurde in der sich laut Verfassungsschutz auch Anhänger der islamistischen Terrororganisation Hamas organisieren. Unter den Teilnehmern war Jimi H., Landessprecher der Linksjugend Berlin. Im internen Forum schreibt H. über das Palästinensische Nationalkomitee, es sei entgegen der Einschätzung des Verfassungsschutzes „weder islamistisch, noch Hamas-nah noch irgendetwas anderes“. Limes Schäfer, Bundessprecher der Linksjugend, stellt den islamistischen Charakter der Terrororganisation infrage. Im März dieses Jahres schreibt er in einer internen Chatgruppe, es sei „wirklich peinlich“, die Hamas „einfach als islamistisch abzustempeln“.“