„Double Feature – Ein riskanter Plan – Catch .44“

Nick Cassidy (Sam Worthington) war ein Cop, bis man ihn beschuldigt hat, einen ziemlich großen Diamanten geklaut zu haben, weswegen er 25 Jahre Knast absitzen soll. Als er Haftfreigang zur Beerdigung seines Vaters bekommt, nutzt er diesen umgehend zur Flucht. Kurze Zeit später checkt er in ein Hotel ein, was gegenüber dem Hauptsitz desjenigen ist, den er bestohlen haben soll, und belegt eines der obersten Zimmer. Dort steigt Cassidy aus dem Fenster, erregt die Aufmerksamkeit der Menge und der Polizei, die einen Selbstmordversuch vermutet. Aber Nick Cassidy hat andere Pläne…

Ein riskanter Plan ist einer der ältesten Zaubertricks der Welt. Fessel die Leute, lass sie ihren Blick auf dich richten und hinter ihrem Rücken lässt du einen Flugzeugträger verschwinden. Dabei schwankt der Film zwischen Heist-Movie, Polizeithriller und etwas Action. Und wenn man nicht so ganz schwindelfrei ist, dann auch etwas Horror. Aktivposten des Casts ist die bezaubernde und dynamische Elizabeth Banks, während Ed Harris doch arg kränkelnd rüberkommt. Irgendwo zwischen Inside Job und Verhandlungssache (beide besser) entspannt sich dabei ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel, das zwar immer etwas vorhersehbar, aber keineswegs langweilig ist. Insgesamt ein gut gemachter, runder, hochwertiger, routinierter Thriller ohne allzu große Überraschungen.

Tes (Malin Akerman), Dawn und Kara arbeiten für Mel (Bruce Willis) und Mel ist der Boss, was Drogen, Prostitution und alle anderen illegalen Geschäfte angeht. Der neue Auftrag den Mel für die Mädels hat, ist vielleicht ihre letzte Chance, nachdem ihr letzter Job so richtig schief gegangen ist. Mel weiß, dass irgendwer ohne Genehmigung Stoff durch Louisiana  verschieben will und die Mädels sollen den Stoff bei einer Übergabe in einem abgelegenen Truck Stop anfangen. Allerdings spielt Mel nicht ganz mit offenen Karten. Und dann ist da noch Mels rechte Hand Ronny (Forest Whitaker), der die Schnauze voll hat und sein eigenes Ding abziehen will. Und der örtliche Hippie-Sheriff(Brad Dourif) fragt sich auch, was sich da für ein Blutbad zusammenbraut…

Meine Fresse… Bruce Willis, Oscar-Preisträger Forest Whitaker, Malin Akerman (Silk Spectre in Watchmen), Deborah Ann Woll (Jessica in True Blood) und Brad Dourif (Dune – Der Wüstenplanet, Mississippi Burning, Herr der Ringe – Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs, usw.) in einem schicken, coolen Gangster-jagen-Gangster Flick, einer 70er Hommage, samt extra eingebautem Bildflackern, künstlichen Filmrollenwechseln und aufgehübschtem B-Movie Plot. Hört sich doch super an, oder? Dachte ich auch. Leider falsch. Catch .44 würde gerne von Tarantino gedreht wollen sein, aber der hatte keine Zeit oder keinen Bock, weswegen die typischen Tarantino-Laberszenen zwar vorhanden sind, aber unglaublich langweilig und wirklich vollkommen irrelevant, geschweige denn cool sind. Der Plot plustert sich zwar auf und versucht Haken zu schlagen, aber es ist einfach zu wenig Substanz vorhanden, um den Film über Relevanz vorzutäuschen. Gegen Ende wird es besser, aber da liegt das Kind schon im Brunnen. Und Brad Dourifs Hippie-Sheriff wird so richtig verschenkt. Wenn das Ding mal im Free-TV läuft und man sonst nix zu tun hat, kann man mal drüber nachdenken, ansonsten Finger weg…

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